Dienstag, 27. März 2007
Aus der Sparte »What the fuck were you thinking?«
Unter dem Namen “JPC” haben Forscher der Universität Oxford einen komplett in Java geschriebenen x86-Emulator veröffentlicht. Durch Java als gewählte Programmiersprache soll JPC prinzipiell auf allen Geräten mit Java-Unterstützung laufen, also beispielsweise auch auf Mobiltelefonen. Innerhalb von JPC lassen sich beliebige x86-Betriebssysteme einrichten.
Die Forscher sehen JPC vor allem als Möglichkeit, um Software in einer sicheren Umgebung zu testen und so beispielsweise auch Viren und andere Schadsoftware zu analysieren. JPC emuliert die x86-Architektur und stellt auch virtuelle Geräte zur Verfügung, so dass sich beliebige Betriebssysteme wie DOS, Linux und Windows innerhalb von JPC installieren lassen. Zu beachten dabei ist natürlich die schlechtere Leistung. Das Projekt gibt die Geschwindigkeit mit 10 Prozent der vorhandenen CPU an.
Man könnte mit dem Geld auch etwas sinnvolles tun. Gegen Krebs ankämpfen. AIDS heilen. Aber nein, wir schreiben ein komplett nutzloses Programm.
Entschuldigung, aber was wollen die damit anstellen? Windows auf einem Handy? Brilliant! Software in einer sicheren Umgebung testen? Haaaalllllllo?!? Sind VMWare & Parallels an diesen Deppen der allerhöchsten Gütekategorie komplett vorbeigegangen? Wollen sie es viel langsamer emulieren, um den armen Informatikern den allerletzten Nerv zu rauben! Mann, geht ein Messer schlucken, ich kenne Informatiker, die rauchen genau wegen so Sachen nicht zwei Pack Zigaretten an einem Tag, sondern kommen durch zwei Feuerzeuge am Tag!
Ich habe mir (aus Faulheit) nie Gedanken zur Privatisierung der Unis gemacht, aber wenn es ein Argument dafür gibt, dann ist es dies. Absolut nutz- und sinnlose »Forschungsprojekte«, die irgendwelchen Nerds zur Profilierung dienen.
