Montag, 13. Juni 2005
Es war einmal eine Menschenrechtsorganisation
Amnesty International scheint ihr Ziel zu erreicht haben. Nach dem mittlerweile berühmten Gulag-Vergleich wurden die neuen Mitgliederschaften bei der Organisation verdoppelt und man erhielt fünfmal mehr Spenden als üblich. Wie überraschend. Der Direktor von Amnesty USA, William Schulz, bestätigte dies auch indrekt bei Fox News, wo er erklärte, dass er nie dieses Interview geben dürfte, hätte Irene Zubaida Khan nie die Gleichstellung von Guantanamo und den Gulags geäussert. Auch sie selbst meinte, man wollte einfach eine »starke Message« senden, fügt aber im gleichen Atemzug dann doch nach, dass Guantanamo die grössten Menschenrechtsskandale wachruft.
Guantanamo soll also ein Gulag unserer Zeit sein. Dann leben wir in ausserodrendlich guten Zeiten, denn ich bin bereit, mein letztes Hemd darauf zu verwetten, dass jeder einzelne der 25 Millionen Häftlinge der Soviet-Gulags, ohne zu zögern Guantanamo gewählt hätte, wenn sie denn bloss die Möglichkeit gehabt hätten. Doch diese Gelgenheit gab ihnen leider niemand und so wurden sie systematisch geschlagen, bei inhumanen Bedingungen irgendwo in Sybiren arbeiten gelassen und in den Tod getrieben. Grösstenteils waren es politische Gefangene, Autoren, Dissidenten. Unschludige also, welche zudem noch dem Soviet-System als Arbeitssklaven dienen mussten.
Dagegen sitzen in Guantanamo ungefähr 600 Häftlinge, von welchen die meisten im Kampf, auf Grund von engen Kontakten zur Al-Quida oder weil sie Mitglieder von der Terror-Organisation waren festgenommen wurden. Also ganz und gar nicht unschuldig. Auch zum Arbeiten zwingt sie niemand. Die Haftbedingungen sind so abartig wie sie oft beschrieben werden nicht. In seinem Buch Inside the Wire über die sechs Monate in Guantanamo, welche er als Unteroffizier der US-Armee dort verbrachte, beschreibt er unter anderem die Zellen. Jede hatte ein auf geringer Höhe installiertes Abwaschbecken um es den Häftlingen leichter zu machen, sich vor dem Gebet die Füsse zu waschen. Fünfmal am Tag wurde zu ebenjenem gerufen, die Biblothek(!) in Guantanamo beass unzähle Jihad-Bücher und in jeder Zelle befand sich ein auf Mekka zeigender Pfeil. Leuten, die aktiv gegen die USA kämpften und auch vor hatten, amerikanische Bürger umzubringen, solches zu gewähren, zeugt von allem möglichem und unmöglichem, aber nicht von religiöser Intoleranz oder Respektlosigkeit gegenüber dem Glauben der Insassen.
Da hilft all das Geschrei um die Fälle der Koran-Misshandlung nichts. Vier Fälle, weit entfernt von dem Herunterspülen eines Buches in einer Toilette. Bei 1600 heiligen moslemischen Büchern, welche nicht-moslemische Soldaten übrigens nur mit Handschuhen anfassten und für welche ein Netz in jeder Zelle montiert wurde, damit diese nicht auf dem Boden liegen mussten, gibt dies nicht genug Stoff für einen Skandal her. Dennoch fordern viele, wie zum Beispiel der ägyptische Aussenminister und der demokratische Senator Joseph Biden, drastische Konsequenzen für Soldaten, welche den Koran misshandelt haben, obwohl dies nicht mit Absicht geschah. Gegen die Häftlinge, ganze 15, welche Seiten aus dem Koran herausrissen und versuchten den Koran herunterzuspülen, wird kein Vorgehen gefordert, auch erklärt man gegen diese keinen Jihad. Dies ist ja noch verständlich, es ist bloss ein Buch, aber nichts ist entlarvender, als dass aus nicht mehr als einem misshandeltem Koran pro Jahr durch die USA, ein grösserer Skandal gemacht wird, als um - sagen wir einmal - die Zerstörung einer Moschee in Zimbabwe (das hat Robert Mugabe tatsächlich gemacht; Nebenbei zerstöre er aber auch das ganze Dorf) oder die Selbstmordattentäter welche sich in Moscheen und Muslime in die Luft jagen.
Deshalb sind die Stimmen, welche Guantanamo ganz schliessen wollen, absurd. Natürlich, Gitmo ist nicht Shangri-La, aber das ist nicht der Zweck der Sache: Es ist eine Tatsache, dass durch die Verhöre auf Kuba Terroranschläge verhindert hat und wichtige Informationen für die weitere Bekämpfung der Terroristen gewonnen hat. Diese Stimmen, welche von New York Times-Koluminst Thomas L. Friedman bis zum Ex-Präsidenten Jimmy Carter reichen, meinen, das negative Bild der USA im Ausland würde sich schlagartig verbessern, wenn man bloss Guantanamo schliessen würde. Ich habe nun relativ lange darüber nachgedacht, aber etwas naiveres fiel mir beim besten Willen nicht ein. Antiamerikanismus ist - und eigentlich müssten diese Herren dies wissen - ungefähr gleich alt wie Amerika selbst. Die Rekrutierer der Jihadis finden immer einen Grund. Die Menschenrechte sind aber ganz sicher keiner davon, schon alleine weil sie diese selbst ignorieren. Und dies ist nicht bloss eine Behaputung: Als die Berichte über Misshandlungen von Menschen in amerikanischen Militärgefängnissen auftauchten, rührte die arabische Welt nicht einmal mit dem kleinen Finger, denn sie sind - so traurig es auch ist - von ihren Länder viel schlimmeres als die schlimmsten Behauptungen, welche über die Zustände in US-Gefängnissen geäussert wurden, gewohnt. Als aber das heilige Buch der Moslems misshandelt wurde, kochte die arabische Strasse, weshalb der dortige Antiamerikanismus mit Gottlosigkeit, mangeldem Respekt gegenüber dem Islam und Verschwörung mit dem zionistischem Feind gefüttert wird, woraus dann die Jihadis rekrutiert werden. Guantanamo spielt keine Rolle. Wenn sie ihre Opfer, bevor sie ihnen den Kopf abhacken, in orange Anzüge stecken, dann bloss weil sie ganz genau wissen, dass die westliche Welt sofort aufschreien und versuchen wird zu verstehen, wo man denn genau die Terroristen so gedemütigt hat, dass sie solche Taten begehen. Und wenn man Guantanamo schliessen würde, dann würde der 11. September durch Allahs Willen wieder rückgängig gemacht werden. Oder auch nicht. Man weiss es nicht, aber auf alle Fälle lässt man sich ablenken: Plötzlich ist nicht das Kopfabhacken, das Hochjagen von Schulen, das Einschüchtern einer ganzen Bevölkerung schlimm, sondern ein Akt ver Verteidigung und das grösste Menschenrechtsverbrechen ist Guantanamo, nicht das Töten von unschuldigen Zivilisten.
Man darf keinesfalls den Fehler begehen und sagen, die USA könnten ruhig Menschenrechte ignorieren, weil die Mullahs in Teheran oder Doktor Stromschlag aus Nordkorea es tun. Falscher könnte dies nicht sein. Das Problem mit dem Fokus auf die Vereinigten Staaten von Amerika ist, dass dadurch der Eindruck erweckt wird, man könnte sich nicht schlimmer als die Amerikaner verhalten und die brutalen Diktaturen ignoriert werden. Wären nicht etwa eher die Methoden der Mullahs in Teheran ins Licht zu rücken? Europa Diskussionespartner haben nämlich keine Skrupel Journalisten, die am falschen Ort ein Bild machen, zu Tode zu foltern. Fast noch brutaler geht man gegen nationale Dissidenten vor: Man tötet sie zwar nicht, foltert sie aber fast bis zum Tode und lässt sie dann frei, damit auch alle Freunde, die ganze Familie und alle anderen Regierungsuntreuen sehen können, was passiert, wenn man der Teheraner Linie nicht folgt. Selbst Sean Penn, welcher über die »Wahlen« »berichtet«, eigentlich jemand, dem die Mullahs die Füsse küssen müssten, wurde seiner Kamera für kurze Zeit entledigt. Da wäre zum Beispiel auch Nordkorea, wo tatsächich Gulags vom lieben Führer betrieben werden. Oder auch der Sudan: Noch immer sind Vergewaltigungen der schwarzen Bevölkerung durch die arabischen Janjaweed, welche ihre Ambitionen gar nicht verstecken. Sie wollen die Schwarzen »auslöschen.«, Frauen werden vergewaltigt, Männer sofort umgebracht.
Gerade im Sudan würde internationale Aufmerksamkeit etwas bewirken. Stellt euch einmal vor, Amnesty hätte anstatt Guantanamo mit dem Gulag verglichen, den Sudan explizit hervorgehoben, die Riesenanzahl von Morden und Vergewaltigungen hervorgehoben. Eine solche Ignoranz, mit welcher man zur Zeit diese grösste Katastrophe dieses Jahrhunderts beobachtet, wäre vielleicht endlich peinlich geworden. Vielleicht hätte die UNO sich endlich zusammengerissen, wäre irgendwie um die chinesischen Vetos herumgekommen, welche um ihr Öl im Sudan bangen und hätte eine Eingreiftruppe auf die Beine gestellt. Wenn nicht die UNO, dann vielleicht eine sonstige Koalition. Vielleicht kämen dann aus Washington, welches wenigstens als einzige Regierung den Genozid, Genzid nennt, mehr als diese Worte. Dies hätte Wirkung: Die einzigen Dörfer, welche momentan heil gelassen werden, sind jene, die von der Afrikanischen Union bewacht werden. Nur kann diese nicht überall sein. Amnesty hat eine einzigartige Chance verpasst, ihren Einfluss dafür zu benutzen, Tausende von Leben zu retten. Sie zogen vor, einer antiamerikanischen Ideologie nachzugeben.
Was ist also das Resultat der Geschichte? Nichts! Amnesty hat mit diesem verrückten, vor historischer Dummheit schreiendem Vergleich im Bezug auf Amerika endgültig ihre Glaubwürdigkeit verloren, wenn sie dies nicht schon vorher taten, als sie Donald Rumsfeld »Tortur-Architekten« bezeichneten und nun eingestehen mussten, dass sie »keine Ahnung« haben was wirklich vorgeht, aber sie es »faszinierd« finden würden, herauszubekommen, was wirklich geschehe. Die US-Regierung zeigte sich höchstens in ihrem Stolz verletzt und Cheney wie auch Rumsfeld erklärten ausdrücklich, dass man nicht einmal daran denken würde, Guantanamo zu schliessen. Vielleicht aber verloren sie aber ihre Glaubwürdigkeit doch noch etwas früher. Am 26. Mai, forderte Amnesty USA nämlich ausländische Regierungen auf, US-Offizielle, darunter Donald Rumsfeld, zu verhaften und vor Gericht zu bringen. Für Kim Jong Il, die Mullahs von Teheran, Augenarzt Assad und ähnliche Kriminelle liegt eine solche Forderung nicht vor. Wahrscheinlich weil Amnesty keine Positionen beziehen will, quasi wie die Schweiz neutral bleiben muss um zu überleben.

Montag, 13. Juni 2005, 19:27
Greg for Gulag äh Guantanamo!
ai sagt ja nicht das Guantanamo ein Gulag sei, sondern das Gulag von heute repräsentiert. Niemand kann bestreiten das es ein Schandfleck für Amerika ist und Amerikas Ansehen vor allem in der arabischen Welt stark darunter leidet. Das nebenbei der größte Teil unschuldig ist, wie in Gulags, bzw. aufgrund von Denunziationen, wie in guter alter Zeit, dort gelandet ist stört dich anscheinend gar nicht. Die Verbrechen müssen nur von der richtigen Seite begangen werden und wehe dem der dies auch noch pupliziert!
Montag, 13. Juni 2005, 19:40
Und wo genau ist das der Unterschied?? Wenn Al-Jazeera sur Seine, auch bekannt als Le Monde, in einem “Cartoon” Warschau 1943 neben Jenin 2002 setzt, mit identischen Bildern, dann heisst das also auch nicht, dass das vergleichbar ist, nur, dass das eine die moderne Version war…
Wieso es ein Schandfleck fuer Amerika ist, wenn man zu allem entschlossene Gefangene ueberaus gut behandelt, so dass bisher alle, die dort wieder heraus kamen, mehr wogen und insgesamt fitter waren als vorher, wird wohl auch Dein Geheimnis bleibe,
Get a life!
Montag, 13. Juni 2005, 20:01
Ich wusste, dass Du es mögen wirst, Anonymus! Und jetzt zeige mir wieso der grösste Teil von den Insassen unschuldig ist. Welches Interesse hätten die US denn am festhalten an Guantanamo, wenn alle so unschuldig sind? Die, von denen man dachte, sie seien unschuldig und sie freiliess, fand man kämpfend wieder…
Und die Frau von Amnesty hatte gesagt, dass Erinnerungen an schlimmste Menschenrechtsskandale wachgerufen werden. Das ist Gleichstellung. Viel schlimmer ist, dass sie dies damit für einen grösseren Skandal als Sudan oder Nordkorea hält. Das ist das Hauptproblem.
Nebenbei, ich habe dargelegt wieso Guantanamo dem Ansehen der USA in der arabischen Welt nicht schädigt (im Gegensatz zu Europa, aber wie Azanar so schön sagte: »Ignore Europe«). Wieso meinst Du das Gegenteil, aber hinterlege es doch mit Argumenten. Danke!
Montag, 13. Juni 2005, 20:05
Wieviele von diesen feindlichen Kämpfern wurden bis dato angeklagt und für schuldig erklärt? Solange dies nicht geschieht sind diese nach westlichem Rechtsverständnis, unschuldig. (Geht auf römisches Recht zurück, kann mich da aber auch irren)
Montag, 13. Juni 2005, 20:10
Rein theoretisch hast Du Recht. Wenn wir so abstrakt bleiben wollen, dann ist es Untersuchungshaft und das Problem ist damit aus der Welt…
Montag, 13. Juni 2005, 20:45
Untersuchungshaft ist zeitlich limitiert. Dier Variert von Staat zu Staat, wenn aber nach rund drei Tagen keine Anklage erhoben wird muss der Verdächtige freigelassen werden.
Montag, 13. Juni 2005, 20:55
Ja, und das Kaempfen gegen Zivilisten bei voelliger Missachtung der Genfer Konvention (die habt Ihr doch sonst so gern!) ist also kein Straftatbestand?
Man kann nur wieder St. Rummy zitieren: These people were not cooking cookies!
Montag, 13. Juni 2005, 23:31
Da Du ja selbst Dein halbes Leben im Gulag verbracht hast, sprichst Du natürlich aus Erfahrung. Oder wie war das? Mit fünf in die Schweiz übergesiedelt? :-))))
Montag, 13. Juni 2005, 23:33
Das ansehen der USA in der arabischen Welt leidet schon darunter das die USA es bislang verhindert hat, das die Araber die Juden ins Meer treiben.
Giftgasraketen über Jerusamlen explodieren zu lassen würde ihnen mehr Sympathie einbringen als die Schließung von Guantanamo, auf die Art hat sich auch schon Saddam in das Herz der arabischen Straße geschoßen.
Viele Moslems nehmen den Amis immer noch übel das sie 1991 verhindert haben das Saddam die heiligen Stätten des Islams, Mekka und Jerusalem, befreit.
(O-Ton Saddam- Kuwait lag halt auf dem Weg)
Dienstag, 14. Juni 2005, 10:04
@thomas
Dann soll man sie deswegen anklagen. Aber wie es Greg schon gesagt hat: Nach dem Anschauungsunterricht in Sachen Demokratie in Guantanamo muss ein Unschuldiger zur al’Qaida wechseln. Hatte er vor der Befragung einen Job wird er diesen nach mehrmonatiger Vorzugsbehandlung sicherlich los sein. Da unten gibt es keine Jobgarantie, wahrscheinlich gilt er auch als Kollaborateur was seine Berufsaussichten auch einschränkt. Will er nun seine Grundbefürfnisse wie Essen, Trinken und Wohnen abdecken bleibt ihm zwangsläufig der Weg zum Terrorismus.
Dienstag, 14. Juni 2005, 10:23
@Anonymous
Würde jeder zufällig bei einer Razzia aufgegriffene in Quantanamo landen, wäre dein Argument ein gutes. Ist nur leider nicht so; nur Kämpfer und anderweitig stark engagierte TERRORISTEN werden nach Kuba geflogen.
Wie Greg sagt; vergiss nicht dass wir hier nicht von Handtaschendieben reden.
Dienstag, 14. Juni 2005, 10:50
Gelungener Essay, Greg.
Manchmal frag ich mich, ob ich das alles nur träume …
Menschenrechtsorganisationen treten nicht für die Rechte der Menschen ein, sondern für die Rechte derer, die diese Menschenrechte bekämpfen wollen.
Demokratische Staaten unterstützen nicht die Verbreitung der Demokratie, sondern den Erhalt überkommener Diktaturen und Monarchien.
Der Islam, der gefährlichste Kult auf Erden, wird als Religion des Friedens bezeichnet. Und das auch noch von George W. Bush, dem Präsidenten der USA, und zwar NACH dem 11. September.
Nicht zuletzt: Die Juden sind Nazis.
Die Araber, die mehrmals mit ihren Armeen Israel angegriffen haben, um es auszulöschen, sind die armen “Opfer” dieser bösen Juden.
1,2 Milliarden Araber versus 5 Millionen Juden, wohlgemerkt.
Oh, und die emissionsfreie Atomenergie ist umweltfeindlich, Braunkohle unter tonnenweisem Ausstoß von Ruß und CO2 zu verheizen ist dagegen die Zukunft der deutschen Stromproduktion.
Eigentum ist Diebstahl.
Wahrheit ist Lüge.
Hab ich was vergessen ?!
Man kann heute fast schon sicher sein, daß das Gegenteil von dem, was draufsteht, in der Verpackung steckt.
Dienstag, 14. Juni 2005, 11:35
@ Anonymous
Was das mit Demokratie zu tun hat, bleibt wohl genauso Dein Geheimnis, wie die Quelle Deiner Sympathie für Terroristen. Eigentlich müsstest Du ja auch gleich den Sprengstoffgürtel anlegen, wenn Du das hier liest, oder?
Und wo Greg gesagt hat, dass ein Unschuldiger dann zur Al-Qaida wechseln muss, wüsste ich auch gern.
Genauso interessant wäre, wie denn die “Unschuldigen” nach Gitmo kommen und aus welchem Verein heraus sie dann zu Al-Qaida wechseln sollen. Vielleicht aus Jaish e-Mohammed oder Ansar al-Islam, aber sicher nicht aus dem örtlichen Kleintierzuchtverein oder dem Arbeiter-Samariter-Bund.
Dienstag, 14. Juni 2005, 12:17
Vieleicht. Oder auch nicht. Die US Regierung behauptet es. Wie kann ich überprüfen ob es stimmt?
Das heißt nicht notwendigerweise das es auch so ist. Aber gut, das darf man natürlich gerne in die Gesamteinschätzung mit einfließen lassen. Trotzdem entkräftet das nicht die grundsätzliche Kritik an Guantanamo.
Würden die Gefangenen nach den Grundsätzen westlicher Rechststaatlichkeit behandlet bräuchten wir nicht zu raten inweit etwas in irgendeinem Buch stimmt oder auch nicht.
Habe ich nicht erst vor kurzem gelesen dass sich im Senat die ersten Stimmen für eine Schließung aussprechen? Vieleicht wird’s ja tatsächlich noch was in absehbarer Zukunft.
Tatsachen besser nie ohne Quellen angeben. Und besides, das würde auf eine “Der Zweck rechtfertigt die Mittel”-Philosophie herauslaufen. Wir könnten ja auch einfach diese ganzen Terroristenstaaten dem Erdboden gleichbomben, dann hätte sich das Problem auch erledigt.
Ich stimme dir zu - eine Schließung würde daran wohl kaum etwas ändern.
Ok, das ist ja immer das Standardargument: “Die anderen sind viel schlimmer”.
Es stimmt ja, lese ich dass irgendwo da unten wieder eine Frau gesteinigt wurde, dann denke ich mir “Ist ja furchbar. Schon wieder?”. Ich ärgere mich vieleicht noch ein bißchen über die verdammte Intoleranz, die im Prinzip überall auf der Welt zu finden ist, aber besonders von irgendwelchen religiösen Fanatikern, und dann geht’s weiter mit dem Leben. Aber wenn so etwas hier oder in Amerika passiert, besonders wenn das von der Regierung und/oder der Gesellschaft sanktiert ist, dann bin ich *entsetzt*.
Da könnte man fast meinen das eine wäre schlimmer als das andere. Jetzt stelle ich mir die Frage: Ist es ein Fehler wenn ich mehr geschockt bin wenn sowas hier passiert? Ehrliche Antwort: Ich glaube nicht.
Tun sie doch auch in aller Regelmäßigkeit - es scheint nur keinen zu interessieren:
http://www.amnesty.org/results/is/eng?queryType=0&searchIn=0&query=Sudan&start=1&num=10&max=25&sortBy=date
Ansonsten
* stimme ich mit Anonymus überein: “Erinnerungen wachrufen” und auch “Gulag von heute” würde ich streng grammatikalisch gesehen nicht als Gleichstellung bezeichnen. Im Übrigen ist das aber sowieso nur Semantik.
Dienstag, 14. Juni 2005, 12:18
@Axel_Bavaria:
Das ist eine unverschämte Vereinfachung. Du weißt sicher dass das a) gar nicht stimmt (emissionsfrei), und es b) noch eine ganze Reihe anderer Faktoren gibt, die in dieser Diskussion eine Rolle spielen.
Hmm, mal sehen. Menschen ohne Anklage oder Verfahren unter Auschluss der Öffentlichkeit und ohne Angehörige und Familie zu informieren unbefristet in einem Gefangenlager einzusperren nennt sich Rechtsstaatlichkeit?
Dienstag, 14. Juni 2005, 12:26
@Thomas:
Komm schon - Was soll das? Ist ja schön dass du drei Worte Englisch kannst, aber das hier absolut unangebracht, kindisch, und letztendlich disqualifiziert dich das in meinen Augen für eine anständige Diskussion.
Ich entscheide selbst wie ich mein Leben lebe, thank you very much. Und jeder andere sollte das Recht haben das gleiche zu tun.
Genau aus dieser Einstellung entsteht doch die Hälfte der Probleme dieser Welt: Das irgendwelche Leute glauben genauso wie sie es machen, so ist es “richtig”, und alles andere ist falsch.
Zugegeben, vieleicht habe ich in drei einfach mal so dahingeschmissene Worte ein bißchen viel hinein interpretiert, aber das Thema liegt mit am Herzen, wie man vieleicht gemerkt hat ;-)
Dienstag, 14. Juni 2005, 17:18
“Komm schon - Was soll das?”
Wäääähh! Gleicht holt der Michi seine Mami!!!
“Ist ja schön, das du drei Worte Englisch kannst”
Danke. Du kannst das auch schaffen!
“… aber das hier ist absolut unangebracht, kindisch…”
The Pot calling the kettle black!
“… disqualifiziert dich das in meinen Augen…”
OK. Ich entschuldige mich hiermit formell dafür, dass ich Dich mit Fakten konfrontiert habe. Aber falls Du dagegen nicht komplett resistent bist und das Englisch gleich noch weiter kultivieren möchtest, schliesse ich mit den unvergleichlichen Worten von Mark Steyn:
“Nobody got killed in Gitmo, so instead America is being flayed as the planets number one torturer for being insufficiently respectful to the holy book of its prisoners, even though the Americans themselves supplied their prisoners with the holy book, even though the preferred holy book of most Americans is banned in the home country of many of the prisoners, even though Americans who fall into the hands of the other side get their heads hacked off, even though the prisoners co-religionists themselves blow up more mosques and Korans than Americans ever do, and even though the alleged insufficient respect to the prisoners holy book occurred at a rate of one verified incident of possibly intentional disrespect per year. But sure, go ahead, close Gitmo and wait for the torrent of rave reviews right after the complaints that it is culturally insensitive to rebuild the World Trade Center when its the burial site of ten devout Muslim flying enthusiasts.”
Dienstag, 14. Juni 2005, 18:05
Michael, Darling, ich habe dich - wieder - vermisst. Schön zu wissen, dass Du ein stiller Leser bist. Ausserdem bist Du ein recht guter Indikator, um fest zu stellen, ob man das Denken hierzulange genug angegriffen hat… ;-)
Zum Inhalt:
Vieleicht. Oder auch nicht. Die US Regierung behauptet es. Wie kann ich überprüfen ob es stimmt?
Ganz einfach: Meinst Du die US-Regierung würde die Gefangenen trotz hoher Kosten und bei immensen Imageverlust bei den alten Allierten betreiben, nur um Unschuldige fest zu halten? Was ist denn das für eine Logik?
Habe
ich nicht erst vor kurzem gelesen dass sich im Senat die ersten Stimmen
für eine Schließung aussprechen? Vieleicht wirds ja tatsächlich noch
was in absehbarer Zukunft.
Doch, hast Du. Und zwar in diesem Essay.
Ok, das ist ja immer das Standardargument: Die anderen sind viel schlimmer.
Und genau diesem verweigere ich mich. »Man darf keinesfalls den Fehler begehen und sagen, die USA könnten ruhig Menschenrechte ignorieren, weil die Mullahs in Teheran oder Doktor Stromschlag aus Nordkorea es tun. Falscher könnte dies nicht sein. Das Problem mit dem Fokus auf die Vereinigten Staaten von Amerika ist, dass dadurch der Eindruck erweckt wird, man könnte sich nicht schlimmer als die Amerikaner verhalten und die brutalen Diktaturen ignoriert werden.«
Tun sie doch auch in aller Regelmäßigkeit - es scheint nur keinen zu interessieren:
Warum wohl? Es ist zwar nicht ausschliesslich ihre Schuld, dass der westlichen Welt Diktaturen scheissegal sind, solange diese stabil bleiben, aber sie sollten - müssten - anstatt dämliche Gulag-Vergleiche anzustellen, die Aufmerksamkeit auf Verbrechen lenken, wo Menschen in Tausenden sterben. Das wäre ihre Aufgabe.
Dienstag, 14. Juni 2005, 18:08
Tut mir leid dass ich dich kindisch genannt habe. Ich habe dein Niveau einfach falsch eingeschätzt.
Ich nehme an du lieferst den Kommentar von mir, auf den du dich beziehst, noch nach.
Nicht die Person die du zitieren möchtest um jemand anderen zu überzeugen.
Dienstag, 14. Juni 2005, 20:17
Greg, ich finde viele Deiner Ausführungen sehr überzeugend und bin wohl im Ergebnis auch einer Meinung mit Dir, aber eines Deiner Argumente halte ich doch für grob falsch: die Annahme, ein Staat würde schon keine unschuldigen Festhalten, da das ja Geld koste. Mit diesem Argument könntest Du jedes rechtsstaatliche Gerichtsverfahren überflüssig machen: alle Strafverfahren landen vor Gericht, weil die Staatsanwaltschaft, also der Staat, jemanden als schuldig betrachtet. Keine Staatsanwaltschaft würde Strafantrag stellen, wüsste sie im voraus, dass der Antrag unbegründet ist.
Dennoch werden viele der Angeklagten freigesprochen.
Diese Möglichkeit gibt man den Häftlingen in Guantanamo überhaupt nicht.
Was hindert die USA, wenn man denn derart von der Schuld der Häftlinge überzeugt ist, den Häftlingen ein rechtsstaatliches Verfahren zu machen? Das würde den Antiamerikanismus sicher nicht beenden, aber doch einen Hauptangriffspunkt von Amerika-Kritikern beseitigen.
Es mögen alle Häftlinge Dreck am Stecken haben, das möchte ich gar nicht bezweifeln, aber dann müsste es für einen Rechtsstaat auch möglich sein, die Häftlinge in einem Verfahren zu verurteilen. Wenn nicht mit bestehenden Gesetzen, dann mit Neuen. Aber rechtsstaatlich sollte es zugehen. Für Terroristen müssen die selben Gesetze gelten, wie für alle anderen Menschen auch. Aber das ist nur meine bescheidene Meinung.
Ansonsten weiter so!
Dienstag, 14. Juni 2005, 20:27
@ Michael,
Den Kommentar liefere ich nicht nach, sondern vor - Du erkennst das an den Anfuehrungszeichen (frag am Besten Deine Mami, die kann Dir das bestimmt erklaeren).
Konkret musst Du hier nur eine Zeile drueber schauen:
aber das hier ist absolut unangebracht, kindisch
The Pot calling the kettle black!
So, aber jetzt musst Du wahrscheinlich ins Bett, das Sandmaennchen war ja schon da!
@ Geistreich
Die Frage ist ja nicht unbedingt die Schuld, sondern die Wahrscheinlichkeit, dass einer dieser Jihad-Brueder wieder in den (mehr oder minder heiligen) Krieg zieht, wenn er freigelassen wird - und die ist nunmal recht hoch. Die 5%, die man wieder gefangen hat, duerften als Approximation ausreichen.
Dienstag, 14. Juni 2005, 20:28
Ich stimme mit der Außenpolitik der US-Administration grundsätzlich sogar überein, aber Guantanamo ist meines Erachtens eine Sauerei. Ich verstehe ja, dass Terroristen nicht unter die Genfer Kovention fallen und ich kann es durchaus noch nachvollziehen, wenn man sie eine Zeit lang in einem rechtsfreien Raum wie Guantanamo für Befragungen festhält, um an lebenswichtige Informationen zu gelangen.
Aber einige sind jetzt schon seit Jahren inhaftiert und haben somit keinerlei Kontakt mehr zu Al-quaida-Mitgliedern. Wie will man von denen bitte Informationen zu Terroransschlägen erhalten? Diese Leute gehören vor ein ordentliches, beispielsweise amerikanisches Gericht gestellt und verurteilt (Beweise für ihre terroristische Tätigkeit scheint es ja offensichtlich zu geben).
Diesen Leuten aber auf Dauer ihre Menschenrechte abzusprechen und ihnen keine faire Behandlung (sprich einen Prozess) zuzuerkennen, ist ein Skandal, den es in einem westlichen, liberalen Land wie den USA nicht geben darf.
Dienstag, 14. Juni 2005, 20:32
@ Cologne
Grundsaetzlich hast Du natuerlich recht, und wenn man das so machen koennte, haette sicher keiner etwas dagegen. Allerdings sind wir hier gewissermassen an den Grenzen der rechtsstaatlichen Verantwortbarkeit, wenn das Wissen eines einzelnen Gefangenen bzw. dessen Plaene ueber das Leben oder Sterben von tausenden von Menschen entscheiden koennen.
Ich sage nur Zacharias Moussaoui…
Dienstag, 14. Juni 2005, 21:33
Diesen Leuten gehört ein fairer Prozess gemacht, wie allen anderen Verbrechern und Verdächtigen auch, alles andere ist staatliche Willkür. Terroristen sind genauso Menschen, wie alle anderen Verbrecher auch - also gehören sie auch genauso behandelt.
Sollten die Leute zu Recht in Guantanamo einsitzen, sei es zum Schutze der Öffentlichkeit, sei es um Informationen zu erlangen, dann muss die Beweislage auch ausreichen, diesen Menschen einen fairen Prozess zu machen - sonst sitzen sie nicht zu Recht ein. Das sind rechtsstaatliche Grundsätze die man nicht preisgeben darf, das käme einer Kapitulation gleich. Da schließe ich mich Cologne voll an.
Mittwoch, 15. Juni 2005, 00:34
Get a lfe in Switzerkand, man! Think of GuLAGantanamo!
Mittwoch, 15. Juni 2005, 03:44
Greg, bereite Dich lieber auf das vor, was passieren wird, sobald die Army Rechenschaft abliefert über all die Gefangenen. Bisher konnte man all die Psychworacks, und all die Leute mit Bein- oder Armbruch auf Guantanamo einfach unter Kollateralschäden verbuchen. (Die Leute sind über ein Jahr auf Guantanamo, aber der frische Oberschenkelbruch, der ist eine reine Kriegsfolge. Immer.)
Koran im Klo, mein Gott, was soll das, wenn der Gefolterte kaum noch sehen kann und seine Extremitäten gebrochen sind. Verbrennungsspuren am After. Er wird weiterleben, dennoch, sofern man ihn eines Tages freilässt.
Natürlich kommen die an die “arabischen Freunde” “überwiesenen” Gefangenen da gar nicht vor. Fröhliches Foltern!
Mittwoch, 15. Juni 2005, 09:14
@ Yanestra
Eine blühende Phantasie, das muss man Dir lassen - wie wär’s mit ein paar Gast-Texten bei Kokstantin Wecker?
Mittwoch, 15. Juni 2005, 10:31
Yanestra ist immer wieder lustig zu lesen … sie hat fürwahr eine blühende Phantasie.
Wer wissen will, wie es auf Guantanamo wirklich zugeht, lese hier ein paar Auszüge eines Artikels des Guardian, einer - linken - britischen Tageszeitung, der einige von dort entlassene Burschen befragt hat:
Cuba? It was great, say boys freed from US prison camp
James Astill meets teenagers released from Guantanamo Bay who recall the place fondly
Saturday March 6, 2004
The Guardian
Asadullah strives to make his point, switching to English lest there be any mistaking him. “I am lucky I went there, and now I miss it. Cuba was great,” said the 14-year-old, knotting his brow in the effort to make sure he is understood.
Not that Asadullah saw much of the Caribbean island. During his 14-month stay, he went to the beach only a couple of times - a shame, as he loved to snorkel. And though he learned a few words of Spanish, Asadullah had zero contact with the locals.
He spent a typical day watching movies, going to class and playing football. He was fascinated to learn about the solar system, and now enjoys reciting the names of the planets, starting with Earth. Less diverting were the twice-monthly interrogations about his knowledge of al-Qaida and the Taliban. But, as Asadullah’s answer was always the same - “I don’t know anything about these people” - these sessions were merely a bore: an inevitably tedious consequence, Asadullah suggests with a shrug, of being held captive in Guantanamo Bay.
(…)
Naqibullah, Asadullah and Mohammed Ismail were moved into one large room, which was never locked. They were taught Pashto (their own language), English, Arabic, maths, science, art and, for two months, Islam. “The American soldiers ate pork but they said we must never do that because we were Muslim,” said Naqibullah. “They were very strict about Islam.”
The boys played football every day, and sometimes basketball and volleyball with their guards. Asadullah said his particular friends were called Special Sergeant M and Private O - their real names were kept from him. Officially, he was called Prisoner 912. “But my friends called me Asadullah, which made me happy.”
The boys never spoke to Guantanamo’s other prisoners - “lots of Arabs and Afghans,” according Naqibullah.
(…)
After five months, Naqibullah wrote home for the first time. Taking this first letter, written on Red Cross notepaper, from his pocket, he now reads it aloud. “My greetings to beloved family, to my beloved father, to my beloved uncles, to my beloved cousins, to my beloved brothers. I am in good health and happy. I am in Cuba, in a special room, but it is not like a jail. Don’t worry about me. I am learning English, Pashto and Arabic.” The next two lines of the letter were scrubbed out by the Guantanamo censor. Asadullah said he couldn’t for the life of him remember what they said.
http://www.guardian.co.uk/guantanamo/story/0,13743,1163435,00.html
Mittwoch, 15. Juni 2005, 11:17
Also werden Kinder auch dort gefangen gehalten. Bravo! Reisst man demnächste Babys aus Brutkästen und verfrachtet diese nach Kuba?
Mittwoch, 15. Juni 2005, 11:39
Nein. Diese werden direkt nach Washington verfrachtet, denn Bush und Cheney fressen sie liebend gerne zum Frühstück.
Mittwoch, 15. Juni 2005, 11:54
Es gibt immer wieder diese Unverbesserlichen, die immer (egal was passiert) etwas Negatives über America finden.
Das Kinder, egal welchen Alters, von den Taliban, Muhlas, Palis, etc… für ihre perversen, terroristischen Zwecke missbraucht werden, schein diesen Menschen vollkommen egal zu sein. Und das diese Kinder dabei sich selbst in die Luft jagen oder in Gefechten umkommen scheint dabei auch vollkommen irrelevant zu sein für diese Amerika-Hasser.
Hauptsache immer wieder gegen die USA wittern, egal was komme.
Ich gehe davon aus, dass dieser Junge zum ersten mal in seinem Leben ein mehr oder weniger “geregeltes Leben” haben konnte mit täglichen Mahlzeiten, Schulzeit zum lernen und Freizeit für seine Bedürfnisse.
Aber lieber in Afghanistan krepieren als in Cuba Fußball spielen.
Typisch, typisch für diese Unverbesserlichen.
Aber gegen Vorurteile kann man halt eben nicht rational argumentieren.
Mittwoch, 15. Juni 2005, 14:42
Welche Argumente sprechen dafür einen 14jährigen von seinen Eltern / Freunden zu trennen, (ev. waren die ja auch in Guantanamo) und Tausende Kilometer entfernt von zu Hause zu befragen?
Mittwoch, 15. Juni 2005, 15:33
Genau dieselben, die dafür sprechen, dass sich dieser 14-Jährige (die weibliche Form halte ich für entbehrlich) anstatt in der Schule auf einem Kriegsschauplatz aufhält und dort aktiv mitmacht.
Mittwoch, 15. Juni 2005, 17:19
@Anonymus
nun muss ich mich doch auch noch mal melden. ich kann es kaum glauben was du da schreibst. du scheinst allen ernstes zu glauben die Leute die dort aufgegriffen wurden lebten zuvor in aller grösster idyllischer Freude oder was ? deiner Meinung nach waren die jetzigen Insassen wohl mit dem Club med unterwegs, hatten kleine bunte Schirmchen in ihren Cocktail Drinks bevor sie von dem brutalen Ami verhaftet wurden?
Mag sein, dass der junge mit 14 sehr jung ist und sehr Wahrscheinlich nichts weiss, ok. Mach es Ihn aber damit zu einem legitimen Mörder, darf er mit Kalashnikov herumlaufen und Leute terrorisieren? fragst du dich das auch mal?
so konnte er wenigstens was lernen, vielleicht bringt ihn ein bisschen Bildung auch von seinem bisherigen weg ab, hast du dir das auch schon mal überlegt?
und es ist ja auch nicht so, dass er das ganze leben lang dort bleibt, vielleicht kann er so seinen Kollegen erzählen, dass die Amis gar nicht Satan in Person seien, wie die Taliban ihm eingetrichtert haben. das kommt vielleicht auch dir zugute, den als “Westler” wirst du genau so gehasst.
Mittwoch, 15. Juni 2005, 23:08
Was willst du mir damit sagen? Das es gut ist einen 14jährigen Tausende Kilometer von zuhause entfernt zu unterrichten, anstatt Schulen dort für viele zu bauen? Oder das alle Insassen in Guantanamo böse sind und am besten standrechtlich hingerichtet werden sollten?
Donnerstag, 16. Juni 2005, 12:02
Der Artikel strotzt ja nur so von Glückseligkeit. Muss wirklich eine super Party da unten sein. Statt das nächste mal Disneyland könnte ich ja mal da vorbeischauen.
Im Ernst, angenommen das stimmt wirklich alles: Es ist ja offensichtlich dass die Jungen getrennt von den anderen Gefangenen waren (u.a.. “The boys never spoke to Guantanamo’s other prisoners”).
Donnerstag, 16. Juni 2005, 12:08
Das ist ja wohl das lächerlichste das ich je gehört habe. Es kommt also nicht darauf an, ob man eine Straftat begangen hat, sondern die Möglichkeit besteht, dass man vieleicht eine Straftat gegehen [i]könnte[/i]? Täterstraftrecht statt Tatstrafrecht?
Donnerstag, 16. Juni 2005, 12:39
“”"”"”"”"”"Der Artikel strotzt ja nur so von Glückseligkeit. Muss wirklich eine super Party da unten sein. Statt das nächste mal Disneyland könnte ich ja mal da vorbeischauen.”"”"”"”"”"”"
Der Guardian ist ungefähr so anti-Amerikanisch, anti-Bush, anti-Republikanisch, anti-kapitalistisch, anti- etc. wie SPIEGEL, taz und stern zusammengenommen.
Der hätte den Artikel nicht gebracht, wenn auch nur der leiseste Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Aussagen bestanden hätte.
Den regulären Gefangenen auf Gitmo geht’s übrigens auch besser als allen Häftlingen in der arabischen Welt: Gutes, religionskonformes und abwechslungsreiches Essen, ein Koran für jeden ( inkl. Netz an der Wand zur Aufbewahrung, damit das heilige Buch nicht am Boden liegen muß ), ein Pfeil auf dem Zellenboden weist die Richtung aus, in der Mekka liegt ( wichtig fürs Gebet ), ein Muezzin mahnt die Insassen rechtzeitig zum Gebet, 5-mal am Tag, nicht-moslemische US-Soldaten dürfen den Koran nur mit Handschuhen anfassen, etc.
Noch sensibler gehts überhaupt nicht …
“”"”"”"”"”"”Die Frage ist ja nicht unbedingt die Schuld, sondern die Wahrscheinlichkeit, dass einer dieser Jihad-Brueder wieder in den (mehr oder minder heiligen) Krieg zieht, wenn er freigelassen wird.”"”"”"”"”"”"
Ja, das ist in der Tat ein zentrales Problem.
Israel hat die selben leidvollen Erfahrungen gemacht - die Rückfallquote von freigelassenen Terroristen liegt dort bei über 80%. Dennoch haben die Israelis nichts daraus gelernt, und lassen alle paar Monate hunderte (!) von arabischen Terroristen frei, nur damit diese wieder auf Judenjagd gehen können.
Erst vor 14 Tagen wurden wieder 400 Terroristen zurück in die Arme von Hamas, Islamic Jihad, Fatah, etc. geschickt … die Juden werden’s wohl nie kapieren - versuchen immer, böse Taten mit Guten zu “vergelten” ( http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/4602131.stm ) und sich ihren Verfolgern anzubiedern. Das hat noch nie funktioniert, schon mit den Nazis nicht … und die waren viel gebildeter und kultivierter als die heutigen Araber.
Dienstag, 16. Oktober 2007, 12:41
ich und meine brüder um hilfeund rettung, bitte hilfe, ich will zürück zu meine mutter nach deutschland bite hilfe.
Dienstag, 16. Oktober 2007, 12:41
ich und meine brüder um hilfeund rettung, bitte hilfe, ich will zürück zu meine mutter nach deutschland bite hilfe.