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Freitag, 25. November 2005

Sarkawis grösster Fehltritt

Was schon im Irak nicht funktioniert, um Unterstützung der Bevölkerung oder Regierung zu gewinnen, pisste seine Hoheit in Jordanien noch mehr an.

King Abdullah II named his security chief as prime minister to launch “all-out war” on Islamist militants while bringing in reforms, two weeks after the deadly hotel bombings that rocked Jordan.

Maaruf Bakhit, 58, a former ambassador to Israel who was appointed just last week as national security chief, has been named to replace Adnan Badran, prime minister for only seven months.

The revamp, announced by a high-ranking official, comes after the triple bombings in Amman on November 9 that killed 60 people and were followed by a number of changes in top security and palace staff.

King Abdullah said the new cabinet’s mission would be “to wage all-out war against extremist groups and their ideology,” in a message to Bakhit. “This requires the urgent introduction of an anti-terrorist law.”

Badran, who has been premier only since April but has been hammered in opinion polls, handed in his resignation to the king, while Bakrit is expected to form his new cabinet in the next few days.

“Bakhit is a reformist. He is convinced that Jordan must forge ahead with changes to protect itself,” a senior official told AFP.

2 Kommentare zu “Sarkawis grösster Fehltritt”

  1. Anonymus sagte:

    Anscheinend funktioniert es im Irak doch, wie es der bereits heute verlinkte Bericht aufgezeigt hat. Oder warum reisst der Nachwuchs der Bombenbauer nicht ab oder warum wird Zarkawi nicht verraten?

  2. Olaf Petersen sagte:

    Weniger ein Kommentar, denn als Ergänzung:

    Direkte Kritik am Königshaus ist ein Tabu in der jordanischen Presse, so auch Kritik an den bilateralen Abkommen mit Israel. Öffentliche Kritik erfolgt deshalb indirekt, indem man etwa das Los der Palästinenser beklagt und verlangt, der König möge noch mehr unternehmen, es zu bessern.

    Während seiner Amtszeit liess Saddam Hussein ausserdem grosse Druckaufträge seiner Ministerien (z.B. Schulbücher, Massendrucksachen) an jordanische Verlage vergeben - die jordanische Presse revanchierte sich damit, dass sie Saddam als einzigen wirklichen Freund der Palästinenser feierte.

    Es ist wirklich sehr fragwürdig, imho, was die ‘arabische Strasse’ in Jordanien wirklich über Zarqawi denkt. Die Proteste und Demonstrationen nach dem letzten Anschlag nehme ich nicht all zu ernst.

    Man sollte vielleicht einmal prüfen, wie die Tendenz in der jordanischen Presse derzeit wirklich ist: Erkennt sie die neue Regierung in Baghdad ausdrücklich an, berichtet sie positiv über die die neuen bilateralen Beziehungen Jordaniens mit dem Irak? Oder schweigt sie sich darüber eher aus und überzeichnet stattdessen das Leiden der Zivilbevölkerung unter der Okkupation im “Land der zwei Flüsse”?

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