Too Cool for Internet Explorer

Sonntag, 26. Dezember 2004

Ferien!

Freunde des logischen Denkens,

Ich verschwinde für die nächsten paar Tage snowboarden zu meinem besten Freund nach Nendaz und danach bis zum 2. Januar zu meiner Freundin nach Avoriaz.

Ich wünsche euch also den berühmten guten Rutsch ins Jahr 2005. Möge es so schön und erfolgreich werden wie ihr es euch wünscht!

Euer Greg

Blut für Öl

Von Henryk M. Broder

In einem ausführlichen und faktenreichen Bericht, den wir gerne auch in einer deutschen Zeitung gelesen hätten, beschreibt The Washington Post vom 23.12.04 die Beziehungen zwischen China und dem Sudan. “Der Sudan ist Chinas wichtigstes Ölprojekt in Übersee. China ist Sudans wichtigster Lieferant von Waffen.” Die Volksrepublik liefert Panzer, Flugzeuge, Maschinengewehre und andere Kriegswerkzeuge nach Khartoum und bekommt im Gegenzug Erdöl und Bohrkonzessionen, u.a. in der Provinz Darfour, wo regierungsnahe Milizen die Bevölkerung dezimieren. Außerdem hält China seine schützende Hand über dem Sudan und sorgt dafür, daß keine Sanktionen von den UN beschlossen werden.

Nun warten wir nur darauf, daß ein paar Aktivisten der deutschen Friedensbewegung sich vor der chinesischen Botschaft in Berlin versammeln, um unter der Parole “Kein Blut für Öl!” gegen die chinesische Sudan-Politik zu demonstrieren. Bis jetzt warten wir vergeblich. Denn die Aktivisten der deutschen Friedensbewegung wissen zwar genau, wie die Bush-Familie und die Bin-Laden-Sippe zusammen arbeiten, über China aber wissen sie nur so viel, wie sie beim Chinesen an der Ecke gelernt haben. Und über den Sudan wissen sie noch weniger, denn sie haben keinen Sudanesen an der Ecke.

Was die Iraner wirklich fühlen

Dies ist für all die Vollidioten die glauben, dass ein Länderspiel mit 200 anwesenden Frauen aufzeigt, wie gut es den Menschen doch geht!

Aus einem sehr lesenswerten Artikel der Los Angeles Times:

“I think the government wants the youth to be on drugs so they keep quiet,” said Mansureh’s sister, a 17-year-old high school student who also gave only her first name, Mona. “They say it’s a problem, but they’re the ones importing it.”

The previous night, they’d [2 Mädchen] been kicked out of a shopping center by a government morality squad. Run-ins with police are common; the two say they use their pocket money to bribe their way out of trouble. Their friends have turned to drugs or even suicide.

A quarter of a century ago, Iran’s fiery youth drove a revolution in the name of Islam and anti-imperialism. But those students grew up, and their zeal faded as they softened into graying bureaucrats. The babies they birthed en masse at the feverish urging of the clergy have inherited a legacy of double-digit unemployment, widespread drug addiction and gnawing religious disillusionment.

But few young people are expected to go to the polls in next spring’s presidential election. There’s the stupor of hopelessness, and the boycott threat by some reformists.

“Our language used to be more courageous,” said Majid Haji Babaei, a 31-year-old doctoral student and a leader at the Student Unity Office. “But we were beaten up and even thrown out of windows, we were suppressed, and many went to jail. Naturally, some students felt disappointed, and the risk of political involvement also got higher.”

“Everybody believes in God, but now there is a big gap between us and God,” said Majid Ghanbari, a 28-year-old film buff, music enthusiast and malcontented entrepreneur with floppy hair and rumpled jeans. “The government tried to force people closer, but instead they sent us further away.”

His brother nodded. “Before the revolution, we had real believers, but not now,” said Hamid Ghanbari, who at 25 is exactly as old as the revolution. “After the Islamic Revolution, we don’t have religion anymore.”

Just the other day, a busload of morality police raided the mall and arrested any women who weren’t wearing “good hijab” — in other words, women who were showing too much hair. People in Tehran haven’t seen that brand of open bullying from the fundamentalists in eight years, Ghanbari fretted. “Those girls were our customers,” he said.

They are dying for change. Wortwörtlich. Aber den Wechsel können sie nicht mehr alleine herbringen! Das wissen sie auch, berichtet Antje Sievers:

Die ist unglaublich, richtige Aufbruchstimmung. Den Iranern hängt dieses Mullahregime zum Hals raus. Sie hoffen so sehr, dass die Amerikaner kommen und ihnen die Freiheit bringen.

Aber wir Europäer wissen ja soviel besser was für alle Völker gut ist: Die Atombombe wird den Lebensstandard der Iraner schicherlich heben.

Freitag, 24. Dezember 2004

One Wild Night

Alle Jahre wieder zelebrieren wir das Fest der Liebe. Mittlerweile drücken die meisten Leute ihre Liebe durch materielle Geschenke aus, aber auch das ist schön, zumal es noch einmal alle Antiglobalisten zum schreien bringt.

Die meisten werden wohl das Fest mit der Familie verbringen, deshalb ein Ratschlag: Besauft euch schon vor dem Essen! Es hilft wirklich! Die Tante sieht dann schon besser aus, des Onkels flache Witze sind plötzlich lustig und das Krächzen der Grossmutter wird magischerweise zu einer mehr oder minder normalen Stimme. Der Wein aus dem Supermarkt schmeckt dann auch und man merkt gar nicht mehr wie viel man isst und wie fett man wird. Ihr könnt auch versuchen mit euerer unausstehlichen Cousine zu sprechen, aber erst um Mitternacht, denn, so sagt man in Polen, um diese Uhrzeit an Heilig Abend sprechen Tiere mit menschlicher Stimme!

Aber ich möchte trotzdem einmal die Gelegenheit nutzen um mich bei euch allen bedanken: Je mehr Leute das Geschriebene lesen, umso mehr Spass macht es zu schreiben. Insbesondere möchte ich vor den beiden Menschen knien, welche mir The Case for Democracy und Amerika, der War on Terror und der Aufstand der alten Welt von meinem Wunschzettel gekauft haben. Das habe ich wirklich nicht erwartet! An alle anderen: Mein Wunschzettel existiert immer noch, und man braucht ja keine Gelegenheit, um einfach ‘mal so Bücher zu schenken, oder? Aber wie schon gesagt, das Lesen und ein Kommentar hier und da ist eigentlich schon genug! Danke, Leser!

Wenn ihr mit mir plaudern wollt (ich würde mich wirklich über die Identität der Schenker freuen!), hier sind die Daten:

  • MSN: lord_php@hotmail.com
  • ICQ: 60814240
  • Yahoo: americaninfidel2605
  • Mail: keleko@gmail.com

Falls ihr mir eine Postkarte schicken wollt (Ich freue mich über diese wie ein kleines Kind):
Greg B. Grabinski
29, Route de Sous-Moulin
CH-1225 Chêne-Bourg
Beautiful Switzerland

Und nun lasst mich als Ungläubigen euch wunderschöne Weihnachten mit eueren Liebsten zu wünschen! Atheisten dieser Welt, auch euch salutirere ich an diesem speziellen Tage!

Donnerstag, 23. Dezember 2004

Wir haben euch vermisst!

Ich glaube immer mehr, dass Bush im tiefsten Inneren, eine sadistische Seite für seine Gegner hat. Malen sie Wahlkarten der ganzen Welt in blau, gewinnt er die Wahlen klipp und klar. Wird Rumsfeld von allen Seiten angegriffen, nimmt er diesen in Schutz und erklärt wie menschlich Donald sei. Wenn ein Kontinent sie die Abwahl Bushes wirklich wünschte, dann war es Europa, aber dennoch (doh!) gewann Bush die Wahlen. Um sein Revier gleich zu markieren, wird seine erste Reise der zweiten Amtsperiode eben Europa sein. Ich hoffe er packt sein Siegergrinsen mit ins Gepäck.

Natürlich sind unsere lieben Freunde, die militanten Pazifisten des Bundesausschusses Friedensratschlag, sofort zur Stelle. Die Verkehrsbelästigung wird dieses Jahr am 23. Februar unter dem Motto »Europa pfeift auf Bush!« statt finden. Tag rot ankreuzen im Kalender, denn es wird sich bestimmt lohnen sich den Arsch abzufrieren. Falls in Genf eine anti-Bush-Fete steigt, werde ich natürlich vor Ort mit Kamera sein. Vielleicht gibt es sogar einen Marathon, denn in Genf öffnet der erste Starbucks im März! Nichts erwärmt mehr, als der 1291. Bush Hitler Vergleich! Aber gehen wir doch ins Detail, während im Irak auch Demonstration statt finden.

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Dienstag, 21. Dezember 2004

»Der kostbare Traum, gestohlen von Tyrannen«

Im Rahmen des schon 17. Teiles seiner »Good news from Iraq« weist Arthur Chrenkoff auf eine besonders interessante Umfrage hin. Befragt wurden 5′000 Personen:
"What will you base your vote on?
Political agenda - 65%
Factional origin - 14%
Party Affiliation - 4%
National Background - 12%
Other reasons - 5%

"Do you support dialog with the deposed Baathists?
Yes - 15%
No - 84%
Do not know - 1%

"Do you support the postponing the election?
Yes - 18%
No - 80%
Do not know - 2%

"Do you think the elections will take place as scheduled?
Yes - 83%
No - 13%
Do not know - 4%"

Unterschriften für den Krieg

Spiegel hat einen neuen Riesenskandal entdeckt: »Rumsfeld ließ Kondolenzbriefe vom Automaten unterschreiben«. Na, wenn das kein Grund ist, ihn zu feueren, was dann?

In den USA wird Rumsfeld hauptsächlich von den Demokraten und der Linken allgemein angegriffen. Das ist auch nichts neues, schliesslich steht die Regierung unter Dauerfeuer von dieser Seite. Neu ist, dass einge Republikaner sich der Kritik anschliessen, allen voran der Chefredakteur der Bastion der Neo-Cons, dem Weekly Standard, Bill Kristol. Nur konzentrierten sich diese auf das angebliche Fehlen der benötigten Ausrüstung und der zu geringen Truppenanzahl, während Spiegels Hauptgrund für einen Rauswurf automatischen Unterschriften wären.

Die letzte Welle der anti-Rumsfeld-Triaden wurde durch seinen Satz »man geht in den Krieg mit der Armee die man hat, nicht mit der die man gerne hätte oder sich wünscht« ausgelöst. Es ist ein Teil einer Antwort auf die Frage Spc. Thomas Wilsons warum die Wagen mit welchen sie in den Krieg ziehen, nicht genügend Panzerung hätten. Ganz zufälligerweise hatte ein Journalist den Soldat »trainiert« um Rumsfeld »auszufragen«. Dabei wurde medienweit übersehen, was Rumsfeld wirklich geantwortet hatte. Er erklärte nämlich den Anwesenden, dass mittlerweile die Produktion dieser gepanzerten Fahrzeuge bei 400 pro Monat angekommen ist und dass dies eher eine Frage der Physik ist, als eine Frage des Geldes (will heissen: man kann einfach nicht mehr bauen). In Wirklichkeit stieg die Produktion von 35 auf 450 im Monat. Das überall aufgegriffene Zitat folgte erst später und ist im Grunde genommen bloss eine ehrliche Antwort.
Auch der andere grosse Kritikpunkt, nämlich die Truppenanzahl ist ähnlich schwach, erhöhten die Amerikaner doch die Anzahl ihrer Streitkräfte um knapp 10% auf 150′000.

Natürlich ist Rumsfeld kein Prophet, aber genauso wenig sind es Bill Kristol oder John McCain, geschweige all die Demokraten. Die Wahrheit ist, dass keiner den Terroristenaufstand in dieser Form vorhergesehen hat, weil es einfach in der Natur eines Krieges ist, dass er unvorsehbar ist und Dinge sich ändern. Auch die Humvees waren nie für eine Art von Guerilla-Krieg konzepiert und haben deshalb keine Panzerung.
Militärisch war der Irak-Feldzug ein voller Erfolg: Man war an den Toren von Baghdad innerhalb weniger Wochen angekommen, man hatte Baghdad innerhalb von ein paar Tagen entgegen den Prophezeiungen eines zweiten Stalingrads eingenommen und Fallujah fiel schneller als die Medien berichten konnten.

Im Nachhinein weiss man alles besser, nur ist Rumsfeld auch einer von uns und lernt von den Fehlern. Er schreibt aber keine Kolummnen, sondern reagiert.

Montag, 20. Dezember 2004

Klassischer Antiamerikanismus bei Saddam

Saddam ruft das Volk zum Widerstand auf, der kurier nennt dies ein »Appell an Einigkeit«. Die Europäer sind ja schon lange geeinigt in ihrem Kampf gegen Demokratie, fehlt also nur noch das irakische Volk in seiner Vollständigkeit. Saddam behauptet, die Amerikaner wollen das Land nach Religionsgemeinschaften spalten. Ich bin mir sicher, die Amerikaner wollen nichts anderes als den Irak spalten. Wirklich, das ist ihr oberstes Ziel. Aber eben, Saddam »stichelt« gegen die USA, dann lassen wir ihn doch gefälligst.

Seinen Prozess hätte der Massenmörder dann doch lieber vor der US-Justiz. Seine Anwälte fürchten eine »Siegerjustiz«.
Das ist aber putzig, nicht? Jahrelang praktiziert sein Schützling etwas, das nur als Verbrecherjustiz durchgehen kann und nun fürchtet man, dass das unterdrückte Volk sich weigern wird, ihm nur zwei Jahre auf Bewährung zu geben. Wobei, in den USA gibt es auch die Todesstrafe, also prinzipiell ist es egal wo der Prozess geführt wird, nur darf man unter keinen Umständen den Iraker verweigern, ihren Henker selbst zu verurteilen.

Dies ist klassischer Antiamerikanismus. Die Terroristen bedienen sich mittlerweile amerikanischer Technologie wie Handies und dem Internet um sich zu koordinieren, die linken Zerstörer der G8-Gipfel ernähren sich von BigMacs, Adolf Hitler schickte Ferdinand Porsche in die USA um sich die Massenproduktionstechnologie für den Volkswagen abzuschauen und nun will Saddam also vor die US-Justiz.
Aber diese »Amerikanisierung« der Welt wird schlussendlich all die Verbrecherregime zum Fall bringen. In der Ukraine organisierte man sich per Mobiltelefon. Die Erklärung, dass die Wahl ein Betrug war, wurde per Live-Stream in die Welt rausgeschickt. Die Zahl chinesischer Blogs stieg von 1′000 auf 600′000 in nur zwei Jahren und die meisten davon übersetzen englische Nachrichten. Die am meisten verwendete Sprache nach Chinesisch und Englisch ist Farsi! Ungefähr 10% dieser Blogs sind auch politisch. Kein Wunder, dass die Mullahs versuchen, das Internet einzuschränken. Letztendlich kann man aber die moderne Informationstechnologie nicht stoppen, aber sie kann die Verbrecher stoppen.

Sonntag, 19. Dezember 2004

Edle Dummheit

Mit Nobelpreisgewinner stimmt per se etwas nicht. Scheint so zumindest. Würde man mir einen anbieten, ich weiss nicht ob ich ihn annehmen würde. Wahrscheinlich schon, denn mit einer Million könnte ich meinen Traumsurfurlaub auf Hawaii realisiern. Oder den Snowboardurlaub in Colorado. Aber wohl würde ich mich dabei nicht fühlen, schliesslich haben ihn Yassir Arafat und Kofi Annan schon erhalten.

Als Jimmy Carter der Preis zugesprochen wurde, machte die Jury deutlich, dass dies als ein »Tritt ins Bein« von George W. Bush interpretiert werden sollte. Unter anderem wurde Carter dafür gepriesen, den keine-Atomwaffen-Pakt mit Nordkorea geschlossen zu haben und somit friedlich durch Diplomatie einen Konflikt gelöst zu haben. Nur ein paar Wochen später wurde bekannt, dass Nordkorea diesen Pakt systematisch brach.

Dieses Jahr wurde Elfriede Jelinek – eine Frau, gefüllt mit Selbstverachtung – die Ehre zuteil. Ganz zufällig nachdem sie im Jahr zuvor Bambiland schrieb. Das Buch wird als »kreischender Angriff« auf die USA gewertet. Sie schreibt unter anderem über die »männlich-martialische Kriegsindustrie, die durch die Berichterstattung zum „Wartainment“, zu einer Art neuem Disneyland für TV-Junkies geworden ist« und wie »der patriotische Enthusiasmus zu Geisteskrankheit verkommt«.

Eine Stufe weiter ging Mairead Corrigan Maguire. Die Irin erhielt den Nobelpreis für Frieden im Jahre 1977 für die Gründung des »Northern Ireland Peace Movement«. Ein weiterer atemberaubender Erfolg einer Preisträgerin. Alfred wird sich im Grabe umdrehen. Heute war sie in Jerusalem um dem Verräter des israelischen Atomwaffenprogrammes, Mordechai Vanunu, ihre Unterstützung für seinen Kampf um Weihnachten ausserhalb Israels zu zusagen. Dies wäre wirklich halb so wild, nur leider machte sie den Mund öffentlich auf: »Wenn ich über nukleare Waffen nachdenke, ich war im Konzentrationslager in Auschwitz [Sie hat es besucht]. Nukleare Waffen sind nichts als perfektionisierte Gaskammern, … und als ein Volk welches weiss was Gaskammern sind, wie könnt ihr überhaupt daran denken perfektionierte Gaskammern zu bauen?« fragte sie.

Ich bezweifle ernsthaft, dass sie über Atomwaffen nachgedacht hat, denn sonst hätte sie gemerkt, dass diese nicht automatisch 6 Millionen Juden vergasen und dass sie ganz nebenbei Israel von einer Invasion durch die Nachbarländer bewahren. Genau darum denken sie daran, deshalb baut Israel diese Waffen. Vielleicht weil eine Atombombe eben keine Kammer ist, sondern wie der Name es schon vermuten lässt, eine Bombe.

Dass die Israel-Nazi-Vergleiche schon so weit reichen, zeigt wie langsam, aber sicher das alte Ressentiment gegen die Juden wieder auflebt. Jahrehunderte des Hasses lassen sich nicht mit einem einzigen Holocaust wegradieren, zumal dieser noch einen Judenstaat zufolge hatte. Nicht nur die Deutschen können den Juden Auschwitz nicht verzeihen, die ganze Welt bringt es nicht über’s Herz. Das schöne am jetzigen Zustand ist, dass man Israel zusammenstauchen kann, sei es noch so irrational, und man nicht mit dem Finger auf den bösen Juden zeigen muss. Diese Art des versteckten Judenhasses ist aber auch auf dem Rückgang, denn man traut sich immer zu sagen, dass die Juden »zu viel Einfluss« hätten und mit »üblen Tricks« arbeiten würden.

Der Niedergang des Nobelpreises schmerzt. Albert Einstein, Niels Bohr, Marie Curie, Lech Walensa, Martin Luther King Jr., Winston Churchill und viel andere riesige Persönlichkeiten und Genies. Was denken sie davon?

Person of the Year!

Person of the Year!

Selbst die eher linksgerichtete Time erkennt Bushs Verdienste an.

Wir lieben Frauen!

Frauen mit gutentwickeltem Selbstwertgefühl tendierten zum logischen Schluss: Wenn ich gut bin und eine Frau, heißt das, dass Frauen gut sind. Männer dagegen folgten der Logik: Wenn ich gut bin und ein Mann, heißt das noch lange nicht, dass Männer gut sind.

Denn wir wissen: Männer sind Schweine!

Liebe Frauen,
entgegen dem was alle Machos dieser Welt sagen, wir lieben euch, wir können nicht ohne euch, habt bitte ein Herz für uns!

Samstag, 18. Dezember 2004

Und weiter geht’s!

Das iranische Kinderfickerregime macht weiter Dampf, während die Europäer mit Teheran enger zusammenarbeiten wollen. Man bindet die engere Partnerschaft in Sachen Ökonomie und Politik zwar an Irans Umgang mit Menschenrechten und Terrorismus. Aber diese zwei kleine Nichtigkeiten haben die Europäer ja nicht einmal davon abgehalten, Teheran eine Atombombe zu schenken, also wieso sollte das sie nun von weiterem Geldverdienen abhalten?

Ein Blick auf IranPressNews.com würde aber genügen um festzustellen, dass man mit dem Iran jeglichen Kontakte abbrechen sollte. Vor allem die Ökonomischen würden die Steinewerfer (interessant ist auch, dass Antiglobalisten Steine werfen) arg in Bedrängnis bringen.

Man muss aber gar nicht einmal so weit schauen: The Washington Times berichtet von öffentlichen, von der Regierung unterstützten Rekrutierungen von Selbstmordattentätern. Die Freiwilligen haben die Wahl zwischen Anschlägen auf Marines, auf Israelis oder dem Mord von Salman Rushdie.

In Eezeh wird heute um drei uhr iranischer Zeit ein Dieb seine Finger der rechten Hand los. Er hat wahrscheinlich alles gestohlen, was er brauchte.

Derweil erwartet im Iran Hajieh Esmailvand ihre Steinigung wegen Ehebruch. Das iranische Strafrecht ist dabei sehr präzise: Männer werden bis Taille eingebuddelt, Frauen bis zur Brust (Guess why…). Auch die zu verwendenen Steine sind fast schon mit deutscher Gründlichkeit festgeschrieben: Sie sollen nicht gross genug sein, um die Person mit einem oder zweien zu töten. Schliesslich sollen wohl die Vergehen der Person ausgesteinigt werden. Zunächst sollte sie noch fünf Jahre im Gefängnis absitzen, dies wurde aber vom obersten Gericht wiederrufen und somit soll die Steinigung am 21. Dezember erfolgen. Dies kommt nur ein paar Tage nachdem ein mehrfach vergewaltigtes und verkauftes Mädchen zum Tode per Händen verurteilt wurde.

Von Menschenrechten sprachen die Europäer also, gell?

Sex, Drugs & 35% deutsche Musik

Der Bundestag erwartet von den Rundfunksendern einen höheren Programmanteil mit deutschen Sängern oder Produktionen. In dem von der Koalitionsmehrheit angenommenen Antrag von SPD und Grünen wird als Ziel eine Quote von annähernd 35 Prozent verlangt.

Der Regulierungswahn in Deutschland wird langsam aber sicher beängstigend. Wenn man ganz paranoid ist, kann man einen Rückfall in Zeiten wo Nazis bestimmten was man sehen und hören durfte. Heute wird dies freilich schwerer sein – Kazaa und Konsorten sei dank.

Interessant ist, dass man versucht, sein demokratisches Gesicht zu wahren: Es handelt sich um »eine Selbstverpflichtung«, nicht etwa »ein Quotengesetz«. Dennoch wird sofort hinzugefügt, dass man dies ein Jahr später überprüfen werde und bei Unzufriedenheit eben ein Gesetz erlassen werde. Wenn man den Hals über einer Klippe hat, ein Messer im Nacken, ja dann, dann bekennt man sich auch schneller zu einer Religion…

Das Parlament habe jetzt als „Frühwarnsystem” eingegriffen und komme damit den Forderungen vieler Künstler und breiter Bevölkerungsschichten nach, so Vollmer. „Die Not muß also besonders groß sein.” Kulturstaatsministerin Christina Weiss (parteilos) sagte, es gehe „um Kunst und nicht um Deutschtümelei”.

Wirklich? Das impliziert also, Kunst ist zwangsweise deutsch. In Zeiten wo schweizer Künstler die Wappen der Ur-Kantone neben Folterbilder stellen und in Wahlurnen kotzen lassen, dürfte es wohl nicht mehr allzu lange dauern, bis irgendein »Künstler« den Holocaust zu einem Kunstwerk erklärt und Hitler als grössten Artisten aller Zeiten preist. Karlheinz Stockhausen machte schon einmal einen Anfang als er knapp zwei Monate nach 9/11 in diesen das grösste Kunstwerk aller Zeiten erspähte.
Die Not in den Köpfen der Nationalisten scheint wesentlich signifikanter als diese »breiter Bevölkerungsschichten« zu sein, denn Radios spielen eben nur Songs, welche diese hören wollen und die Hörer sind anscheinend nicht sehr geil auf deutsche Musik, sonst würden die Sender diese schon lange spielen. Oder kontrollieren doch böse Juden die Welt, und lassen überall die amerikanische Neger-Musik sich verbreiten?

Aber die Idee einer Quote ist gut und müsste folgendermassen umgesetzt werden: 30% Melodic Metal (Edguy, Iron Maiden, …), 30% Hard Rock (AC/DC, Krokus, …), 30% Rock (Pink Floyd, Beatles, Aerosmith, Led Zeppelin, …) und 10% Sonderquote für Guns N’ Roses und Queen. Dann könnte ich vielleicht meinen iPod mini gegen ein protables Radio eintauschen. Also ich finde die Quotenaufteiliung brilliant oder habt ihr noch bessere Vorschläge?

Freitag, 17. Dezember 2004

Kleine Irakerinnen und amerikanische Konvois

Eine kleine Irakerin bekam von den Marines einen Teddy geschenkt. Ein paar Tage später wies sie einen amerikanischen Konvoi auf eine Mine hin.

Herzzerbrechend.

Donnerstag, 16. Dezember 2004

Fette Deutsche

»Mehr als die Hälfte der Bundesbürger ist übergewichtig« titelt gesundheit.de (Link funktioniert nicht). Das ist also derselbe Anteil Dicker wie in den USA. »Die Deutschen essen zu kalorienreich: zu viel, zu süß und zu fett« meint die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Der Himmel fällt uns auf den Kopf: Amerikanische Verhältnisse!

Coca Cola, McDonalds, M&M’s, extragrosse Chipstüten für die Hälfte des Preises einer Bio-Orange, Mars, Snickers, Burger King, Pepsi und Michael Moore. Amerika, du verdirbst das schöne alte Europa! Naja, ausser Michael Moore, der ist nur fett, aber wir lieben ihn. Vielleicht haben wir zu hart versucht zu sein wie er? Oh Unglück…

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