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Freitag, 13. Januar 2006

Warum wir im Irak sind

Die aktuelle Debatte um den Irak-Krieg ist absolut sinnlos. Nein, es ist wahrscheinlich nicht wirklich eine Debatte, es sind mehr wild gegröhlte Parolen. Nicht dass dies eine Debatte verunmöglichen würde, denn heute beschränken sich die meisten von ihnen darauf, aber in dieser hört man zumindest in Europa nur die eine Seite brüllen. Das ist langweilig. Wirklich. Aber was kann ich dafür, dass getan wird als wäre es interessant und von irgendeiner Wichtigkeit? Alles was ich tun kann, ist ein wenig Unordnung in dieses Chaos, welches es in einer vernünftigen Welt nie gegeben hätte, zu bringen.

Fangen wir doch ganz vorne an. Das Lustige daran ist, dass es gleichzeitig das Ende ist: Die Massenvernichtungswaffen bzw. die Frage ob Bush gelogen hat. Er hat nicht. Ich flehe euch an, werdet fertig damit. Da gibt es schon die praktischen Einwände: Niemand der ungefähr weiss, was Verantwortung bedeutet, würde eine Armee basierend auf Lügen ausrüsten, d.h. ihnen Gas-Masken mitgeben. Krieg ist ein ernstes, lebensgefährliches Unterfangen und da ist einfach kein Platz für solche Scheisse. Und wenn man schon die ganze Welt zu überzeugen versucht, dass im Irak Massenvernichtungswaffen sind, würde es nicht Sinn machen, selber welche mitzubringen und verbuddeln, da man weiss, dass man sonst keine finden wird? Da ich aber das Gefühl habe, dass diese elementare Beispiele im verschwörungserfülltem Mindset der Europäer keinen Platz finden wird, folgendes: Die Einigkeit der Geheimdienste war überwältigend. Ja, sogar die Franzosen - die Franzosen! - glaubten an die Existenz solcher Waffen im Irak. Das sage nicht ich, sondern Lawrence Wilkerson, Colin Powells chief of staff, der heute wie sein Vorgesetzte die Rede vor der UN als Tiefpunkt der Laufbahn betrachtet (aber darauf besteht, dass sie einfach vorgetragen haben, was alle Geheimdienste glaubten) und ein grosser Gegner der Bush-Administration ist. Jener Rede, dessen Inhalt die Deutschen, die Franzosen und die Engländer schon im Vorhinein kannten und zustimmten. Wer ihm nicht glauben will, soll in den Nachrichtenarchiven suchen. Es ist wirklich zu hoffen, dass ein amerikanischer Präsident sich auf die Daten der Geheimdienste verlässt und nicht auf Bauchgefühle von Leuten wie Sean Penn oder Scott Ritter. Und nein, die Geheimdienste wurden nicht beeinflusst, die nicht-amerikanischen weil sie schlecht von den NeoCons beeinflusst werden können und die amerikanischen auch nicht weil dies mehrere unabhängige Untersuchungen bestätigt haben. Auch Jaques Chirac meinte sein guter Kumpel Saddam hätte Massenvernichtungswaffen. Wirklich. Natürlich könnte man einwenden, dass jeder Wahrheits-Kompass an anderes Ende braucht und der französische Präsident eben dieses ist, aber das wäre fies.

Die Allerdümmsten hierbei sind natürlich die Mitglieder der amerikanischen Democrats selber (und die sich auf ihre heutigen Aussagen stürzenden Europäer), die seit über einem Jahrzehnt allen zu erklären versuchen, dass der Schlächter von Bagdad Massenvernichtungswaffen besitzt und nun uns klar machen wollen, dass Bush in ebendiesem Punkt gelogen hat. Schon während den Clinton-Jahren war dies so und es sollte es bis zum Einmarsch im Jahre 2003 nicht ändern. Clinton Iraq 1998. Iraqi Liberation Act. Google It! Nancy Pelopsi, John Kerry, Ted Kennedy, Hillary Clinton, Al Gore. Sie allen sprachen von der Existenz der Massenvernichtungswaffen als wäre sie ein Fakt. Unter Clinton, aber auch unter Bush. Ihre Kampagne für die diesjährigen Senatswahlen wird sich wohl zumindest teilweise darum drehen und dieser Teil wird wohl besondere Aufmerksamkeit in Europa geniessen. Ihr Slogan müsste demzufolge lauten: »Vote Democrat! We’re even dumber than Bush.« Aber hauptsächlich ist dies ein Beweis dafür, dass die Massenvernichtungswaffen im Irak kein NeoConsches Hirngespinst waren.

Es sollte auch nicht unterschlagen werden, dass verschiedene weitreichende Untersuchungen zeigten (unter anderem jene von Duelfer und Kay), dass Saddam alles hatte, um die Entwicklung von Massenvernichtungswaffen nach dem Ende der Sanktionen wieder aufzunehmen. Und wir wissen, dass Saddam die UN aufkaufte wie es ihm gerade passte…

Hat Bush denn die Gefahr der Massenvernichtungswaffen übertrieben? Die Antwort auf diese oft erscheinende Frage besindet sich wohl ebenfalls in den drei vorhergehenden Paragraphen. Dennoch hatte ich mir gewünscht, dass Bush den Hauptgrund für die Unterstützung des Sturzes von Saddam Hussein seitens vieler Liberaler viel stärker betont hätte: Saddam musste weg - Waffen hin oder her. Doch war dies in unserer Welt leider unmöglich. Zum einen haben wir die UN: Da die Amerikaner allen geläufigen Behauptungen zum Trotz versuchten, die Herren vom Turtle Bay auf ihre Seite zu bekommen, war das Wort Demokratisierung eines, das man besser vermied. In einer Organisation, die sich rund zur Hälfte aus anti-demokratischen Kräften rekrutiert mit Demokratie für eine Resolution zu werben wäre wie Frauen mit dem Argument man habe Aids anzumachen. Das Herz der Europäer war so auch nicht zu gewinnen, wenn man voraussetzt, dass es überhaupt zu gewinnen war: Auf dem alten Kontinent herrscht der rassistische Glauben, dass nur wir Westler in der Lage sind unsere Regierungen selber zu wählen während die wilden Araber doch besser von einer harten Hand regiert werden. Dies scheint sich drei Wahlgängen mit riesiger Wahlbeteiligung nicht geändert zu haben. Und das amerikanische Volk selbst mag zwar wesentlich offener für »Freiheit für alle«-Idee sein, aber das Argument, dass ein anti-amerikanischer Tyrann sich mit Massenvernichtungswaffen der amerikanischen Geographie annehmen oder dies an Terroristen outsourcen könnte, dürfte für einen Texaner (leider) überzeugender klingen.

Oft verleugnet wird auch, dass sich Saddam mit sehr fragwürdigen Gestalten abgab. Und wie er das tat! Wir halten fest: Man muss nicht 9/11 mitorganisiert haben, um Terroristen zu unterstützen. (Obwohl es sehr interessant wäre, zu wissen, warum Hussain zwei Wochen vor dem 11. September sein Militär in höchste Alarmbereitschaft versetzte und wozu die Traningslager in der Nähe Bagdads dienten, in denen Terroristen beigebracht wurde, wie man Flugzeuge entführt.) Es hat sich in den Köpfen festgesetzt, dass Bin Laden und Saddam sich hassen würde. Eine Mär, die unter anderem von Europas Lieblingsphilosophen Michael Moore verbreitet wurde. Fakt ist aber, dass Bin Laden einmal im Irak anklopfte und Saddam ihm ein anderes Mal Asyl angeboten hatte, dieser aber ablehnte, weil er das afghanische Berggebiet für ein besseres Versteck hielt. Man sollte sich auch erinnern, wie der heute der Bush-Administration sehr feindlich eingestellte Richard Clarke vor Operation Enduring Freedom in Afghanistan warnte, dass Osama einen »Boogie To Baghdad« machen könnte. So viel Hass kann da nicht gewesen sein. Unvergessen sollten Uday Husseins Lobeshymnen auf die Anschläge auf die US-Botschaften 1998 bleiben in welchen er Bin Laden »islamischen Helden« nennt und dass Saddam einen Koran in seinem eigenen Blut geschrieben hatte um Gott zu danken, dass Er ihm viele Male das Leben gerettet hat und um Islamisten zu gefallen. So säkular kann die irre Familie in Bagdad nicht gewesen sein. Auch waren Vater und Söhne Hussein, eine der wenigen, die ihre Freude über 9/11 ungehemmt öffentlich zur Schau stellten. Ayman al-Zawahiri, 1998 zukünftige Nummer Zwei Al-Qaidas, wurde von Husseins Vize Ramadan sehr freundlich empfangen, verliess den Irak mit 300′000 Dollar und kurz darauf verschmelzte er seinen Islamischen Dschihad mit Bin Ladens Terrorgruppe. Abu Sayyaf, ein philippinischer Al-Qaida-Verbündeter bekannt für Entführungen und Köpfungen von Amerikaner, stand ebenfalls auf Saddams Payroll und der irakische Botschafter in Manila musste seinen Hut ziehen, als seine Al-Qaida-Verbindungen aufflogen. Abdul Rahman Yasin, der Chemiker des WTC-Anschlages von 1993 fand Unterschlupf im Irak, wo er ein Haus und ein monatliches Salär erhielt. Sarkawi, der heute wahllos irakische Zivilisten umbringt, ist nicht etwa im Irak aufgetaucht, weil er die Schmach, welche die Ungläubigen über den Irak brachten, nicht ertragen konnte, sondern er floh verletzt aus Afghanistan als die Taliban fielen und Hussain liess ihn ins beste Spital des Irakes (auf Grund dieses Spitals wurde übrigens desöfteren behaupt, der Irak hätte das zweitbeste Gesundheitssystem der Welt - dass nur Hussains Entourage zu diesem Zugang hatte, schien keinen zu interessieren) einlieferen. Zarkawi war schon damals in Jordanien auf Grund von »terroristischer Aktivitäten« zum Tode verurteilt und gesucht. Aus dem Irak, wo er Camps unterhielt, organisierte er die Ermordung des amerikanischen Diplomaten Lawrence Foley in Jordanien. Die Bitte nach einer Auslieferung seitens des jordanischen König wurde von Hussein ignoriert. Der Schlächter von Bagdad unterstützte palästinensische Selbstmordattentäter zuerst mit 10′000 US-Dollar und ab 2002 mit 25′000. Die Popular Front for the Liberation of Palestine, die mit dem schwarzen September von 1970 berühmt wurde half er zu gründen und unterstützte sie finanziell. Die Palestinian Liberation Front ebenso. Die Hamas unterhielt »Büros« in Bagdad. Abu Nidal, der über 200 Menschen und 600 Verletzte in 20 Ländern auf dem Gewissen hat, befand sich - Saddam wusste das - im Irak bevor er sich 3 Jahre nach seiner Ankunft umbrachte. Khala Khadr al-Salahat, der verdächtigt wird die Lockerbie-Bombe entwickelt zu haben, lebte ebenfalls in Saddams Irak. All dies ist wahrscheinlich nicht alles. Der Irak war schon immer ein Zufluchtsort für Terroristen. Jene die behaupten, die Invasion hätte den Terror erst in den Irak gebracht und Saddam nie etwas mit Terroristen zu tun gehabt hätte, haben wohl eine sehr interessante Definition von Terror.

Doch der Hauptgrund für den Sturz Saddams waren seine Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Es ist eine Schande, dass er so lange an der Macht bleiben konnte und es eines Texaner bedurft hat, um ihn zu entfernen. Fast schon eine Kleinigkeit in seiner Grausamkeit ist die Austrocknung der Sümpfe im Süden, womit er rund 100′000 Menschen ihren Lebensunterhalt wegnahm und ihnen so das verweigerte, womit ihre Väter während Jahrhunderten lebten. Dass man mit einer ständigen Angst leben musste, nicht wissend ob man heiraten konnte oder Uday die Frau zuerst beanspruchen würde, nicht wissend ob man nicht zufällig irgendwo etwas falsches gesagt hatte, was einen die Zunge kosten könnte oder auch die ganze Familie, ist so grausam wie wir uns das nicht vorstellen können, aber im Anbetracht des Folgenden fast gar nichts: Mit chemischen Waffen brachte er 5′000 Iraner ausserhalb der Kampfhandlungen des Irak-Iran-Krieges um. In Halaja starben 1988 5′000 bis 7′000 Kurden - rund 1/7 der Stadtbevölkerung - bei einem ähnlichen Angriff. Die Zahl der Verletzten wird auf 20′000 bis 30′000 geschätzt. Chemical Ali brachte während den Anfal-Kampagnen zwischen 50′000 und 100′000 Kurden um, schätzt David J. Scheffer, U.S. War Crimes Ambassador unter Clinton. Menschenrechtsgruppen schätzen diese Zahl auf 180′000. Als die Amerikaner unter Bush dem Vater auf Grund der UNO Saddam Hussein in seiner Macht bestätigten, brachte dieser zwischen 30′000 und 60′000 Schiiten und Kurden um. Die Tötung, Folter und Vergewaltigung von politischen Widersachern und deren Familien. Auf diese Weise verschwanden moderaten Schätzungen zufolge mindestens 300′000 bis 400′000 Menschen. Das sind Zahlen, die nur von dem Massaker in Ruanda, PolPot, Stalin, Mao und dem Holocaust gesteigert werden können. Diese Zahlen sind nicht verhandelbar, sie alleine waren Grund genug Saddam von der Macht zu entfernen - und zu hoffen, dass uns eines Tages verziehen wird, so lange gewartet zu haben. Wenn wir, wie einige die Diktaturen überdurchschnittlich viele Rechte einräumen wollen behaupten, das Völkerrecht gebrochen haben um Saddam in ein Erdloch zu treiben, so be it.

Weitere sehr positive Konsequenzen, die im vorhinein teilweise nur erhofft werden konnten, des Krieges sind: Die Aufdeckung des grössten Skandals in der Geschichte der Vereinten Nationen. Gaddafis Kapitulation vor Bush & Blair. Die riesigen Gewinne für die grösste Minorität ohne Staat im Nahen Osten, die Kurden. Der Wunsch nach Wahlen im gesamten Nahen Osten, ganz speziell im Libanon, als die Menschen der Region zum ersten Mal Araber ihre Regierung wählen gehen sahen.

Doch das ist eine Debatte, die eigentlich spätestens Anfang 2003 hätte beendet sein müssen. Die eigentliche Diskussion hätte nämlich nicht sein sollen ob wir Saddam entfernen wollen, sondern wie. Und hier hatten die Kriegsbefürworter leider ein Monopol. Die Kriegsgegner gingen in Millionen auf die Strassen, aber keiner von ihnen hatte einen Plan, wie man Saddam sonst loswerden könnte. Selbst wenn alle oben aufgeführten Argumente für jemanden nicht genug sind (und ich wiederhole: Es gibt keinen einzigen Grund die Verbrechen gegen die Menschlichkeit nicht als valides Argument zu sehen), bringt uns das ewige Stellen der immer selben Frage, nämlich warum sind wir dort, auch nicht weiter. Denn ob man nun für oder gegen den Krieg war, die Realität wurde spätestens am 20. März 2003 geschaffen. Wir sind dort. Mit all den Fehlern.

Die Iraker haben sich in aller Öffentlichkeit und in aller Gefahr zum neuen Irak bekannt indem sie an die Urnen gegangen sind. Wir sollten das respektieren. Wir müssen aufhören zu fragen warum wir den Irakern helfen, sondern anfangen uns zu fragen wie wir ihnen helfen können. Schliesslich haben sie die gleichen Feinde wie wir.

25 Kommentare zu “Warum wir im Irak sind”

  1. Sir Winston sagte:

    Schöne Zusammenfassung! Ich gebe Dir in allen Punkten Recht, davon abgesehen, daß wir doch gar nicht im Irak sind.
    O.K., Du und ich, die wir uns als Teil der freien Welt unabhängig von Nationalitäten sehen, wir sind, zumindest moralisch, im Irak.
    Aber ich als Deutscher, Du als Schweizer, da haben wir leider mit der Schmach zu leben, uns, als Bestandteile unserer Staaten, jeglicher Verantwortung entzogen zu haben!
    Obwohl, Du als Pole wiederum…

  2. Cologne sagte:

    Brilliant, hätte man nicht besser schreiben können!

  3. Guerreiro sagte:

    Eine sehr gute Analyse, Danke.
    Hoffentlich können die “Anderen” auch lesen.

  4. S1IG sagte:

    @Greg
    Sehr gut!

    @Guerreiro
    Es wird keine Frage des ‘können’ sein - die “Anderen” wollen wie so oft dies nicht lesen. :-(

  5. claw sagte:

    Ich schliesse mich den anderen an: Sehr schöne Zusammenfassung. Allerdings: kannst du die eine oder andere Quelle mal angeben? Nicht, dass ich nicht glaube was du geschrieben hast, es wäre einfach mal interessant zu wissen woher du einige Infos hast. Zum Bsp. diesen Satz:

    “Abdul Rahman Yasin, der Chemiker des WTC-Anschlages von 1993 fand Unterschlupf im Irak, wo er ein Haus und ein monatliches Salär erhielt.”
    woher weiss du das? rein interessehalber…

  6. eric sagte:

    Sehr guter Artikel!! :-)

  7. claw sagte:

    oder z.B. : woher weisst du, dass Saddam OBL Asyl angeboten hat ?
    würd schon gerne wissen woher du diese infos hast

  8. Greg sagte:

    http://www.nationalreview.com/york/york200407230835.asp
    http://www.usatoday.com/news/world/iraq/2003-09-17-iraq-wtc_x.htm

  9. Caro sagte:

    Sind wir mit der nigerianischen Regierung einverstanden?
    Und wann bomben wir endlich China in die Demokratie? Die würden sich sicher auch freuen.

  10. Rummy sagte:

    Wie Yousef-Yasin-K.S. Mohammed, das 1. und das 2. WTC Attentat und der Irak zusammenhängen.
    Ramzi Ahmed Yousef oder Ramzi Mohammed Yousef (Ramzi Yusuf, Ramzi Youssef)
    alias Najy Awaita Haddad, Paul Vijay, Adam Sali, Adam Adel Ali, Adam Khan Baluch, Doctor Adel Sabah, Doctor Richard Smith.
    Yousefs Vater, und der Vater von Khalid Shaikh Mohammed, sind Brüder. Yousef ist also der Neffe von Khalid Sheikh Mohammed.
    Im verlauf des Jahres 1992 reiste Yousef in die USA mit einem irakischen Reisepass.
    Er traf sich in New York City mit Abdul Rahmin Yasin (wie Yasin dem CBS News Reporter Lesley Stahl in einem Iraqischen Regierungsgebäude nahe Baghdad am 23. Mai 2002 mitteilte. Stahl’s Report wurde in der Sendung 60 Minutes, am 2. Juni 2002 gesendet).
    Yasin, alias Abdul Rahman Said Yasin, alias Aboud Yasin, Abdul Rahman S. Taha, Abdul Rahman S. Taher
    war ein Mitglied des irakischen Geheimdienstes, und war mit einem irakischen Pass über Jordanien in die USA gereist.
    Yasin und Yousef hatten sich in Jersey City in der Wohnung von Musab Yasin, dem Bruder Abduls, einquartiert.
    Über den in Jersey City ansässigen Hassprediger Sheikh Abdelrahman nahmen sie Kontakt zu Mohammad Salameh und El Sayyid Nosair auf. Im laufe des Jahres vertelefonierte Salameh von seinem Mobiltelefon mehr als 4000 USD in Telefongesprächen zu Nummern in Baghdad/Irak. Yousef und Yasin erwerben später eine weitere Wohnung.
    Im Jänner 1993, an seinem letzten Tag im Amt, ordert G. H. W. Bush die Zerstörung des Zaafaraniya Nuclear Fabrication and Industrial Complex in der Nähe von Baghdad an, die Anlage wird mit Marschflugkörpern der US Navy zerstört.
    Im Februar 1993 mietete Yousef mit Salameh einen Ryder Van. Gemeinsam mit Yasin (der dir Sprengmittel besorgte) setzten sie sich an die Arbeit eine 600kg schwere Bombe zu bauen.
    Vier Kartonboxen wurden in den Van geladen, jede einthielt Papiersäcke mit einer Mischung aus Harnstoffpellets, Schwefel- u. Nitratsalzen, Aluminium und Magnesium. Dazu wurden Gasflaschen mit Wasserstoffgas und Nitroglyzerinbehälter geladen, die mit Atlas Rockmaster Zündkappen versehen waren. Mit vier 6m langen Zündschnüren wurden die Zünder verbunden, was etwa 12 min. Zeit erlaubte sich vom Tatort zu entfernen. Zusätzlich platzierte Yousef Behälter mit Cyanidgas im Van.
    Am 26. Februar 1993, dem Jahrestag der Befreiung Kuwaits (vom 24-26./27. Februar wurde die Operation Desert Storm mit der Bodenkampagne Operation Desert Sabre beendet, am 26 Februar vetrieben die Koalitionskräfte die Irakischen Streitkräfte aus Kuwait), fuhren die Täter den Van in die Tiefgarage des WTC. Der Plan war dass die Bombe einen Turm direkt zum Einsturz bringen würde, und in weiterer Folge auch der 2 Turm irreparabel beschädigt werden sollte.
    Um 12:17 P.M explodierte die Bombe, mit einem Druck von mehr als einem GPa, riss dabei 4 Stahlbetondecken der Tiefgarage 30m weit auf. Es war dies die bis dahin stärkste Bombenexplosion die das FBI je untersuchte. 6 Menschen wurden getötet, über 1000 verletzt.
    Mohammad Salameh wurde gemeinsam mit Abdelrahman und sieben Mitwissern rasch gefasst.
    Yasin und Yousef entkamen.
    Abdul RahmanYasin reiste nach Baghdad, er ist bis heute im Irak.
    Ihm wurde von der irakischen Regierung eine VIP Residenz zugewiesen, sowie eine Monatliche “Pension”.
    Ausserdem wurde Yasin unter den Schutz der Regierung gestellt, und daher nie ausgewiesen.
    Er gab stolz mehreren TV Stationen und anderen Medienvertretern bis in Jahr 2002 Interviews (z.B. CBS News Reporter Lesley Stahl in einem Iraqischen Regierungsgebäude nahe Baghdad am 23. Mai 2002 mitteilte. Stahl’s Report wurde in der Sendung 60 Minutes, am 2. Juni 2002 gesendet).
    Nachdem ebenfalls im Frühjahr 1993 ein Anschlag auf den Expresidenten George H.W. Bush vom irakischen Geheimdienst aus durchgeführt wurde, reißt Präsident Clinton dir Geduld. Das Hauptquartier des irakischen Geheimdienstes wird mit Marschflugkörpern bombardiert.
    2003 wurde im Rahmen der Operation Iraqi Freedom auch Yasins Residenz bei Tikrit gestürmt. Es fanden sich Dokumente die seine Verbindung zur Regierung und dem Irakischen Geheimdienst bestätigten. Von Yasin selbst fehlt seit damals jede Spur. Abdul RahmanYasin gehört zu den 10 meistgsuchten Terroristen der Welt, und er wird nach wie vor im Irak vermutet.
    Ramzi Yousef flüchtete nach dem WTC Attentat nach Pakistan. Er nahm dort noch im gleichen Jahr an einem versuchten Attentat an Benazir Bhutto teil.
    1994 baute er in Bangkok eine Bombe in einem Minivan, die der New Yoker Bombe bis aufs Haar glich. Sie sollte bei einem Bombenanschlag auf die Israelische Botschaft verwendet werden. Der Van kollidierte bei der Fahrt zur Botschaft mit einem Motorradfahrer, der Anschlag scheiterte dadurch.
    Yousef flüchtete abermals.
    Jetzt plante er einen “Riesencoup”, den sogenannten Oplan-Bojinka. (nach dem Slangwort Bo-Jin-ka für großen Knall oder Explosion).
    Diese Operation beinhaltete ein Bombenattentat auf den Papst Johannes Paul II am 15 Jänner 1995, gefolgt von 11 Flugzeug - Bombenattentaten am 21. Jänner, gefolgt von einem Selbstmord Flugzeuganschlag in Washington oder Virginia am 22. Jänner.
    Yousef plante das Attentat sorgfältig, und baute eine Reihe an Bomben sowie Testbomben. Am 1. Dezember 1994 testete er eine kleine Bombe unter dem Sitz eines Theaters, um zu sehen wie Sitze durchschlagen werden. Am 11. Dezember hinterliess er nach einem Flug nach Cebu eine kleine Testbombe in einem Flugzeug der Phillipine Airlines (er schmuggelte die Bombe in zwei Teilen an Board, einen Teil versteckte er in einem hohlen Schuhabsatz, den zweiten Teil in einem Kontaklinsenreinigungsset).
    Die Bombe hatte ein Zehntel der Stärke der geplanten Einsatz-Bomben. Er stellte den Timer auf 4 Stunden. Die Bombe explodierte auf einem Flug von Manila nach Tokyo, wobei sie einen Passagier (Herrn Ikegami aus Japan) tötete, und 10 weitere verletzte. Die B-747/200 konnte erfolgreich notlanden.
    Dannach trainierte Yousef 20 Leute um das J.P.II. Attentat auszuführen. Ein falscher Geistlicher sollte eine Bombe unter dem Gewand tragen, und Johannes Paul II bei der Begrüssung töten.
    Dann baute Yousef mit seinem Komplizen Abdul Hakim Murad für jedes Flugzeug Attentat eine von ihm sogenannte Mk.II Bombe. Die Bomben bestanden aus je 20 ml Nitroglyzerin, 22 ml Schwefeliger Säure, Nitrobenzen, Silbernitrat und Aceton. Die Zünder waren Glühlampendrähte, 9V Batterien, und Casiodigitaluhren.
    Folgende Flüge wurden als Ziel ausgewählt:
    UA806: Hong Kong - San Francisco; NW30: Manila - Seoul - Los Angeles; DL59: Portland, OR - Seoul - Taipei - Bangkok; NW6: Manila - Tokyo - Honolulu; UA808: San Francisco - Seoul - Manila; sowie weiter UA Flüge nach Tokyo, Singapur, Hongkong und Portland. insgesamt sollten 11 Flugzeuge gesprengt werden. Der Attentäter sollte jeweils den Sprengsatz an Board verstecken, und bei einer Zwischenlandung das Flugzeug verlassen.
    Der Plan Missglückte:
    Am 6. Jänner entzündete Abdul Hakim Murad irrtümlich Chemikalien in seiner Küche. Der Brand kam der Feuerwehr & Polizei verdächtig vor, und schon bald war klar dass eine Bombenwerkstatt entdeckt wurde. Murad gab bei der Polizei in Manila (nach Folter) alles zu, und Dokumente über das Attentat wurden auf Computern und CDroms sowie Disketten gefunden.
    Yousef gelang abermals die Flucht.
    Er flog wieder nach Pakistan, um von dort aus einen neuen Bojinka Plan durchzuführen. Er baute die gleichen MkII Bomben noch einmal, und wollte sie an Board von UA und NW Flügen in Bangkok bringen. Da er gesucht wurde, übertrug er den Auftrag die Bomben zu platzieren an den Südafrikansichen Muslim Istaique Parker.
    Kurz vor der Aufgabe der Koffer in Bangkok überkam aber Parker das schlechte Gewissen. Er gab die Koffer nicht auf, sondern flog unverrichteter Dinge nach Pakistan zurück, und ließ die Koffer in Bangkok stehen.
    In Pakistan erleichterte er sein Gewissen bei der US Botschaft, verlockt durch die 2 Mio. USD Belohnung die auf die Ergreifung von Yousef standen. Die Informationen Parkers erwiesen sich als Korrekt, und Yousef wurde von Spezialagenten aus den USA und Pakistanischen Polizisten im Su-Casa Guest House in Islamabad festgenommen.
    Yousef wurde nach New York in U-Haft geflogen. 1996 wurde er und Murad zu lebenslanger Haft für den Oplan Bojinga veruteilt, 1997 Yousef dann für die Haupttäterschaft im WTC Attentat.
    Ramzi Yousef verbüsst eine lebenslange Haftstrafe ohne Aussicht auf Begnadigung, und befindet sich im Supermax-Höchstsicherheits - Bundesgefängnis in Florence / Colorado.

    Ramzi Yousefs Onkel, Khalid Shaikh Mohammed, traf sich 1996 mit dem Terroristen Abu Hafs al Masri (alias Mohamed Atef) in Afghanistan, um einen neuen Bojinka-ähnlichen Plan zu besprechen. Diesmal sollte, wie 1993, wieder das WTC Ziel des Angriffs sein (mit Flugzeugen wie in Bojinka), sowie das Kapitol und oder das Weisse Haus.
    Gleichzeitig sollten Ziele in London und Melbourne angegriffen werden.
    Abu Hafs al Masri zeigte sich von dem neuen Plan begeistert, und besprach diesen Plan mit seinem Schwiegervater Osama Ibn Ladin in Tora Bora. Diese versprachen Rekruten für den neuen Plan zu finden.
    Kahlid Mohammeds Cousin Ali Abdul Aziz Ali versprach die Finanzierung durchzuführen.
    1999 wurden die jungen in Deutschland lebenden Araber Atta al Sayed, al-Shehhi, Jarrah, Bahaji, and Binalshibh die eigentlich nach Tschetschenien reisen wollten von al Masri überredet doch mit nach Afghanistan zu kommen. Dort sollten Sie an einem noch geheimen neuen Plan teilhaben. Nach ihrer Ausbildung kehrten sie nach Deutschland zurück, meldeten ihre Pässe als verloren, um den Visaeintrag aus Afghanistan auszulöschen. Dannach flogen sie in die USA, wohnten in Florida, und nahmen Flugunterricht (bis zur Berufspilotenlizenz) sowie Selbstverteidigungsunterricht. Sie besorgten sich Material wie AOMs, CBTs, usw. für B-727, 757/767 und 747, sowie Fullflight Simulatorstunden.
    Am 2. Juni 2000 reiste Mohammed Atta nach Prag.
    Was er dort machte ist nicht bekannt, einen Tag später reiste er wieder nach Florida.
    Der Grund der Reise nach Prag ist unbekannt.
    Im weiteren Lauf des Jahres versuchte Atta ein Sprühflugzeug in Florida zu kaufen, der Kauf kam nicht zustande da der Verkäufer Atta für unseriös hielt. Was Atta mit dem Flugzeug vorhatte ist unbekannt.
    Irgendwann zwischen 7. und 11. April 2001 reiste Atta wieder für einen Tag nach Prag.
    Am 8. April 2001 beobachteten Beamte des Tschechischen Nachrichtendienstes BIS Ahmed Khalil Ibrahim Samir al-Ani, einen Angestellten der Botschaft Iraks in Prag. Dieser war ein bekanntes Mitglied des irakischen Geheimdienstes, und Stand unter Verdacht einen Terroranschlag zu planen (vermutlich auf den Sender von Radio Free Europe). Bei dieser Oberservation wollen die Beamten erkannt haben dass Ahmed Khalil Ibrahim Samir al-Ani sich mit Mohammed Atta al Sayed getroffen hat, und dieser ein Kuvert an Atta al Sayed übergab. Stanislav Gross, Innenminister von Tschechien bestätigte diese Meldung des BIS. In jüngerer Zeit wurde diese Meldung des BIS als unwahrscheinlich oder unrealistisch bezeichnet, der tschechische Nachrichtendienst steht aber bis heute zu dieser Darstellung. Die Beamten erklären an Eidesstatt, sie hätten Atta al Sayed erkannt.
    Am 11. April war Atta wieder in Florida, und lieh einen Wagen aus. Am 21. April 2001 wurde Ahmed Khalil Ibrahim Samir al-Ani in den Irak abgeschoben und sein Diplomatischer Status einseitig von der Tschechischen Republik aufgehoben, da er ein nicht dem Diplomatischen Dienst angemessenes Verhalten zeigte (d.h. er wurde der Spionage und des Terrorismus bezichtigt).
    Im Laufe des Jahres 2001 erhielten Marwan al Shehhi und Mohammed Atta al Sayed ca. 50000 USD von Ali Abdul Aziz Ali überwiesen.
    Am 11. September 2001 wurde der geplante Anschlag in New York und Washington durchgeführt.
    Abu Hafs al Masri alias Mohamed Atef wurde bei einem US Angriff auf sein Haus nahe Kabul am 16. 11. 2001 getötet.
    Im September 2002 wird Ramzi Bin al Shibh in Karachi festgenommen, Khalid Shaikh Mohammed wird am 3. März 2003 in Rawalpindi festgenommen. Beide befinden sich in US Haft, vermutlich im Camp Delta der U.S. Naval Station Guantanamo Bay / Kuba. Ali Abdul Aziz Ali wurde in den UAE festgenommen, und befindet sich an einem nicht bekannten Ort in Haft.

  11. Paul13 sagte:

    @ Caro

    China müssen wir nicht in die Demokratie bomben. Zumindest nicht, solange wir das bei den kleinen Schurkenstaaten notfalls zu tun bereit sind. Wenn die Chinesen keine Bauern mehr im Spiel haben, wechseln sie früher oder später freiwillig ins Lager der Demokratien.

    Aber Gnade uns, wenn die dortige KP in 15 oder 20 Jahren glaubt, daß sie das Spiel weiter auf die faschistische Variante gewinnen kann, weil immer noch genügend Irre wie die Mullahs oder Kim Jong Il da sind, die man gegen uns einsetzen kann. Dann wirst Du Dir wünschen, daß man damals lieber zehn Tyrannen zuviel als einen zuwenig zum Teufel gejagt hat.

  12. Bella sagte:

    Ein sehr schöner Aufsatz, sehr logisch.

  13. Robin Renitent sagte:

    Hervorragend geschrieben. Das ist genau der Aufsatz den man ausdrucken muss um ihn den Freunden, Bekannten und Nachbarn zu zeigen die uns immer so anschauen, wenn wir mit diesen Argumenten kommen. Ich fürchte aber, daß auch das nichts helfen wird. Die Stimmung bei gesellschaftlichen Zusammenkünften ist ohnehin immer im Eimer wenn das Thema auf diese Zusammenhänge kommt. Und die Bereitschaft sich mal aus dieser Perspektive zu nähern eher gering.

    Aber auch für meine nordamerikanischen Nachbarn ist der Artikel ein Gewinn. Er zeigt nämlich, daß es in Europa noch einige kühle Köpfe gibt die nicht von Antam-Viruus infiziert sind.

    Also, Lernfähigkeit ist nicht zu erwarten. Auch den Irren von Teheran wird man verklären, jeden Versuch ihn zu stoppen als amerikanische Aggression brandmarken. Die ersten Versuche dazu gibt es schon. Nur die, die Bedrohung des Kommunismus real empfunden haben, also wenigstens etwas über 50 sind oder aber im sowjetischen Hegemonialbereich lebten oder Zugang hatten, wissen, daß man Genickschussakrobaten nicht mit verstehendem Verhandeln stoppen kann. Freiheit gibt es nicht umsonst. Sie muss verteidigt werden, solange man noch dazu kommt!

  14. Frank sagte:

    Respektable Ansicht, die ich aber nicht vollständig teile. Jedenfalls insofern:

    1. Zitat: “Die Massenvernichtungswaffen bzw. die Frage ob Bush gelogen hat. Er hat nicht.”
    Du verschleierst da aus rethorischen Gründen leider den Gegenstand der ganzen Aufregung: Ob jemand sagt,
    -er glaubt (!), es gibt Massenvernichtungswaffen, kann es aber aufgrund der fehlenden eindeutigen Belege nicht belegen oder
    - er weiß (!), es gibt Massenvernichtungswaffen, weil er über absolut eindeutige Belege verfügt,
    ist wohl der eintscheidende Unterschied. Bush hat die zweite Variante gewählt, obwohl er nur guten Gewissens der ersten Variante hätte anhängen dürfen. Das war unlauter.

    2. Zitat: “Niemand der ungefähr weiss, was Verantwortung bedeutet, würde eine Armee basierend auf Lügen ausrüsten, d.h. ihnen Gas-Masken mitgeben.”

    Dass Saddam bereits Giftgas verwendet hatte in der Vergangenheit, ist doch unstrittig. Deshalb natürlich auch die Gasmasken. Was soll das beweisen bezüglich der Existenz von Atomwaffen, die doch im Mittelpunkt der Diskussionen standen? Zudem gilt auch hier natürlich: von der Wahrscheinlichkeit von Massenvernichtungswaffen auszugehen und daher Vorkehrungen zur Sicherheit der Soldaten zu treffen ist das eine. Das vermeintliche WISSEN (!) über die Existenz dieser Waffen vollmundig zu propagieren, ist das andere - und macht eben den entscheidenden Unterschied.

  15. luke sagte:

    Caro schrieb:
    > Sind wir mit der nigerianischen Regierung
    > einverstanden?

    Nein. Aber wir können nicht überall sein. Und schon gar nicht gleichzeitig.

    > Und wann bomben wir endlich China in die Demokratie?

    Glaubst Du wirklich, daß wir das können?

  16. Kalista sagte:

    Was soll diese ewige Diskussion über Massenvernichtungswaffen und die daraus entstandenen Lügen? Genug
    Jeder (USA, Frankreich, England, Deutschland, etc..) hat gewusst, welche Waffen in den letzten 30 Jahren an Saddam geliefert worden waren. Die Lieferscheine waren vorhanden.
    Selten hat man eine solche geballte Scheinheiligkeit seitens der Regierungen von Frankreich/Deutschland/Russland und Konsorten erlebt.
    Was die Mainstreammedien angeht, kann man nur schallend über ihre heuchlerische Haltung lachen.
    Jedoch die wahren Gründe für den amerikaschen Feldzug haben wir noch nicht erfahren, auch in dem Text von Greg Grabinski.
    Aufklärung findet man eher bei Gunnar Heinsohn in versch. Artikeln wie:
    http://www.wams.de/data/2004/10/24/350618.html

  17. El Brute sagte:

    Mein Kompliment. Glänzende Analyse

  18. A.K.F.L. sagte:

    Es ist schon ein wenig schizophren: Einerseits, ist doch die USA für den Iran der ”grosse Satan” und der Erzfeind schlechthin,aber auf der anderen Seite haben praktisch alle Aktionen der Amerikaner nach dem 11.September nur den Iranern genutzt.Die Taliban,die ein halbes dutzend iranischer Diplomaten abschlachtete, was die Mullahs nicht gerade erfreut hat,wurden beseitigt.

    Saddam Hussein wurde im Irak vom Sockel gestossen, was die arabisch-sunnitische Dominanz in diesen Breitengraden nach ca. 800 Jahren beendete.Jetzt haben wir im Irak natürlich Spitzendemokraten a la Yoda Sistani oder Al Hakim ,herzlich unterstützt vom Irakischem Zweig der iranischen Hisbollah.
    Man kann nicht oft genug betonen,dass es ein strategischer Fehler war, Saddam zu stürzen ,da die Iraner fast vollständig in dieses Vakuum hineinstossen,durch schiitische Bande.

    Deswegen kann sich Herr Achmachmerdjihad auch Verbalattacken und Unverschämtheiten en masse leisten, ohne auch nur ein Haar dafür gekrümmt zu bekommen.Wenn Dick Cheney sagt,dass der Iran einer der grössten Sponsoren des Terrorismus ist,ohne militärisch etwas dagegen zu unternehmen, dann lacht sich der Ayatollah den Turban vom Kopf.

  19. Stephan sagte:

    Salut…

    Wäre nett, wenn Du Deine Thesen mit Quellen untermauern könntest. Mir persönlich ist das alles etwas zu einseitig…

    Wenn’s danach ginge, Völker von “bösen Regimen” zu befreien, hätten wir schon lange den 3. Weltkrieg…

  20. A.K.F.L. sagte:

    Die Quellen sind zu finden bei http://www.baztab.com
    Fernsehsender wie Al Arabija. Al Djasira, Jam-e Jam

    Aber Kamelfickernetworks sind für euch Plutos ja eh unseriös.

  21. Frank sagte:

    “Aber Kamelfickernetworks sind für euch Plutos ja eh unseriös.”
    Gehts noch unseriöser, als solche Plattheiten rauszuhauen? Genauso unseriös, wie willkürlich Grüppchen zu bilden a la “euch Plutos”, wenn mal nicht 100 % zugestimmt wird.

  22. A New European » Medien im Wunderland sagte:

    […] Ich war natürlich schockiert, denn ich dachte die US-Medien wären gleichgeschaltet und niemand hinterfrage den Präsidenten. Ich dachte nur die brillianten Abschreiber aus Hamburg könnten dies. Warum ist die Frage also eine Lüge? Es gab drei Hauptgründe für den Krieg: Die Massenvernichtungswaffen, die Terror-Verbindungen und die Befreiung des Landes von Saddam. (Ich würde gerne noch einmal festhalten, dass der Letzte alleine für mich Grund genug gewesen wäre.) Befreit von Hussein wurde das Land, die Terror-Verbindungen sind keine Frage des obs, sonder eine Frage des wie gross und die Massenvernichtungswaffen sind vielleicht in Syrien, wenn nicht, dann hat Saddam alles in seiner Macht stehende gemacht, damit wir glauben, er hätte welche. […]

  23. A New European » We shall never surrender sagte:

    […] Warum Amerika im Irak ist, Greg B. Grabinski. […]

  24. Freunde der offenen Gesellschaft » We shall never surrender sagte:

    […] Warum Amerika im Irak ist, Greg B. Grabinski. […]

  25. Fangen wir doch ganz vorne an-- EX-BLOND sagte:

    […] Greg Grabinski klärt auf: “Warum wir im Irak sind” - […]

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