Sonntag, 29. Januar 2006
Superheroes
In der Blogsphäre tobt gerade ein Kampf um den Liberalismus und wer sich liberal nennen darf (was mir egal ist: ihr könnt mich auch gerne rosaroter und fruchtig schmeckender Kriegstreiber, solange euch klar ist, wafür ich wirklich stehe). Es scheint als hätten wir Armut, Hungersnöte und Massenmorde aus der Welt geschafft, was uns Zeit für solches gibt.
Trotz allem, hier mein Vorschlag zur Aufteilung des LIberalismus:
- Freiheitskämpfer: Wir, jene, die notfalls auch Gewaltanwendung zur Befreiung einer ganzen Gesellschaft aus den Händen eines Diktators gut heissen.
- Freiheitsgeniesser: Sie, jene, denen ein Krater in Israel egal ist.
Zudem habe ich eine Hymne für uns, die Freiheitskämpfer gefunden. Es ist die neuste Single der deutschen Heavy/Melodic/Power/Fun-Metal Band Edguy, Superheroes:
We never cry for love
We’re superheroes
We are back where we belong
We never cry for pain
We’re superheroes
Indeed.

Montag, 30. Januar 2006, 22:34
Wo findet der Kampf denn statt? Dass er in französischen Blogs und Foren tobt, ist mir bekannt. Auch im deutschsprachigen Raum?
Montag, 30. Januar 2006, 23:05
ÜBERALL!!! Bei Euroneuzeit gibt’s einen guten Überblick zum Thema, von da aus findet sich dann der Rest. Martin S. Hagen, die FDOG und ich haben uns neben einigen anderen dran beteiligt, auf der anderen Seite fanden sich die Freiheitsfabrik, Liberty.li und Erzliberal.de.
Ich würde mal sagen, unsere Streitereien sind denen der K-Grüppler in ihren besten Zeiten in den 70er- und 80er-Jahren durchaus ebenbürtig. Erst macht man die eigenen Leute fertig, dann widmet man sich dem Gegner. Toller Plan, gell? ;-)
Donnerstag, 2. Februar 2006, 05:03
@Greg
“Es scheint als hätten wir Armut, Hungersnöte und Massenmorde aus der Welt geschafft, was uns Zeit für solches gibt.”
Man ist doch erstaunt, das zu lesen. Es scheint eine Parallelwelt zu existieren, die irgendwie anders aussieht als das, was ich kenne.
@Paul13
Da scheint auch eine gewisse Unklarheit bezüglich des Worts “Liberalismus” zu bestehen. Meiner Ansicht nach ist es von der Logik her sträflich, sich für gewisse Interessengruppen einspannen zu lassen und diese Richtung dann pragmatischerweise für “liberal” zu erklären, weil man gerade ohnehin keine scharfe Definition für den Begriff parat hat. Soll heissen: Es wird viel Geist verfeuert für anderer Leute Geldbörse.