Too Cool for Internet Explorer

Dienstag, 31. Januar 2006

Spiel mir das Lied vom Tode

Die Entwicklung, auf welche ich immer verzweifelt hingewiesen, scheint nun offiziell zu sein. Einerseits weil sie ein wichtiger Teil von den Freitagspredigten ist, anderseits weil sie selbst dem Spiegel aufgefallen ist.

Die Sunniten wenden sich von Sarkawi ab und schwören ihn aus dem Land zu jagen. (Oh ja liebes Syrien, es wäre sehr weise ihn nicht aufzunehmen…) Dies hätte zur Folge - wenn es ihnen gelingt, doch das sollte es, weil sie seine grössten Unterstützer waren - dass die Anschläge gegen die Zivilbevölkerung abnehmen werden und sich die Lage beruhigen wird, was wiederrum dazu führen wird, dass die Amerikaner sich zurückziehen werden und der innerirakische Widerstand, der von ebendiesen sunnitischen Clans ausgeht keine Existenzgrundlage haben wird und sie keine Wahl haben werden als am politischen Prozess teilzunehmen (an welchem sie eigentlich schon jetzt teilnehmen, folgen sie doch bloss den Forderungen seitens Bagdad, mit Sarkawi zu brechen).

Wenn diese Clans es also Ernst meinen, dann ist es das gewesen, meine Freunde. Wenn Sarkawi und seine notgeilen Kämpfer nicht mehr aktiv sind, werden keine Zivilisten mehr umgebracht, nicht einmal Polizeirekruten. Dann können unsere Boys & Girls nach Hause kommen. Dann brauchen wir nur noch die irakischen Sicherheitskräfte auszubilden und zusehen, dass die demokratischen Strukturen bestehen bleiben. Dann, meine Freunde, haben wir innerhalb von drei Jahren allen Pessimisten und Rassisten zum Trotz eine historische Heldentat vollbracht: Einen der schlimmsten Massenmörder der Geschichte, der Stalin und Hitler bewunderte durch die erste arabische Demokratie ersetzt, in der Sunniten, Schiiten und Kurden zusammenleben.

I told you so.

Wie die Welt glaubt, wie Amerika sie sieht

Meine Mutter kennt mich einfach und schickte mir heute folgendes.

Es hat mich prächtig amüsiert. Danke Mom :)

Sonntag, 29. Januar 2006

Superheroes

In der Blogsphäre tobt gerade ein Kampf um den Liberalismus und wer sich liberal nennen darf (was mir egal ist: ihr könnt mich auch gerne rosaroter und fruchtig schmeckender Kriegstreiber, solange euch klar ist, wafür ich wirklich stehe). Es scheint als hätten wir Armut, Hungersnöte und Massenmorde aus der Welt geschafft, was uns Zeit für solches gibt.

Trotz allem, hier mein Vorschlag zur Aufteilung des LIberalismus:

  • Freiheitskämpfer: Wir, jene, die notfalls auch Gewaltanwendung zur Befreiung einer ganzen Gesellschaft aus den Händen eines Diktators gut heissen.
  • Freiheitsgeniesser: Sie, jene, denen ein Krater in Israel egal ist.

Zudem habe ich eine Hymne für uns, die Freiheitskämpfer gefunden. Es ist die neuste Single der deutschen Heavy/Melodic/Power/Fun-Metal Band Edguy, Superheroes:

We never cry for love
We’re superheroes
We are back where we belong
We never cry for pain
We’re superheroes

Indeed.

Victory comes closer

Die irakischen Streitkräfte werden immer kräftiger und werden die Kontrolle über die Provinzen Al Anbar (die mit Abstand unischerste Provinz für US-Truppen: 1/3 der US-Soldaten starben dort), Diwaniah und Wasit wie auch in der Stadt Mosul übernehmen. Das führt unter anderem dazu, dass die Amerikaner in den letzten 2 Monaten 20% ihrer Truppen abziehen konnten.

Augenblick des Grauens

And I will love you, baby - Always
And I’ll be there forever and a day - Always
I’ll be there till the stars don’t shine
Till the heavens burst and
The words don’t rhyme
And I know when I die, you’ll be on my mind
And I’ll love you - Always

Ich bin für die bleibenden Schäden nach der Besichtigung dieses Bildes nicht verantwortlich.

Freitag, 27. Januar 2006

Nation with Balls

Despite persistent disillusionment with the war in Iraq, a majority of Americans supports taking military action against Iran if that country continues to produce material that can be used to develop nuclear weapons, a Los Angeles Times/Bloomberg poll has found.

The poll, conducted Sunday through Wednesday, found that 57% of Americans favor military intervention if Iran’s Islamic government pursues a program that could enable it to build nuclear arms.

Wichtige Information

Die Bundesregierung hat einen ersten Kontakt zu den Entführern der beiden deutschen Ingenieure im Irak. Inzwischen gibt es auch erste Hinweise auf die Kidnapper: Dem Nachrichtensender al-Dschasira zufolge gehören sie einer islamistischen Extremistengruppe an.

Das ist gut zu wissen, denn ich dachte schon, dass die militanten Katholiken des Iraks wieder am drohen seien.

Donnerstag, 26. Januar 2006

Mohammed mochte kleine Kinder

Und ich will nur in einer Gesellschaft leben, in der ich dies sagen darf. Deshalb schliesse ich mich den Jungs von der Gegenstimme und Politically Incorrect, mit welchen ich durchaus schon Differenzen hatte, an und sage es mit dem Antibürokratieteam: »Die Freiheit von Jyllands-Posten ist auch meine Freiheit!« Die Karikaturen kann ich leider nicht veröffentlichen, da ich gerade ein bisschen zu beschränkt bin um den Wordpress-Bilder-Upload zu reparieren, aber ihr wisst, was ich meine und wo ihr sie finden könnt und dass ich sie unterstütze.

Ich will trotzdem einwerfen, dass ich das nicht für besonders mutig halte, sondern einfach für notwendig.

Julie Roberts

Ich möchte mich ausdrücklich bei der Gegenstimme bedanken, dass sie mich per Website auf diese Zauberstimme hingewiesen haben. Wir mögen Differenzen haben, aber das macht alles wett!

Wortwahl

Dick Marty, der Tessiner, sagt, Menschen seien »entführt, ihrer Freiheit und aller Rechte beraubt und zu verschiedenen Zielen in Europa gebracht worden,« wo sie dann gefoltert worden wären. Beweise für CIA-Geheimgefängnisse hat er keine. (Quelle der Aussage ist eine AP-Pressemitteilung.)

Ehm, ähh, hallo? Ist jemand zu Hause? Ernsthaft: IST JEMAND DA? Kann mir bitte jemand erklären, wie man beweisen kann, dass Misshandlungen geschahen ohne dass man auch nur ungefähr weiss, wo dies geschah? Oder heisst dies, dass europäische Staaten folterten? Was aber auch erstaunlich wäre, denn Europäer sind bekanntermassen allen ziemlich deutlich überlegen. Was soll der Irrsinn also?

Überhaupt, wieso sollte der CIA Gefängnisse in Europa unterhalten? Wieso? Es macht einfach keinen Sinn. Sollte die Existenz solcher Folter-Gefängnisse tatsächlich bewiesen werden, gehören die Verantwortlichen doppelt bestraft: Wegen der Folter und wegen Staatsverrat! Wieso Europa wenn man dies in Afghanistan, im Irak oder auf einer einsamen Insel in der Karibik machen könnte? (Den Vogel schiesst HRW ab: Gefangene seien aus Afghanistan nach Polen geflogen worden um gefoltert zu werden! Wie viele Drogen müsste man genommen um auf so etwas zu kommen?) Wieso auf einem Kontinent, der so austickt bei solchen Geschichten? Man muss wirklich kein Genie sein um sich zu sagen, dass wenn man schon sowas krummes dreht, man es besser nicht in Europa tut.

Auch ein Wort zu den europäischen Medien. Eine amerikanische Zeitung, ja, eine aus dieser gleichgeschalteten US-Medienwelt, veröffentlichte diese Anschuldigungen als Erste. Sollten sich ihre Anschuldigungen also bestätigen, hättet ihr Gefängnisse vor euerer Haustüre übersehen. Investigative Reporting at its best! Wenn nicht, habt ihr euch an die angeblich gleichgeschalteten angeschaltet. Kudos!

Was mich aber wirklich anpisst ist die Wortwahl: »entführt, ihrer Freiheit und aller Rechte beraubt.« Man würde glauben, es handle sich um Ghandi höchstpersönlich. Es waren Terroristen verdammt noch einmal, die brauchen nun wirklich nicht kein Mitleid, sondern sollten glücklich sein, dass wir genug weit entwickelt sind um uns von Gesetzen leiten zu lassen und nicht von irgendeinem Gottesrecht wie sie, nach welchem wir sie wohl an die Wand stellen könnten.

Ps.: Irgendein Tessiner sollte einmal bitte untersuchen wie die Franzosen und Spanier mit unschuldigen Einwanderern umgehen…

MP3-Steuer

Ab März 2006 müssen Hersteller von digitalen Speichermedien (Festplatten, Flash-Speicher, etc.) eine Abgabe von 47 Rappen pro Gigabyte in Audio-Playern und 35 Rappen in Audiovisions-Geräten an fünf Urheberrechtsgesellschaften zahlen. Und zwar als Entschädigung für private Kopien auf diesen Medien.

Ich habe Copyright-Gesetze (und die meisten anderen eigentlich auch) nie verstanden, aber das heisst doch, dass Kopien jetzt plötzlich wieder legal sind, oder? Und was soll eigentlich so eine Präventiv-Steuer? Obwohl, vielleicht ist dies keine so schlechte Idee, wenn sie richtig angewandt würde: In Europa könnte man zum Beispiel eine Extra-Steuer auf Bücher von Michael Moore und Konsorten verlangen, welche dann verwendet würde um psychologische Anstalten für schwere Fälle zu unterhalten.

Sonntag, 22. Januar 2006

Bestätigung

Es geht im Politikforum um den Iran. Es fallen folgende Sprüche: »Welche ein unreflektiertes Gefasel!«, »Meine Meinung: grenzdebiler Kommentar eines Hetzers und Hasspredigers, nichts weiter. Man braucht nicht jede Manifestation verbaler Exkremente zu beachten.«, »Stupidity at its best«. Was eigentlich nicht falsch wäre, wenn es gegen den irren Führer aus dem Iran gerichtet wäre, aber sie zielen auf mich. Das ist natürlich sehr, sehr gut für mein Ego, denn welch besseres Lob gibt es als ein deutsches Politik-Forum in Rage, aber gleichzeitig bestätigt es auch, dass meine Forderung nach einer Therapie wirklich nicht unangebracht war und nicht als reine Polemik anzusehen ist. Auch interessant: Diese Helden glauben tatsächlich, dass Iran ein guter Kumpel Europas ist und ergo Atomwaffen haben sollen (»Wehren? Seit wann hat der Iran Frankreich oder Deutschland bedroht? Es ist eher so, dass der Iran vom Westen bedroht wird.Sterben für Israel? Nein!«).

Gute Nacht, liebes Deutschland.

Samstag, 21. Januar 2006

Fortschritt im Irak

»Do not be afraid. I bring you good news of great joy that will be for all the people.« - Luke 8:11

Folgende Nachrichten aus dem Irak waren wohl bei uns nicht so weit verbreitet, da sie kein Blut beinhalten.

Die Resultate der Wahlen sind da.

An alliance of Shiite religious parties won the most seats in Iraq’s new parliament but not enough to rule without coalition partners, the election commission said today. Sunni Arabs gained seats over previous blloting.

Th Shiite United Irqi Alliance captured 128 of the 275 seats in the Dec. 15 electio,dwn from the 146 itwon in January 2005 balloting, said commission official Safwat Rashee. It needed 138 to rule without partners.

A Sunni ticket, th Iraqi Accordance Front, won 44 seats. Another Sunni coalition headed by Saleh al-Mutlq finished with 11 sets, Rasheed aid. A few other Sunnis won seats on other tickets.

That will give the Sunni Arabs a bigger voice in the legislature thn they had in the outgoing assembly, hich includedonly 17 from the community forming the backbone of the insurency. Many Sunnis had boycoted the January vote.

Im Klartext heisst dies, dass religiöse (und nicht blinde, dem Iran unterworfene Fanatiker) Schiiten die meisten Stimmen erhalten haben. Alles andere wäre auch ein bisschen komisch gewesen in einem Land, dessen Bevölkerung sich mehrheitlich aus religiösen Schiiten zusammensetzt. Es heisst auch, dass die Sunniten begriffen haben, dass sie in der Minderheit und sie niemals zu einer Mehrheit zurückfinden werden, aber an der Regierung teilnehmen müssen, um nicht ganz von der Bildfläche zu verschwinden. Und für die, die an einen Gottesstaat Irak glauben: Der einflussreichste Ayatollah im Irak, Sistani, verbrachte eine Zeit im iranischen Exil und mochte den Gottesstaat ganz und gar nicht. Desweitern war er einer von jenen, die am meisten Druck auf die Amerikaner ausübten, um die ersten Wahlen so früh wie möglich abzuhalten.

Auch verlieren die Sunniten immer mehr ihre Angst vor Sarkawi und verstehen, dass sie sich am neuen Irak beteiligen müssen.

For almost a week, American and Iraqi troops had prepared for this moment. Working through rainy days and nights, they had laid out wire, put up blast walls and established sniper positions against another attack.

Now all they could do was wait.

After a suicide bomber killed two U.S. troops and scores of Iraqi recruits outside these factory gates a week earlier, would local Sunni Arabs come back to sign up for police jobs or would they stay away?

A little after 1:30 p.m. Thursday, Qassan Ashar Ali and his brother Omar made their way past three checkpoints, two bomb-sniffing dogs and an X-ray truck, and became the first recruits to enter the glass factory in Ramadi after the recent bombing.

Behind them were at least 225 young Sunni men, many carrying bags containing clean clothes, toiletries and pictures of loved ones for their trip to the police academy in Baghdad.

“We’ve been scared for a long time,” said 24-year-old Ali. “We’ve had enough.”

Das verdient allergrössten Respekt.

Und in der grössten Provinz des Iraks, in welcher 1/3 der gefallenen, amerikanischen Soldaten starben, sollen jetzt die amerikanischen Truppen, durch Lokale ersetzt werden.

Dar Alhayat newspaper has learned (from Walid Alhilli) that Iraqi Prime Minster Al Jafari has agreed to replace U.S. forces spread throughout Anbar province with locally enlisted forces. This agreement was drafted in a meeting between tribal leaders, Aljaafery, the U.S. Ambassador Khalil Zad and commander of the multi national forces General George Casey. The agreement was reached in a meeting last Sunday in the province. The local tribal leaders committed to expelling the foreign fighters and isolating the local Alqaida network lead by Zarqawi.

Das heisst, dass immer mehr irakische Truppen einsatzbereit sind und vor allem jene in Anbar genug von Sarkawi haben, was zu immer weniger Terroristen führen wird, was zu einem friedlicheren Irak führen wird. 2006 könnte ein gutes Jahr werden.

Öko kills

Allein in Deutschland sterben Jahr für Jahr mehrere Hundert Babys am plötzlichen Kindstod. Dresdner Mediziner haben jetzt einen möglichen Grund gefunden: Öko-Matratzen, die weniger gasdurchlässig sind als andere Produkte.

Und bei mir war es bloss das Bauchgefühl, das mir sagt ich solle unbedingt die Finger von dem ganzen Bio/Öko-Unsinn lassen. Ich glaube mein Bauchgefühl hat etwas gut.

Ps.: Falls es noch Idioten gibt, die Bio-Mlich kaufen: Sie ist bestenfalls gleich gut wie normale Milch, also lasst es sofort.

Freitag, 20. Januar 2006

Liebe Nachbarn

Meine verehrten, geliebten, deutschen Freunde, ihr braucht, als Nation, psychologische Betreuung. Es ist ein Schritt, der bitter nötig ist. Dass ihr im Anbetracht der letzten Aussagen euerer demokratisch gewählten Repräsentaten nicht als eine Einheit aufsteht und sie erlegt, zeigt wie bitter dies nötig ist. Ihr seid anscheinend sehr abgestumpft, aber vielleicht noch zu retten, doch eueren Politikern hilft keine Therapie der Welt. Keine. Eine Atombombe könnte in Berlin einschlagen und sie würden den Feuerball als moderne iranische Kunst betrachten und sie würden zusehen, dass nichts eskaliert.

Hätte mir jemand gesagt, ich würde eines Tages den französischen (!) Präsidenten (!!) Jacques Chirac (!!!) verteidigen, ich hätte ihn auf der Stelle zum Mond geschossen. Ich war überzeugt, keine Folter dieser Welt könnte schlimm genug sein, um mich so weit herunter zu bringen. Aber euere Politiker haben es geschafft. Ich sage nicht, sie seien einfache Folterknechte, nein, ich ziehe meinen Cowboy-Hut und verbücke mich: Sie sind grosse Meister dieses Faches. Selbst Saddam erscheint nicht mehr so bestalisch: Die Augen ausgestochen bekommen und somit solchen Schwachsinn nicht mehr lesen können, erscheint wie eine Erlösung.

Alles was der schmierige Franzose, der Kumpel Saddams, gesagt hat war, dass die Franzosen nicht auf ihren Ärschern sitzen bleiben würden, falls man sie oder einen Verbündeten angreifen würde und dass sie ihre Nuklearwaffen nicht nur besitzen um Greenpeace zu ärgern, sondern auch um sie militärisch zu verwenden. Dass war natürlich überraschend, da es sich mit militärischen Drohungen seitens Frankreich etwa so verhält wie Yeti-Sichtungen: Sie sind sehr selten und meistens lächerlich, zumal jeder weiss, dass selbst unsere schweizer Kiffer-Armee am jedem 14. Juli jede beliebige französische Stadt ausser Paris einnehmen könnte, da an diesem glorreichen Tage das gesamte französische Militär an einer Parade in der Hauptstadt teilnimmt. Doch was zum Teufel wollen wir mit einer französische Stadt?

Die deutschen Politiker sind ausser sich: »Unglücklich« sei es, dass Frankreich sich wehren wolle, da die EU3 gerade verhandelt (und glaubt, dass sie etwas erreichen wird, jetzt wo der Iran so nah am Ziel ist und die EU3 über Jahre hinweg verarscht hat), meinte der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Eckart von Klaeden. »Zum jetzigen Zeitpunkt nicht akzeptabel« war die Aussage Chiracs laut SPD-Außenpolitiker Rolf Mützenich. Anscheinend ist das Androhen von Gewalt ein Privileg, welches nur den verrückten Mullahs zusteht. Wir müssen das akzeptieren und bloss nicht versuchen ihnen ein wenig von ihrer eigenen Medizin zurückgeben, denn dass wäre das einzige, was sie unter Umständen verstehen würden, aber das wollen wir nicht. Ausserdem, so der SPD-Mensch, dürfen Atomwaffen nicht zu einem »sicherheitspolitischen Instrument« gemacht und durch sie müsste keine »Drohkulisse« geschaffen werden, denn wie gesagt, wir haben Atomwaffen um die Greenpeace anzupissen (was eigentlich ein brillianter Nebeneffekt ist). FDP-Aussenexperte (was auch immer das ist, es hat keine Ahnung) Werner Hoyer meint, es wäre eine »gefährliche rhetorische Eskalation« gewesen, die die Mullahs in Teheran nicht zum Verzicht auf ihr »Waffenprogramm« bewegen werde. Aber Reden wird diese kinderfickenden Fanatiker zur Vernunft bringen. Ihre Kindheit war schwer, da kann es vorkommen, dass man ein Land von der Landkarte fegen will. FDP-Parteichef Guido Westerwelle forderte Bundeskanzlerin Merkel auf, Chirac anzurufen und ihn »zur Zurückhaltung zu ermuntern«. Und ich bin der Meinung, dass Leute, die in dem betreffenden Land schon längst gehängt worden wären, weil sie Männer ficken, sollten die Klappe halten oder zumindest einmal fordern, dass wir das Regime schnellstmöglich vom Erdboden verschwinden lassen. Doch er hört nicht auf mich: »Es wäre deshalb zu begrüßen, wenn die Bundeskanzlerin in einem Telefonat mit Chirac, die Wogen glätten und das ‘Prinzip der Deeskalation’ hoch halten könnte.« Vielleicht sollte er einmal in Teheran anrufen und sagen, dass sie sich auch ein klein wenig daran beteiligen könnten. Vielleicht könnten sie als Zeichen einer möglichen Heilung anstatt »Death To America« »Cancer To America« brüllen. Und wenn sie in der Zwischenzeit keine Mörder auf ihn ansetzen, könnte er ja weitertelefonieren. »Ich bin überzeugt, dass das die Welt nicht sicherer macht,« sagte Trittin. Also macht es die Welt sicherer. Danke, Jürgen, Leute wie dich brauchen wir, Du bist ein prima Kompass. SPD-Außenpolitiker Gert Weisskirchen hättet ihr, liebe Deutsche, als ersten dran nehmen sollen: »Sie zielen auf die Psyche der grande nation,« gab dieser zu Protokoll. Was heisst denn das? Dass man eine Grande Nation sein muss, um eher nicht in einem verdammten Feuerball enden zu wollen? Wieso das dann? Die Linksfraktion macht klar, dass sie die Hosen schon unten hat und darauf wartet, gefickt zu werden: Sie fordert »Frankreich von der abenteuerlichen Wende in seiner Politik abbringen.« Wehret euch bloss nicht! »Der deutsch-französische Publizist Alfred Grosser beklagt die Nichtinformation der Verbündeten durch Frankreichs Staatschef: ‘Das ist eine schlechte Pariser Tradition.’« Wenn man sich so ansieht, in welchem Geisteszustand sich die Verbündeten gerade befinden, ist dies vielleicht ganz gut so. Zuerst die Therapie, erst dann wird mitgespielt.

Frankreich hat euch, liebe Deutsche, die weisse Fahne übergeben. Kein Krieg, nirgends, schon gut, wir haben verstanden. Aber lasst wenigstens andere sich wehren.

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