Montag, 23. Mai 2005
Was ist mit Ali passiert?
Am Wochenende hatte der von konservativen Klerikern dominierte Wächterrat in Iran mehr als 1000 Bewerber von der Präsidentenwahl ausgeschlossen. Das geistliche Oberhaupt des Landes, Ajatollah Ali Chamenei, hat sich nun für die Kandidatur von bekannten Oppositionellen bei der Wahl am 17. Juni stark gemacht.
Dafür gibt es zwei Erklärungen: Entweder Ali kann irgendwie sicher stellen, dass sowieso für den Kandidaten gestimmt wird, welcher ihm zusagt und will somit die Wahlen legitimisieren, oder aber, in den Mann ist trotz seines Alters ein wenig Verstand gefahren und es fiel ihm auf, dass er viel eher eine Chance hat, seine Religion an den Mann zu bringen, wenn dieser nicht gleichzeitig entmündigt und versklavt.
Oder eine Dritte: Condi macht ihm Eindruck.
“The Iranians should not consider themselves immune from the major changes that are going on in the region and we would hope that they would begin to engage in more stabilizing behavior,” Rice said.

Dienstag, 24. Mai 2005, 09:50
Eine Geschichte über einen der sechs der iranischen Präsidentschaftskandidaten, den den früher als “gemäßigt” gelobten Rafsandschani.
Es geht natürlich um Mord.
Und zwar an drei kurdischen Exilanten in Wien 1989
Der östereichische Grünpolitiker Peter Pilz (von dem ich ansonsten nicht viel halte) war nach einem gestrigen TV-Bericht mit einem der Mordopfer bekannt, daher offenbar seine Hartnäckigkeit.
http://www.gruene.at/themen.php?tid=34658&kid=31
http://www.kurier.at/ausland/994983.php
Dienstag, 24. Mai 2005, 10:43
Na ja, ich denke eher, dass es ein taktisches Spielchen ist - zuerst einige Reformer nicht zulassen, um Protest zu schaffen, und dann wieder doch, damit die Luft aus dem Protest raus ist und die “Forderungen” scheinbar erfüllt werden.