Too Cool for Internet Explorer

Mittwoch, 10. Oktober 2007

Oh dear…

Und nun verliert auch noch das weisse Haus den Verstand. Damn it!

President George W Bush has urged US legislators not to pass a resolution declaring the massacre of Armenians in the Ottoman Empire to be genocide.
“This resolution is not the right response to these historic mass killings,” he said hours before a vote by the House Foreign Affairs Committee.

Such a move, already taken by France’s parliament, would do “great harm” to US relations with Turkey, Mr Bush added.

Dabei könnte man doch davon profitieren um das Verhältnis zu Frankreich aufzupäppeln nach dem Motto »mais regardez, we are following your bright ideas!«

Und die Türken haben wir sowieso um den kleinen Finger gewickelt. Wollen sie in die EU, sollen sie sich gefälligst benehmen. Auch den USA gegenüber. Wie schwer ist das?

Freitag, 5. Oktober 2007

Understatement of the day

Natürlich stammt es von der UNO:

The UN’s envoy to Burma has voiced concern about arbitrary arrests and rights abuses said to be continuing after widespread protests.

Ihr UN-Speak lässt einen wirklich zweifeln ob die Herren zum Beispiel einen Toaster bedienen könnten.

Donnerstag, 28. Dezember 2006

Chapeau, Irak

Die junge Demokratie hat etwas geschafft, was UN samt EU nicht geschafft haben. Nämlich einen Diktator zu verurteilen. Und zwar unter weit widrigeren Umständen.

Das wollte ich nur einmal angemerkt haben.

Mittwoch, 20. Dezember 2006

Arschloch

Viel mehr fällt mir zu dieser Mischung aus Spastiker und Calimero namens Kofi Annan nicht mehr ein. Geh mit Gott, aber geh schon, verdammt noch einmal.

Der schlimmste Moment war, so er, der Weise, als er nicht verhindert, dass die USA im Irak einmarschieren. Nicht etwa dass unter seinem Auge der erste Massenmord dieses Jahrhunderts stattfindet. Nicht dass er als Vorsitzender des Department of Peacekeeping Operations den grössten Massenmord der 90er-Jahre zu verantworten hat (oder zumindest sein Nichtstun). Nicht dass er in derselben Position tatenlos beim grössten Schlachtfeld in Europa seit dem 2. Weltkrieg zu sah. Nicht dass unter seiner wachsamen Tatenlosigkeit der grösste Schwindel in der Geschichte der Vereinten Nationen ablief.

Nein, der schlimmste Moment war als die Amerikaner im Irak versuchten all das durchzusetzen, was sich die Vereinten Nationen im Präambel ihrer Charta fest vorgenommen hatten.

Für den Sudan mahnt er ein schnelles Eingreifen der internationalen Gemeinschaft ein. Hallo?!? Das Morden dauert seit Jahren schon an und in diesen Jahren war er Präsident der Gemeinschaft. Ich frage noch einmal: Haaallo?!?

Ach ja, den Iran bloss nicht angreifen. Wieso? Weil’s katastrophal wäre. Der Typ könnte Redner an einer primitiven Schüler-Anti-Bush-Demo sein. Eigentlich traurig.

Sonntag, 10. Dezember 2006

Nicht fair.

Die Realisten sollen nach einem halben Jahrhundert Versagen und Verantwortung für zahllose Diktaturen und Tötungsmachinen wieder zum Zuge kommen, während wir gerade einmal ein paar Jahre unter allerwidrigsten Umständen hatten? Fuck you!

Mittwoch, 18. Oktober 2006

Blix auf 180

Ich versuche mich zusammen zu nehmen, aber versprechen kann ich nichts, denn was dieser IKEA-Schleimbeutel mit einem Namen, der eigentlich nur Ungutes vermuten lässt wieder losgelassen hat, ist höchst… ehm, fragwürdig und beschwört die Frage auf, wie dringend er denn wirklich in die Klapse muss.

WELT.de: Welche Auswirkungen hat Nordkoreas Atomtest auf das Ziel der Nichtverbreitung von Nuklearwaffen?

Hans Blix: Zunächst einmal war die Explosion, die stattgefunden hat, eine der Diplomatie und der Medien. Schließlich haben wir schon seit einiger Zeit vermutet, dass Nordkorea genug Plutonium besitzt, um fünf bis zehn Bomben zu bauen. Vorher war Pjöngjangs Fähigkeit zum Bau einer Atombombe virtuell, jetzt ist sie real.

Surreal ist dann das Gerede. Wenn er es schon so lange wusste, dann, well, hmm, wirklich nett dass er so lange auf seinem Arsch gesessen ist.

WELT.de: Worin sollte unsere Antwort bestehen?

Blix: Uns sollte es jetzt darum gehen, Nordkorea dazu zu bringen, “zurückzurudern”, und die Iraner dazu zu bewegen, die Urananreicherung auszusetzen. In beiden Fällen geht es im Kern darum, dass die USA eine Sicherheitsgarantie anbieten, die beinhaltet, dass sie diese beiden Länder nicht angreifen und keinen Regimewechsel anstreben werden.

Ja genau, lassen wir die USA sicher stellen, dass die schlimmsten Regimes der Welt an der Macht bleiben. Sicher. 1A-Idee. Ich glaube wenn irgendein Iraner oder Nordkoreaner nach Stockholm fliegen würde und diese Grinsfresse an die Wand stellen würde, könnte ich es ihm kaum übel nehmen.

Meine lange Erfahrung sagt mir, dass die atomare Aufrüstung aus einem Gefühl der Bedrohtheit resultiert. Nordkorea hatte Russland und China als Verbündete, aber jetzt hat Pjöngjang den Eindruck, dass es sich nicht mehr auf diese Freunde verlassen kann.

Wieder Weltklasse. Die USA sollten also die Rolle zweier Staaten übernehmen, die am besten in Geschichtsbüchern aufzubewahren wären. Ich könnt wetten irgendwo lässt sich eine Verdammung der USA seitens UN finden, weil diese irgendein, wesentlich moderateres Regime unterstützt hatten.

Die USA sind dem Land offen feindlich gesinnt.

No fuckin’ shit. Jeder, der sich für intelligenter als eine Gurke hält sollte dem Land feindlich gesinnt sein.

Für Nordkorea stellt sich aktuell die Frage: Was ist die beste Sicherheitsgarantie: ein Stück Papier, also ein Vertrag, oder die Bombe?

Sagt ein ehemaliges Mitglied einer Organisation, die im Schreiben von Papieren brilliert. Aber auch nur darin.

Das Problem war doch immer, dass die US-Position so zweideutig ist, dass Pjöngjang Washington nicht trauen kann.

Nee, is klar. Schliesslich sitzt ja die personifizierte Vernunft in Pjöngjang. Blix reitet in seiner Freizeit wohl auch rosa Elefanten.

WELT.de: Ist Libyen, das aus freien Stücken auf Atomwaffen verzichtete, ein Vorbild?

Blix: Gegen Libyen waren jahrlang Sanktionen verhängt. Dann gab es Gespräche auf niedriger Ebene. Am Ende war Stolz der Schlüsselfaktor.

Oder der Unwillen wie Saddam zu verenden.

WELT.de: Was können namentlich die USA jetzt tun?

Blix: Im Jahr 1994 erlaubte Clinton Jimmy Carter, Gespräche mit Kim Il-sung zu führen. Das mündete in einem Dialog, in dessen Folge die Plutoniumproduktion viele Jahre eingestellt wurde. Warum könnte heute nicht etwas Ähnliches versucht werden?

1. Weil alles was Carter involviert unter allen Umständen vermieden gehört.
2. Weil, wie Du es selbst erwähnt hast, das Abkommen gebrochen worden ist. Von den Nordkoreanern. Nenn mir einen guten Grund, den Nordkoreaner noch etwas zum brechen zu geben. Als wäre Seoul nicht genug.

Zum Beispiel mit dem früheren US-Außenminister James Baker. Baker sagte, es sein kein Appeasement, mit seinen Gegnern zu reden?

Wenn es über seine Kapitulation geht. Richtig.

WELT.de: Ist die Nonproliferation tot?

Blix: Nein, ich denke nicht. Das Gerede vom Tod des Atomwaffensperrvertrags ist in höchstem Maße übertrieben. Praktisch alle Staaten der Welt - außer Pakistan, Indien, Israel und Nordkorea - sind ihm beigetreten.

Und alle haben die Menschenrechtskonventionen unterschrieben. Merkst’ was?

Nordkorea und der Iran sind offen für Verhandlungen.

Nur gibt’s nix zum verhandeln. Kein Unsinn mit Atom. Ende des Gespräches.

Wie können die USA verlangen, dass Nordkorea keine Waffen mehr testet, wie sie es gerade in der UN-Resolution gefordert haben, wenn sie selbst nicht bereit sind, sich dazu zu verpflichten?

Indem sie keinen irren Elvis-Imitator mit der grössten Porno-Sammlung der Welt als Staatsoberhaupt haben.

Da die USA den Teststoppvertrag nicht ratifiziert haben, wird es China ebenfalls nicht tun. Die USA haben den Schlüssel in der Hand.

Aber deswegen China anzuschnauzen ist keine Idee für Hänschen, oder?

WELT.de: Kann die UN-Resolution gegen Nordkorea etwas bringen?

Blix: Da bin ich pessimistisch.

Schön, dass es wenigstens bis zu ihm durchgedrungen ist, wie nützlich der Verein ist.

Die Resolution ist in einem harschen Ton gehalten, um die öffentliche Meinung vor allem in den USA und Japan, aber auch in China zu beruhigen.

Natürlich. Nicht weil die gefährlichste Waffe der Welt in den Händen des mächtigsten Verrückten vielleicht reizen kann.

Aber die eigentlichen Druckmittel sind schwach.

Richtig. Was nimmt man einem Land weg, das nichts hat?

Anders als beim Iran, wo der Westen eine Aussetzung der Urananreichung vor Aufnahme von Gesprächen verlangte, sollten Gespräche keine Vorbedingungen haben. Der bessere Kurs wäre zu deeskalieren, indem man Nord- korea eine Sicherheitsgarantie anbietet. Die USA und Japan sollten zudem den Teststoppvertrag ratifizieren, und Washington sollte einen hochrangigen Gesandten nach Pjöngjang schicken, um mit dem Norden in einen Dialog zu treten.

Um auch allen zu signalisieren: Lasst irgendwo irgendwas hochgehen und wir kommen, räumen auf, geben euch Blowjobs und machen auch sonst alles was ihr verlangt. Who’s first?

(Dank an FDR für den Hinweis auf das Interview)

Donnerstag, 31. August 2006

Der gefeuert gehörte redet

Und wieder artet Egeland aus. Zur Erinnerung, Egeland ist das Wesen, das den Amerikaner vorwarf geizig zu sein just als diese mit ihrer Marine quasi im Alleingang nach dem Tsunami eine humanitäre Katastrophe verhinderten.

Ps.: Scheint als wären Raketen auf Zivilisten nicht so unmoralisch.

Montag, 28. August 2006

Unbezahlbare Komödien

Französische Soldaten rücken mit weisser Fahne in der Südlibanon ein und Annan will eine Sache feststellen: Dass die Hisbollah auf jeden Fall nicht entwaffnet werden würde. Ist ja auch etwas, worauf man stolz sein kann. Die beste Satire ist halt immer noch die UN selbst.

Aber zumindest etwas hat die Intervention Israels gebracht: Nasrallah wird sich das nächste Mal fünfmal überlegen, bevor er irgendwelchen Scheiss anstellt.

Montag, 31. Juli 2006

Falsche Wut

“Kana ist nicht irgendein Ort, Kana ist ein Symbol” ruft Adel Jaafar die Sprechchöre der Menge hinweg.

Fair enough. Für die IDF allerdings war Kana bloss ein Symbol von einem Ort, von welchem die Hisbollah Israel angegriffen hat. Und er wurde auseinander genommen. Weil nun sich die heldenhaften Hisbollah-Kämpfer hinter Zivilisten versteckten und diese teilweise nicht flüchten liessen, kam es zu einer Tragödie, die Dutzende libanesische Menschenleben kostete.

Hinter ihm steht ein schwer bewaffneter Militärkordon: Die ersten Demonstranten hatten das Hauptgebäude der Uno angegriffen, Fenster und Büromaterial zertrümmert, bevor die Staatsmacht eintraf.

Denn dies ist immer dasselbe: Mit Gewalt gegen Gewalt demonstrieren.

Dass das Uno-Gebäude gestürmt wurde, ist kein Zufall: Steht es im Libanon doch für die Unfähigkeit der internationalen Gemeinschaft, der libanesischen Zivilbevölkerung Schutz zu gewähren. Bei einem israelischen Artillerieangriff 1996 kamen in Kana 106 Menschen ums Leben, die sich in dem Blauhelm-Camp in Sicherheit hatten bringen wollen.

Stimmt nicht. Es steht für die UNsche Unfähigkeit ihre eigenen Resolutionen durchzusetzen und dem Libanon eine demokratische Zukunft zu gewährleisten, wo die Hisbollah bloss noch eine durchgeknallte, politische Partei hätte sein sollen. Die UN hat aber versagt. Zudem glaube ich, dass die meisten Libanesen dies begriffen haben. Ich hoffe es.

Dementsprechend brodelt die Stimmung. “Wir geben unser Blut für den Süden” schallt es in Wellen durch die Menge.

Bitte! Geht! Niemand hindert euch. Tauscht die Plätze mit jenen Seelen im Südlibanon, die gerne nicht als menschliche Schutzschilder verwendet würden.

Die Masse ist im Zorn vereint. Christinnen mit Prada-Sonnenbrillen im Haar schwenken Hisbollah-Flaggen und Bilder des Hisbollah-Führers Hassan Nasrallah, schwarz verschleierte Schiitinen halten Schilder hoch: “Death for America” und “Bush=Terror”.

Denn Nasrallah würde in seinem Hisbollah-Ländle sicherlich Prada-Retailer zulassen. Es ist als würde Dieter Bohlen für Qualitätsstereoanlagen werben.

Hussein Haj Hassan, Parlamentsabgeordneter der Hisbollah wird von skandierenden Männern auf Schulter getragen und umklammert dabei eine Flagge der Amal, eigentlich die schiitische Konkurrenzorgansiation. “Wer seid ihr?” ruft ein sunnitischer Parlamentarier per Lautsprecherwagen über den ganzen Platz, auf dem sich inzwischen Tausende eingefunden haben. “Der Widerstand!” kommt die Antwort von Tausenden, an deren Fahnen und T-Shirts man erkennt, dass sie sich politisch sonst nicht mit der Hisbollah identifizieren.

Widerstand gegen was? Gegen die Hisbollah anscheinend nicht. Gegen die israelische Antwort auf Hunderte Raketen auf ihr Gebiet? Tja, wenn man nicht stinken möchte, sollte man nicht in Scheisse treten.

Adel ist in Zeiten knappen Benzins extra eine Dreiviertelstunde gefahren, um sich dem Protest anzuschließen. “Hier beweisen wir der Welt: Wir leben noch! Trotzdem uns Unglaubliches, Unerträgliches angetan wird, stehen wir heute hier als ein Volk!” sagt er.

Und hier seid ihr im Minimum ein paar Jährchen zu spät. Eine Demo gegen die Hisbollah vor einem Jahr und gegen die Geiselnahme der libanesischen Bevölkerung wäre lieb gewesen. Wirklich lieb. Aber so werden die zu spät gekommenen, ziemlich bitter bestraft…

Wie er sind viele hier tief zufrieden mit der Absage ihres Präsidenten Siniora an die US-Außenministerin Condolezza Rice, die ursprünglich am Montag in den Libanon kommen wollte, nun aber ausgeladen wurde. Wenn Condi keinen Waffenstillstand will, braucht sie auch nicht kommen, ist der Tenor der Meinungen.

Zu allem Überfluss hat es also nur noch sehr lausige Englisch-Dolmetscher. Prima. Die beleidigte Leberwurst zu spielen während einem der Arsch weggefetzt wird und noch darauf stolz zu sein, das fiele nicht einmal einem Dreijährigem ein, aber das hier ist ja Politik auf einem Pulverfass, da gelten andere Regeln. So kann man ja auch die einzige Hoffnung auf einen Waffenstillstand verstossen, denn, an diesem Punkt, wieso eigentlich auch nicht? Man hat bei der Entwaffnung der Hisbollah kläglich versagt und sucht einen Schuldigen… Wer besser als der globale Sündenbock?

Der Protest vor der Uno richtet sich nicht nur gegen Israel und die USA. Die Libanesen fühlen sich von der arabischen Welt im Stich gelassen. “Ich fordere die arabischen Völker auf, nicht nur zuzusehen, wie wir getötet werden. Geht auf die Straße, blockiert die Botschaften der westlichen Staaten in euren Ländern”, fordert ein sunnitischer Parlamentarier unter heftigen Applaus.

Scheint als hätte die arabische Welt Sachen ein bisschen klarer gesehen. Dass ein paar Zeichnungen mehr Leute auf die Strassen gelockt haben als ein israelischer Krieg müsste eigentlich ziemlich zu denken geben.

Er beschwört die eingeschlossenen Menschen im Süden, Geduld zu haben. “Wir werden kämpfen, knien tun wir nur vor Gott.”

Das mit dem Knien ist ein wirklich grosses Kompliment an die IDF. Ein fast zu grosses fast schon.

Julia Botros, eine für ihre patriotischen Lieder bekannte christliche Sängerin tritt ans Mikrofon und grüßt Nasrallah als historischen Führer: “Ehrlichkeit und Ehre sind seine Werte.”

Komisch Ehrgefühl, aber gut, wenn er meint es sei ehre- und würdevoll Zivilisten als Schutzschilder zu benutzen, okay. Das mit der Ehrlichkeit hingegen kann man durchaus so stehen lassen: Er hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass er Israel zerstören will, dass israelische Zivilisten dabei zweifelsohne die ersten Angriffsziele sind und dass libanesische Zivilisten ihm als Schutzschilder dienen. Wie man an dieser Demonstration sieht, sogar zu einem Teil als willige.

Das sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die libanesische Bevölkerung einer Tragödie ausgesetzt ist. Gleichzeitig darf man unter keinen Umständen den Verantwortlichen dieser Tragödie vergessen: Die Hisbollah und im weiteren Sinne der Iran, der wohl gerade testen wollte wie weit er gehen kann. Es war die Hisbollah, die nach dem israelischen Rückzug das Gebiet zum Abschuss von Hunderten Raketen benutzte. Es war die Hisbollah, die die Krise mit der Geiselnahme von zwei israelischen Soldaten auslöste. Es ist die Hisbollah, die sich unter die Zivilbevölkerung mischt. Es ist die Hisbollah, die absichtlich Zivilisten umbringt. Es ist die Hisbollah, die ihre Waffen in Moscheen, Schulen, Kindergärten und öffentlichen Gebäuden lagert. Es ist die Hisbollah, die Wohnhäuser zum Abschuss von Raketen auf Israel benutzt. Es ist die Hisbollah, die sich in Krankenwagen und Hilfskonvois bewegt. Es ist die Hisbollah, die mit Zivilisten israelische Soldaten in Hinterhalte lockt, wo auf sie ungeachtet der Zivilisten geschossen wird.

Der Konflikt könnte ein sofortiges Ende haben. Israel bedroht weder den Libanon noch die libanesiche Bevölkerung, die Hisbollah aber die isralische Bevölkerung als auch Israel selbst. Die Bedingungen für einen Waffenstillstand sind offensichtlich: Eine Kapitulation der Hisbollah.

Sonntag, 30. Juli 2006

2 mögliche Gründe…

…für noch einen Krieg. Nur damit nicht wieder alle Ursache und Wirkung verwechseln.

Iranian state radio said Saturday that the government would reject a proposed U.N. resolution that would give it until Aug. 31 to suspend uranium enrichment or face the threat of international sanctions.

Intelligence reports indicate the leader of Hezbollah is hiding in a
foreign mission in Beirut, possibly the Iranian Embassy
, according to
U.S. and Israeli officials.

Sonntag, 23. Juli 2006

Kontrast

U.S. Speeds Up Bomb Delivery for the Israelis

Israel mobilisiert - Schweiz kritisiert und Annan warnt Israel vor Invasion in Südlibanon

Dass die Schweiz Schwachsinn faselt, vor allem mit der Atomplizfrisur Calmy-Rey im EDA, ist ja nicht verwunderlich, aber dass Annan Israel etwas verbieten will, was eigentlich durch eine UNO-Resolution hätte zugesichert sein sollen - nämlich die Entwaffnung der Hisbollah - ist nur noch dreist.

Freitag, 14. Juli 2006

Dann funktioniert’s

Der Weltischerheitsrat der UNO scheint immer nur genau dann produktiv zu sein, wenn es darum geht die USA zu verurteilen.

Ganz sicher nur Zufall.

Nachtrag: Ich meinte im aktuellen Kontext natürlich Israel und nicht die USA, zudem können die USA auch schlecht sich selbst verurteilen.

Mittwoch, 10. Mai 2006

Tagträume II

Da es die Welt kompakt auch in handlicher digitaler Form gibt, wird die Serie in unregelmässigen Abständen fortgesetzt.

MTV zeigt alle Folgen der Papst-Satire. Das auf der Frontseite. Schön dass das idiotische Verhalten der Christen den genau denselben Effekt wie bei den Moslems und den Karikaturen hat: Mehr Publicity für die »kritisierte« Sache.

Im Durchschnitt zahlen die Deutschen ihre Rechnungen aus dem Online-Kauf nicht vor 26,1 Tagen. Ein Wort: Kreditkarte.

Pkw-Maut steht „nicht zur Debatte“. Sagt ein SPD-Politiker. Gratulation Deutschland, ihr bekommt eine Pkw-Maut!

Müntefering will die Ich-AG retten. Biber wollen Wald retten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel beim WDR-Europaforum in Berlin: „Wir müssen auch klar sagen, wo die Grenzen Europas sind“. Ich höre.

Russland, China, Kuba, Pakistan und Saudi Arabien im UN-Menschenrechtsrat. Nun ja, wenn die Organisation sowieso schon sinnlos ist, warum nicht sie gleich komplett absurd machen.

Die Geschichte lehrt uns, dass repressive und grausame Regierungen nicht überleben. Schreibt Ahmadinedschad und merkt nichts. Die Uhr tickt.

Teheran gewinnt im Atomstreit Zeit. Oder aber der Schlag rückt näher…

Siegesparade in Moskau. Die feiern die Versklavung von der Hälfte Europas. Affen.

Zweifel an der Terror-Strategie. Aus diesem Zweifel schliesst die Al-Quida, dass sie jetzt doch nicht ausschliesslich Zivilisten angreifen sollen, sondern doch lieber die Macht übernehmen. Wow! Ich wette Hitler im Bunker war vernünftiger gewesen.

Tanzende Galaxien gebären Sterne. Damit wäre der Beweis erbracht, dass auch Physiker ihre Pornos haben.

Auch Toiletten funktionieren beim A380. Beeindruckend. Fortschrittlich auf ganzer Linie, das Flugzeug.

Dienstag, 9. Mai 2006

Tagträume

Dank einer Welt kompakt im Flieger nach Bâle/Mulhouse darf ich euch meine Gedanken zur Aktualität präsentieren. Nur damit ihr einmal seht, was in meinem kleinen, blonden Köpfchen vor sich geht. Übrigens, es ist eine coole Zeitung. Muss unbedingt ‘mal sehen ob es die auch in der Schweiz gibt (Ich habe eine Abneigung gegen Riesenseiten, aber 20 Minuten ertragen meine Nerven nicht).

Zuerst ein Leserbrief zur Weltlage:

Da entsteht zur Zeit auf dem Jupiter ein Wirbelsturm von der Grösse der Erde, und zur gleichen Zeit versuchen einige Menschlein die Folgen des Klimawandels zu mildern, indem sie den Zugspitzegletscher mit Folien abdecken. — Dr. Klaus Lang

Einfach gross.

Die Linke will wieder Reiche beklauen. Mir als Student wäre es ja eigentlich ganz passend, aber eben, ich bin keine drei Jahre alt und weiss, dass dies so nicht funktioniert. Gysi, der Kommie, sagt Reiche haben viel zu befürchten. Was wäre wohl los, wenn irgendein Idiot vom Format Lafontaine oder Gysi, nur halt anderswo im politischen Spektrum, sagen würde, Schwarze oder Araber haben viel zu befürchten? Oder Christen? Oder Schwule?

Die Angst vor den WM-Tickets. Geile Schlagzeile. Für einen Moment stellte ich mir vor wie die Eintrittskarten zum Leben erwecken und vor den UN-Menschenrechtsrat ziehen, weil vollkommen abgedrehte, verstörte Menschen sie wie Sklaven kaufen. China würde dann ein Veto ankündigen. Das wäre brilliant.

Extremist Moussaoui zieht sein Geständnis zurück. PUSSY! Amerika hassen wohl doch nicht so lohnenswert, wenn der Preis dafür Analverkehr mit Bubba auf Lebzeit ist, was?

USA fordern Blauhelme für Darfur. Screw them. Send the Army.

Antieuropäische Partei “Selbstverteidigung” wird an der polnischen Regierung beteiligt. Meine Eltern wussten schon, warum sie dort weg sind! Ich werde ihnen ewig dankbar sein. “Selbstverteidigung” ist wohl so etwas wie die NPD, gekreuzt mit der Linken und irgendeiner Bauernpartei, das Ganze dann auf Speed.

Ahmadinedschad schreibt Brief an Bush. 1A. Wie er sich über die ganze Welt auf der Ebene der internationalen Politik lustig macht ist einfach grossartig. Ich bin neidisch. Den Brief hat übrigens der FDOG-Geheimdienst abgefangen.

Weltbank warnt vor Krise in Palästina. Unter Umständen soll das Land unregierbar werden. Denn wir wissen, momentan funktioniert es noch besser als die gute alte schweizer Demokratie. Auch eine humanitäre Katastrophe soll drohen. Denn jetzt lebt es sich in Gaza wie im Genfer Nobelviertel Cologny.

Auch Delphine benutzen Namen. Ist mir scheissegal. Jedes Lebewesen, das grinst als hätte es gerade Angelina Jolie genagelt, ist mir höchst unangenehm.

Ex-Beatles verlieren Prozess gegen Apple. Eigentlich ein klares Signal an McCartney: Invalidin ausführen und Klappe halten.

PC-Hersteller Dell revidiert Gewinnprognose. In einer guten Welt mit vernünftigen Menschen gäbe es keine Existenzgrundlage für diese Firma. Vor mir sitzt gerade ein Buisnessman mit einem Dell. Schlimm. Wobei dieser Patient bräuchte ein Make-Over nicht nur im informatischen Bereich. Wen wundert’s? You click what you are.

Fast Food immer beliebter. Im moralisch und kulturell überlegenem Deutschland? Oh. Mein. Gott.

Michael Schumacher. Das alte Mann kann es noch. Und wie! Jetzt noch bitte eine Demontage Alonsos vor Heimpublikum. Echt, den spanischen Schnösel kann ich nicht ab.

Neil Youngs “Living With War” wird selbst von der Kultur-Seite abgewatscht. Das Album muss also brutal einfallslos sein.

Laut Horoskop bekomme ich heute kosmische Unterstützung. Speck, hörst Du mich?

Warum die Türkei nicht in die EU sollte: Türkische Reality-Show um Transvestiten nach massiven Protesten gestoppt. Fast so gut wie der Cartoon-War oder unsere lokalen Anti-Popetown-Spacken.

Der ideale Mann ist für 76% (von was genau weiss ich leider nicht) gutaussehend, stark, intelligent und witzig, teilen uns Wissenschaftler mit. No Shit. Dafür braucht man Wissenschaftler? Was ist eigentlich mit den anderen 24%? Sind das irgendwelche Perverse die geil auf Blocher, Schröder und Trittin sind?

In US-Spitälern wird OP-Material in XXXXXL angeboten. Nein, das geht nicht. Das wäre ein Grund für einen Verfassungszusatz: XL ist akzeptierbar, XXL notwendig, damit die HipHop-Clowns keinen Stunk machen und XXX ist für Porno. Alles darüber ist unseren Nachfahren gegenüber höchst unverantwortlich.

Und nun noch die Nachricht des Tages: Keith Richards ist von einer Palme gefallen. Kein Scheiss, der Typ wörtlich von einer Palme gefallen. Ein besseres Argument für die Rolling Stones gibt es nicht. Deren Gitarrist ist im Alter von ungefähr 70 Jahren von einer Palme gefallen. Von einer Palme gefallen! Mehr Rock n’ Roll geht nicht. Ausser seinen besten Kumpel beim Jagen von behinderten Vögeln anzuschiessen, wenn man der Vizepräsident der USA ist.

Samstag, 22. April 2006

UN Licence To Kill…

…besitzt der Sudan:

The humanitarian situation in Sudan’s Darfur region is as bad now as when the conflict came to the world’s attention in 2004, the top UN aid official says.
Jan Egeland told the BBC that aid workers in Darfur were “in retreat” from attacks by armed groups, a funding shortfall and government obstacles.

He said that 500,000 people of the 3m who needed help were “out of reach”.

The US says a genocide is being committed against Darfur’s black African population.

Und die US tut nichts. Was aber immer noch nicht so schlimm ist wie dies:

The two powers [China und Russland –gbg], joined by Qatar [Allah weiss warum –gbg], used their position on a UN sanctions committee to block the imposition of a UN travel ban and asset freeze on four unnamed Sudanese, including one government official, proposed by Britain.

Und das ist ja die Spitze des Eisberges, den die UN dort unterhält.

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