Donnerstag, 28. Juli 2005
Umwelt oder Kyoto?
Die USA, weltgrößter Verursacher von Treibhausgasen, sind mit ihrer Ablehnung des Kyoto-Protokolls zum Klimaschutz zuletzt arg in die Defensive geraten. Jetzt will Washington gemeinsam mit Australien, China, Indien und Südkorea ein eigenes Klimabündnis schmieden.
Der australische Umweltminister Ian Campbell sagte, Canberra und Washington hätten in den letzten zwölf Monaten eine Vereinbarung ausgehandelt, die auch die wirtschaftlich rasch wachsenden Entwicklungsländer mit einbeziehe.
Ja, auch wenn dies die Kyoto-Gröhler kaum interessiert, dies wäre - ähm, wie war das Wort noch einmal? Jetzt hab ich’s - vernünftig! Wenn man die zukünftigen Hauptverschmutzer nicht miteinbezieht, dann kann man alle Abkommen in die Windräder schmeissen (und hoffen, dass diese nicht umfallen)…
Die oppositionelle Labour-Partei rief die australische Regierung auf, das Kyoto-Protokoll umgehend zu ratifizieren. Das neue Bündnis sei wertlos.
Wahrscheinlich weil es die drei Hauptverschmutzer beinhalten würde. Meinen die Labours (und Greenpeace selbstverständlich)dies tatsächlich ernst? Oder ist ihr Anti-Reflex schon so ausgeartet, dass sie meinen, dass obwohl sie eine Minderheit repräsentieren (bzw. ganz ungewählt im Falle der Greenpeace), alle ihren Wünschen nachkommen müssen? »Seien wir realistisch, fordern wir das Unmögliche,« sagte einer von ihnen einmal… Ticken diese Leute immer noch so? Hängen sie denn an der Umwelt oder doch viel mehr an ihrem Abkommen? Wenn man die Wahl zwischen Nichtstun und einem alternativem Bündnis hat, wieso einen dritten Weg verfolgen, der sowieso nie zu Stande kommen wird? Traurig…

Donnerstag, 28. Juli 2005, 12:16
Glaubst du wirklich den Worten der US-Regierung, das beste für die Umwelt tun zu wollen? Offiziell versprechen sie den Co2-Ausstoss reduzieren zu reduzieren. Aber dann wird in Alaska (weiss auch nicht mehr genau wo) ein Naturschutzgebiet aufgehoben, um dort nach Öl zu bohren.
Donnerstag, 28. Juli 2005, 19:32
@sam
Was stellst Du da denn für einen hanebüchenen Zusammenhang her?
Wieso sollte ich denn MORGEN kein Öl fördern, nur weil ich LANGFRISTIG den CO2-Ausstoß senken will? Ich kann soviel Öl fördern wie nie zuvor und trotzdem weniger CO2 emittieren, wenn ich es langsamer verbrenne.
Oder geht es Dir um das Naturschutzgebiet? Es ist Schwachsinn, ein Umweltschutzgebiet ausgerechnet dort auzuweisen (oder bestehen zu lassen), wo es der Förderung von Bodenschätzen im Weg ist. Denn mit den hieraus gewonnenen Erträgen kann man an anderer (billigerer) Stelle ein Vielfaches bewirken. (Z.B. eine vielfach größere Fläche zum Naturschutzgebiet erklären).
Mal ganz abgesehen von diesen Erwägungen ist keineswegs unstrittig, daß es überhaupt sinnvoll ist, weltweit Milliarden von $ für die Reduktion vermeintlicher Treibhausgase auszugeben, so lange Millionen von Menschen an so lächerlichen Krankheiten wie Malaria und Durchfall sterben.
Siehe:
http://www.oekologismus.de/index.php/archives/2005/07/14/mit-dem-besten-anfangen-nicht-mit-kyoto/
Donnerstag, 28. Juli 2005, 19:42
“…eine vielfach größere Fläche zum Naturschutzgebiet erklären…”
Wäre eine Möglichkeit, aber wird kaum gemacht.
Ich wollte nicht die beiden Sachen (Öl Förderung und CO2 Ausstoss) vergleichen. Ich wollte einfach sagen, dass oft zur gleichen Zeit (in der die Senkung des CO2 beschlossen wird) etwas anderes geschädigt wird. So wie du auch auf die Krankheiten hingewiesen hast.
Ich denke das es auch nicht der Staat alleine schafft, den Ausstoss von Schadstoffen zu reduzieren. Es ist auch das normale Volk, welches umdenken sollte. (Weniger Auto, isolierte Häuser, usw…)
Donnerstag, 28. Juli 2005, 19:43
P.S. danke für den Link
Donnerstag, 28. Juli 2005, 19:50
Sam,
ach ja, ich vergass die US-Weltverschwörung, in welcher die Amis ein Ding sagen und danach das Gegenteil tun. Eins ihrer Ziele ist die Umwelt zu zerstören, aber das Hauptziel ist es, Leute wie dich anzupissen; Das ist nicht nur einfach, sondern auch höchst unterhaltsam.
Weisst Du eigentlich, dass die Kyoto-Länger sich meilenweit vor ihren Vorhaben befinden und die pöhsen Amis mindestens gleich schnell, wenn nicht schneller die Emissionen abbauen? Mal ganz abgesehen davon, dass Davids letztem Satz sehr viel Wahrheit steckt…
Donnerstag, 28. Juli 2005, 19:55
“Weisst Du eigentlich, dass die Kyoto-Länger sich meilenweit vor ihren Vorhaben befinden…”
Ja, zum Beispiel die Schweiz. Aber hier wird nun ein Klimarappen eingeführt. Ich sage nicht dass dies Sinn macht, ich habe mich noch nicht mit der Sache beschäftigt. Aber so wird wenigstens die Bevölkerung in das Problem involviert.
-> “Es ist auch das normale Volk, welches umdenken sollte.”
Donnerstag, 28. Juli 2005, 20:07
Umdenken nützt nichts, Umerziehen und Umverteilen ist die Lösung.
Die meisten Leute fahren z.B. allein in einem Auto das vier Sitzplätze bietet. Würde der Staat Singles nur Mopeds erlauben, würde das die Umwelt entlasten.
Natürlich würde das nur die Neuzulassungen betreffen, aber wenn man unnötige fahrten verbietet und eine entsprechende Umerziehungskampange startet könnte das dafür sorgen das Aufmerksame Mitmenschen ihre Nachbarn anzeigen wenn diese eine unnötige Fahrt machen.
Auf die Art wäre es leicht das Kyotoprotokoll einzuhalten, und Kyoto ist ja nur der Anfang.
Donnerstag, 28. Juli 2005, 22:32
@sam
“Ich sage nicht dass dies Sinn macht, ich habe mich noch nicht mit der Sache beschäftigt.”
“don’t guess - understand it” überschreibst Du Deine Seite. Oder mit Dieter Nuhr: “Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten!”
Freitag, 29. Juli 2005, 15:06
Ich kann dieses Gequatsche über den CO2-Ausstoß im Zusammenhang mit Kyoto nicht mehr hören !
CO2-Produktion ist für meine Begriffe keine Umweltverschmutzung !
CO2 ist ein völlig harmloses Gas, das Mensch und Tier ausatmen, und lebenswichtiger Baustein beim Wachstum von Pflanzen, die es zu diesem Zweck aus der Luft aufnehmen.
Umweltverschmutzung ist was anderes:
Ungeklärte Abwässer, ob Fäkalien oder Chemie, in Flüsse und Meere zu leiten etwa China ist unangefochtener Weltmeister in der Beziehung. Umweltverschmutzung ist auch die Luftverunreinigung etwa durch Dieselruß. Oder das wilde Ablagern oder gar Abfackeln von Müll.
Etc.
Die wirkliche, reale und fortschreitende Umweltverschmutzung, ja Zerstörung, die weltweit stattfindet, verlieren die selbsternannten Ökokrieger von Kyoto vollkommen aus dem Blick mit ihrer hysterischen Fixiertheit auf das CO2-Gespenst - eine Problematik, die nur in ihren Köpfen existiert.
Das macht mir Sorgen
Der einzig nennenswerte Unterschied zwischen den Abgasen eines Chevy Suburban und denen eines Polo FSI liegt übrigens in der Quantität, nicht in der Qualität.
Auch wenns eigentlich nicht interessiert, aber weil die CO2-Fritzen ja doch nicht ihrem Kult abschwören werden:
Die USA sind mit ihren riesigen Wäldern, Steppen und Agrarflächen auch ein gewaltiger CO2-Vernichter - schon mal darüber nachgedacht ?
Der allg. Luftstrom der Stratosphäre weht von China über die USA, und nach neuesten Messungen nimmt im Laufe dieser Reise der CO2-Gehalt dieser Luft sogar noch ab anstatt zuzunehmen, wie man es erwarten würde.
Samstag, 30. Juli 2005, 00:30
CO2 ist harmlos reagiert in der Luft aber zu 03 das wiederum sehr radikal ist und die Ozonschicht angreift. Co2 ist auch keine Bedrohung für die Umwelt solange es genug Pflanzen gibt welche dieses umwandeln können. Hier lässt sich ganz einfach erkennen das dies nicht mehr im Loot steht, denn der CO2 Ausstoss ist explodiert, während immer mehr Grünflächen verschwinden.
http://www.greenfacts.org/de/klima-wandel/l-3/klima-wandel-2.htm
Sonntag, 31. Juli 2005, 12:42
“”"”"”"”"”"Anonymus sagt:
Samstag, 30. Juli 2005, 00:30
CO2 ist harmlos reagiert in der Luft aber zu 03 das wiederum sehr radikal ist und die Ozonschicht angreift.”"”"”"”"”"”"”"
Du willst mich wohl für dummverkaufen, was ?!
O3 ist Ozon — wie soll Ozon also die Ozonschicht angeifen ?!
Bilde Dich mal ein wenig, wikipedias Ozon-Eintrag wär ein guter Start:
“Ozon ( chem. Formel O3 ) bildet sich in der Atmosphäre vor allem auf drei Arten:
* Energiereiche Sonnenstrahlung spaltet Sauerstoff-Moleküle in der Stratosphäre in zwei einzelne Atome, die sich jeweils mit einem weiteren Sauerstoff-Molekül zu Ozon vereinigen.
* In Erdnähe bildet sich Ozon aus einer Reaktion zwischen Stickstoffdioxid NO2 und Sauerstoff O2 unter dem Einfluss von UV-Strahlung.
* Durch ein Gewitter. Dieses lässt bei seiner Endladung (Wolke mit Erde) durch den elektrischen Strom Ozon entstehen (aber auch Salpetersäure und andere Stoffe).
Grundsätzlich ist Ozon in der Stratosphäre erwünscht, weil es dort das schädliche UV-Licht der Sonne absorbiert (siehe Ozonschicht). In Erdnähe ist es jedoch als Umweltgift unerwünscht, insbesondere bewirkt die lokal sehr unterschiedliche Ozonbelastung Reizungen der Atemwege, erhöhte Korrosion und Baumsterben.”
Also, was lernen wir daaraus ?
Ozon bildet sich in Erdnähe aus NO2, nicht CO2 !
CO2 hat mit Ozon gar nichts zu tun !
Dienstag, 2. August 2005, 15:17
@ sam, Anonymus
greg arik axel_bavaria, verschwnedet nichts an sie, den wie der Talumd schon sagt “gegen dummheit haben wir kein mittel”. also einfach ignorieren, die trolle…
Montag, 5. September 2005, 23:20
Opfer des Hurricanes Katrina
Mit Entsetzen sieht man die Bilder der Zerstörung. Man kann nur allen Menschen das beste Wünschen um das Leben und die Zerstörung wieder in Griff zu bekommen.
Es erfolgt auch hoffentlich ein Umdenken in der Bush Regierung denn nur der Glaube an Gott ist kein Argument um solche Umweltkatastrophen zu verhindern - Kyoto Beitritt von den USA schon … Bernd