In den letzten Tagen passierte einiges interessantes und ich Ärmster konnte nicht darüber schreiben, deshalb eine kurze Zusammenfassung.
Der Spiegel stellte fest (mit dem Titel »Stoned in Texas«), dass Bush ein Kiffer ist. Dies ist natürlich ein herber Schlag für die Friedensbewegung, glaubten sie doch ein Monopol auf den Stoff zu haben und jetzt ist ihr absolut grösster Feind einer von ihnen. Die Story wurde wie so oft von der New York Times abgetippt. Diese hatte ein Tape von einer Konversation von Bush mit seinem frühreren Berater Doug Wead erhalten und die Inhalte veröffentlicht. Ein ganz interessantes Detail verschwieg Der Spiegel uns aber: Bush hat absolut nichts gegen Homosexuelle, er ist nur gegen die Homo-Ehe! »Nein, ich sagte, ich werde Schwule nicht rausschmeissen«, entgegnete er zum Beispiel, als einige Konservative erklärten, er würde keine Schwule einstellen. Auch meinte, es wäre »falsch für die Republikaner, schwulenfeindlich zu sein.« Aber man muss den Spiegel verstehen. Man hatte sich mühsam, dass Bild des homophoben Idiotens herangezüchtet, das will man mit einem Artikel nicht aufgeben.
Das Gras zeigte aber Nachwirkungen: In Bratislava feierte das Volk ihn zwar wie einen König, wohlwissend, dass die Freiheit der Slowakei zum grossen Teil dem Land George W. Bushs zu verdanken ist, aber die noblen Alteuropäer fixierten sich auf etwas anderes, viel schlimmeres! Bush zog seine Handschuhe nicht aus, als er seinen slowakischen Gastgebern die Hand schüttelte. Wenn das nicht der Beweis ist, dass Bush keine Kultur hat und nur ein dumme Maronette McDonald’s und der NeoCons ist, was dann?
Im Gegenzug zeigen die Europäer was Anstand wirklich ist: Kinderfickern die »Death To America« brüllen und Israel von der Landkarte haben wollen Waffen verkaufen. Sowieso sind die Europäer in einem Dillema: Einerseits möchten sie, dass ihre Verhandlungen mit Teheran klappen (was mit einer Unterstützung einer menschenverachtenden Diktatur gleich käme), weshalb sie die Amerikaner auffordern sich diplomatisch mitzubeteiligen, anderseits will der Partner (Teheran) die Amerikaner unter keinen Umständen in den Verhandlungen, wohlwissend, dass sich die Amis nicht so leicht verarschen lassen wie die Europäer: »Wenn Amerika sich an diesen Verhandlungen beteiligt, wäre das keine Verbesserung, sondern eine Verschlechterung.« Was nun Europa? Freunde der Freiheit oder Kinderficker?
Auch endeckte Der Spiegel ein Skandälchen in Amerika. Ein schwuler Journalist, der einmal sich als Callboy anbot und nun für eine vollkommen unwichtige Online-Zeitung Talon News schreibt, erhielt einen Ein-Tages-Pass für das »Meet The Press« und stellte Bush eine freundliche Frage: Er wollte wissen, wie Bush mit den demokratischen Senatoren, welche sich »von der Realität abgeschnitten haben«, umgehen wird. Der Spiegel fand das natürlich besonders geil, aber als es darum ging über das berühmte »Rathergate« oder über die Aussage des mittlerweile zurückgetretenen CNN-Boss Eason Jordan, dass amerikanische Soldaten wissentlich Journalisten töteten, interessierte dies Deutschlands Propagandablatt Nummer Eins natürlich nicht so sehr…
George W. Bush las dem »lupenreinem« Demokraten Putin die Leviten, irgendeiner musste es ja tun. Auf die »Friedensbewegung« kann man nur zählen, wenn es gegen den bösen Ami geht, Deutschlands Kanzler hat diese Eigenschaft des deutschen Volkes verstanden und schloss mit Moskau einen Pakt. Nur sollte er aufpassen, dass dieser nicht so endet wie der Andere. Putin fand das alles nicht so lustig, er war »leicht gereizt« und »sprach ernst, lächelte nicht ein einziges Mal«. Im Gegensatz zu dem doofen Rumgegrinse mit dem Gerd. Da kann man nur sagen: Danke, George, dass du Demokratie und Freiheit über Beziehungen zu Mächten stellst!
In Tel Aviv sprengte sich wieder ein Selbstmordattentäter in die Luft, tötete 4 Israelis und verletzte 50 Weitere. Womit der Beweis erbracht wäre, dass man den Terroristen gegenüber noch so viel Eingeständnisse machen kann und es einfach nichts bringt. Im Gegenteil. Zu den Anschlägen bekannten sich die Hisbollah als auch der Isalmische Dschihad. Beide werden im übrigen finanziert von dem derzeit besten Freund Europas, nämlich dem Iran. Auch Syrien, welches unter ziemlich strakem Druck im Libanon steht, finanziert diese Gruppen mit.
Im Togo werden nach 38 Jahren Diktatur erstmals Präsidentschaftswahlen abgehalten, nachdem der Herrscher Gnassingbe Eyadema am 5. Februar starb, Tausende von Menschen auf die Strassen gingen und sein Sohn nun abtrat um sich zur Wahl zu stellen.
Im Irak wurde ein Top-Helfer von Sarkawi gefasst, welcher für die Köpfung von mehrern Zivilisten ist. Desweitern wurde im irakischen Fernsehen ein Video gespielt, auf welchem ein syrischer Offizier gesteht, Terroristen im Irak trainiert zu haben.
In den anderen arabischen Staaten passiert zur Zeit so viel, dass ich dem später einen eigenen Beitrag widmen werde.