Too Cool for Internet Explorer

Dienstag, 30. November 2004

Haben sie denn keinen Respekt?

Die Iranische Polizei hat sechs aus Afghanistan in einem Lastwagen kommende Kamele geschlachtet, ihnen die Bäuche geöffnet und 18 Kilogramm Opium gefunden.

WWF, wo bist du?

Echt?

Nie fielen in einem Monat mehr GIs

Dass über die Häfte in Fallujah fiel, steht dann zwar im Artikel, aber verhindert eine reissereische Überschrift nach dem Motto »Guck, den Amis geht’s ans Leder« nicht. Wenn Der Spiegel nachgedacht hätte - was man von ihm aber nicht erwarten kann - wäre ihm aufgefallen, dass der Bodycount ohne den Gefallenen in Fallujah einer der Geringsten seit Februar war. Aber was würde das bedeuten? Dass der so geliebte »Widerstand« schwächelt? Besser gar nicht daran denken…

Der Bodycount der getöteten Terroristen, mindestens 1200, ist da wesentlich interessanter.

Von DoS-Attacken und Menschenrechtlern

Irgendein lustiger Geselle ohne Leben hat den Server meines Webhosters lahm gelegt und ich konnte euch nicht mit meinen scharfsinnigen Analysen beglücken. Kommt schon, ich habe euch gefehlt. Und wenn nicht, dann sagt’s wenigstens nicht laut und lasst mich in meinem irrsinnigen Glauben, dass auch nur irgendjemanden meine Meinung interessiert.

Aber da ich nicht bei mir schreiben konnte, schrieb ich halt bei Florian Schwabs De Facto. Ein paar Wichtigtuer unter der Maske Menschenrechtler haben nämlich in Deutschland Rumsfeld angeklagt und ich wollte sichergehen, dass auch jeder die Absurdität davon versteht und verfasste ich den Artikel Die Menschenrechtsproleten (Ein Auszug):

Da sind sie wieder, die Menschenrechtler! Das schöne an ihnen ist, dass auf sie Verlass ist wie auf die Mullahs wenn es ums Hängen und Auspeitschen von Jugendlichen geht, wie auf das Erscheinen der Samichlause in den Shopping-Alleen unserer Städte und wie auf die UN wenn man wieder einen Massenmord ganz doll aus dem flauschigen New York verdammen soll. Marx meinte beim Anblick der Marxisten der Siebziger Jahre des XIXten Jahrhunderts, dass er kein Marxist sei. Genauso müssen die Menschenrechte beim Anblick von Menschenrechtlern denken, dass sie keine sind.

De Facto ist übrigens auch ganz lesenswert, auch wenn Florian eine Ausrucksweise hat, mit welcher er gerade so gut Europäischer Diplomat sein könnte.

Für Gastbeiträge bin ich weiter mit Vergnügen zu haben und schreiben kann ich auf Deutsch, Englisch, Französisch und Polnisch. Ein Mail an keleko at gmail dot com genügt. Bevorzugt werden Anfragen der NZZ und der Weltwoche, aber alle anderen sind auch willkommen. Keleko ist übrigens nichts anderes als Greg auf hawaianisch falls sich jemand Fragen stellt…

Wie heisst es so schön, ich bin back on track. Und habe, fällt mir übrigens auf, immer noch 6 GMail-Accounts zu verschenken.

Samstag, 27. November 2004

Sie werden eben doch gehasst!

Wieder stehen wir vor Hiobsbotschaften aus der Arabischen Welt zuhause und in Europa. Die erste betrifft die Hauptstadt Europas, Paris. Ganz nebenbei: Wie viele Franzosen braucht man um eine Glühbirne zu wechseln? Einen Einzigen und Europa dreht sich um ihn. Zurück zum Thema: Die Kaulquappen haben dem Terroristen Arafat eine Todeszertifikat ausgestellt, auf dem Jerusalem als sein Geburtsort angegeben wird. Es ist aber bekannt, dass Arafat in Kairo geboren wurde. Zvili, der Israelische Botschafter auf feindlichem Gebiet, kann der Geschichte nicht ganz folgen: »Ich verstehe nicht wie Arafat in Kairo geboren sein konnte als er nach Frankreich kam, aber in Jerusalem geboren wurde als er Frankreich verliess.« Wir wissen, dass die Franzosen (und nicht nur sie), Israel als Wurzel allen Übels sehen, aber jetzt den Israelis noch Arafat in die Schuhe schieben zu wollen, ist ein wenig unfair, finde ich. Und noch eine Preisfrage zum Schluss des Paragraphen: Wie viele Male wird Jerusalem, welches die Araber plötzlich für sich beanspruchen, im Koran erwähnt?

Al-Arabia hat uns einen grossen Dienst erwiesen und 113′107 Bürger der Arabischen Welt gefragt, wer denn Arafats Nachfolge antreten sollte. Die Antwort ist genauso wenig überraschend wie angsteinflössend. Drei von vier Befragten wollen die Hamas als Nachfolger. Sie erklären, dass die Hamas für einen Staat Palästina auf dem Land vom historischen Palästina. Was das auch immer sein mag, denn Ahmad Shuqeiri, der spätere Vorsitzende der PLO, sagte vor dem Sicherheitsrat 1947: »Jeder weiß, dass Palästina nichts anderes ist als das südliche Syrien.« Das historische Palästina und ähnliche Wortspiele scheinen nichts anderes als Synonime für »Juden müssen ins Meer« zu sein, und die Arabische Bevökerung scheint einverstanden zu sein… Die Europäische übrigens bis zu einem gewissen Grad auch: Nicht wenige habe ich nach der Auslöschung Yassins sagen gehört, dass die Hamas doch nur für die armen Palästinenser kämpfen würde.

Aber kommen wir noch einmal zu den Franzosen. Sie haben kürzlich Al-Manar TV, dem Hisbollah-Sender, erlaubt in Frankreich zu senden. Eine wirklich noble Geste. Der Sender welcher zum Beispiel Serien basierend auf den Protokollen des Zions sendet, und sich aktiv an Terrorismus-Marketing und Judenhass beteiligt beteiligt wird 15 Minuten auf französisch senden, den Rest auf arabisch. Kürzlich erklärten Arabische Mütter auf eben diesem Sender, dass sie glücklich sind und mehr Kinder opfern wollen.

60 Jahre nach Hitler sind seine Ideen quicklebendig und er wird wohl in der Hölle mit einem Grinsen schmoren. Knapp 1/3 der Deutschen glauben, dass »der Einfluss der Juden zu groß ist«, knapp zwei von drei glauben der berühmten EU-Umfrage zufolge, dass Israel die grösste Gefahr für den Weltfrieden darstellt, Einer von Vier glaubt, dass Juden den Holocaust ausnutzen, 17 % der Italiener sind gegen die Existenz Israels. Man könnte mehr ähnliche Umfragen finden, aber darum geht es nicht. Es muss aufgehört werden das zu tolerieren, man muss es aggressiv angreifen!

Aber ganz düster will ich den Beitrag nicht beenden: War Arafat schwul? Echt witzig…

(Ohn)-Macht der Worte

Vor einer Woche war alles gut im Sudan. Meinte die UNO zumindest, den neuen superunerschütterlichen, stabilen Peace-Deal verkündend. Die beiden unhörigen Bengel, die Regierung und die Rebellen, haben sich auf ein Kriegsende per 31. Dezember geeinigt. Ich will mich zwar nicht mit Lob überschütten, aber ich machte mich wohl schon vor einer Woche, über UNOs Drohungen lustig und habe Recht behalten. Sie können nur drohen, nur weiss mittlerweile jeder Menschenverachter dass mehr nicht kommt - und nutzt dies auch aus!

Derweil spitzte sich die Lage in der sudanesischen Bürgerkriegsregion Darfur wieder zu. Nach Einschätzung von EU-Entwicklungshilfekommissar Louis Michel sei sie inzwischen schlechter als vor der Waffenruhe-Vereinbarung, die Regierung und Rebellen vor zwei Wochen unterzeichnet hatten. Selbst humanitäre Helfer hätten sich nach den jüngsten Kämpfen aus der Region zurückgezogen, sagte Michel in Brüssel. Er bezog sich dabei auf die Ereignisse in der Region um die Stadt Tawilla.

Da haben wir es also! Schwarz auf weiss. Die Lage hat sich, trotz des splendiden UN-Deals verschlechtert. Wer hätte dies erwartet? Aber es gibt ja bekanntlich die Lösung: Drohen!

Die Vereinten Nationen haben das Wiederaufflammen der Kämpfe verurteilt. Der Uno-Gesandte für den Sudan, Jan Pronk, hat den Rebellen der Sudanesischen Befreiungsarmee (SLA) alleine die Verantwortung für die jüngsten Kämpfe zugewiesen. “Das war eine einseitige Verletzung der Vereinbarung durch die SLA, nicht durch die Regierung”, erklärte er gestern auf einer Pressekonferenz.

Und die Partei, welche nicht in der UNO ist, verurteilen. Echt geile Einstellung. Die Rebellen sagen nämlich, sie wurden angegriffen und hätten dann die Regierungstruppen nach Tawila gejagt. Hätte die UNO 1939 exisitiert, hätten sie wahrscheinlich Polen für den 1. September verantwortlich gemacht…

Das ist übrigens keine Verteidigung der Rebellen, denn die sind höchst unorgansiert und helfen auch nicht immer mit, wollen mit den Hilfskonvois nicht zusammen arbeiten. Beide Seiten sind das Unterste dort drüben. Aber dass sich die UNO hinter den Sponsor der Arabischen Milizen, die vergewaltigt haben wie es ihnen gerade passte, stellt, geht doch ein wenig zu weit! Der Friedensvertrag sah eben die Entwaffnung dieser Miliz vor. Keine Anzeichen davon sind zu sehen. Genauso wie keine Verurteilung seitens der UNO.

Diese lässt sich auch wunderschön von der Afrikanischen Union vorführen. Letztere verhinderte eine »UNO-Schelte« für den Sudan wegen Menschenrechtsverlezungen. Eine Union Länder, welche sich durch Diktatoren und Sozialismus selbst zerstören, hat also mehr Macht als die Organisation, welche die Welt retten soll. Ja, die AU hat den entwickelten Ländern in einem Anfall von Neid noch die Leviten gelesen - und klang ganz wie die Europäischen Medien:

Nach Interpretation von Südafrika zeige die Initiative der EU, dass die Industrieländer weiter nur in Entwicklungsländern - statt in den Gefängnissen des Iraks - nach Menschenrechtsverletzungen suchen. Dieser Ansatz sei politisch motiviert, zeuge davon, dass Industrie- und Entwicklungsländer mit verschiedener Elle gemessen würden und vergifte den Geist der Menschenrechtskommission, sagte Südafrikas Vertreter in der Debatte.

Südafrika hat da nicht ganz Unrecht. Wenn ein US-Soldat in einer Moschee einen Terroristen tötet, wohl wissend dass solch ein Sterbender oft mit Sprengstoff gefüllt ist, dann kündigt die UNO Untersuchungen an. Wenn sich aber Entwicklungsländer gegenseitig morden und einander Zivilisten abschlachten, dann hebt sie nur drohend den Finger. Das meinte Südafrika zwar nicht mit verschiedenen Ellen, so ist es aber.

Und nicht nur über die UNO haben sie Macht, auch über Deutschland.

Der Bundestag hat die Entscheidung über den Sudan-Einsatz der Bundeswehr verschoben. Grund ist der “explizite Widerspruch” der sudanesischen Regierung zum Hilfseinsatz in Darfur.

Sprich, sie will keine Unruhestifter beim Morden haben. Denn, wenn sie tatsächlich so unschuldig wäre, wie die UNO dies behauptet, warum würden sie keine Deutschen Soldaten ins Land lassen?

Oh Europa, selbst auf euerer alten Spielwiese werdet ihr schon nach Strich und Faden verarscht. Das muss hammerhart sein.

Freitag, 26. November 2004

Thank You, America!

Die Antwort auf Sorry Everybody und Apologies Accepted ist hier!

Thank You, America! Lasst Amerika wissen, dass sie nicht alleine sind!

Gelungene Integration

The desire to celebrate Thanksgiving was so strong for Leticia Maravilla, a Mexican immigrant, that she roasted her first turkey before she had her green card, struggling through a newspaper recipe in English.

Donnerstag, 25. November 2004

Wer sind wir?

Holger Wenk ist stellvertretender Beisitzer im dju-Bundesvorstand. Das ist wohl soetwas wie ein Impotenter bei einer Sex-Orgie. Auf alle Fälle hat er etwas gegen Blogs. Ob er nun sich in seiner Lage des Beisitzens bedroht fühlt, oder ihm unwohl beim Gedanken wird, dass jetzt Leute seinen Schwachsinn überprüfen, öffentlich anprangen und damit noch Publikum erreichen können ist unklar, aber genauso unwichtig. Eines ist klar: Er hat Angst!

Schon im ersten Paragraphen lügt er:

Doch ausgerechnet da, wo schnelle Information und Trenderkennung obsiegen sollte, versagte der tolle Cyber„journalismus“: Traditionelle Medien sowie Wettbüros und ihre schnöden Mammon-Quoten spiegelten den tatsächlichen Wahlausgang exakter wieder als die Blogger, konstatiert das Online-Portal Cnet.

Zu erst einmal, versagten diese traditionellen Medien vor den Wahlen indem von der »Objektivität« von der der Marxist später palavert, wenig übrig blieb. Es war klar, Kerry ist der Bessere, er muss gewinnen! Nach den Wahlen erzählten sie uns von einer Masse tieffundamentalistischer Wähler. In Wahrheit waren diese Leute nur 22%, und alles andere als tieffundamentalistisch, da die Journalisten-Leuchten den Begriff »Moral Values« nicht verstanden.

Journalisten in einer demokratischen Gesellschaft sind dazu berufen, möglichst objektiv – oder entsprechend nachvollziehbarer Kriterien der Medienbesitzer (Tendenz) – die Realität widerzuspiegeln.

Und Blogger tun bitte was? Unabhängig von politischer Meinung, können sie sich die Wahrheit auch nicht erfinden, denn die ist dieselbe für alle. Auch für Holger Wenk. Was sind eigentlich nachvollziehbare Kriterien? Nachvollziehbar für wen? Für solche welche mit der Tendenz einverstanden sind vielleicht… Wie kann man von Objektivität sprechen und im nächsten Satz behaupten Tendenzen wären in Ordnung? Blogger sind doch genau das, was er hier als Tendenz beschreibt. Auf höherer Mission ist keiner von uns, wir glauben nur, dass unsere Meinung wichtig ist und jeder ist willkommen unsere Quellen zu überprüfen und uns zu kritisieren. Gerade weil wir sagen was wir denken, nicht so tun als wären wir neutral, sind wir nützlich. Bei einem Journalisten weiss man nie, ob er wirklich objektiv ist, oder nur so tut als wäre er es. Journalisten sind auch nur Menschen, auch Holger, und haben Positionen welche nun einmal in die Berichterstattung einfliessen. Das ist natürlich, nur kennen die Leser diese nicht. Zumindest wollen Journalisten es nicht, weil es die Objektivität wegnehmen würde. Bei den Bloggern weiss jeder: Die Realität ist eine Konstante, er hat eine Meinung dazu. Sie ist angreifbar und Angriffe sind sogar erwünscht, während es wesentlich schwerer eine meistens nicht mit Quellen untermauerte Nachricht zu überprüfen.
Schlussendlich kommt Journalismus von Journal. Und ein Journal ist nichts anderes als eine Berichterstattung. Wenn man dies als Definition nimmt, dann sind die wenigsten Klugscheisser die über Amerika und den Irak philosophieren Journalisten, sind sie doch nicht vor Ort. Vielleicht könnte Holger Wenk ‘mal irgendwo beisitzen gehen und zeigen wozu echter Journalismus im Stande ist!

Dessen Kern [des Journalismus] besteht aus drei Elementen: Professionelles Handwerk (beim Umgang mit Sprache, Text, Bild), Moral & Ethik (Standards z. B. im Umgang mit Quellen) und Verantwortungsbewusstsein (für die gesellschaftliche Aufgabe von Journalismus).

Umgang mit Sprache? Jeder ohne Journalismus-Diploma kann also mit Sprache nicht umgehen. Oh, wie werden Blogger denn nur verstanden? Und was den Umgang mit Bildern angeht, haben sie sich auch nicht immer im Griff: Wenn ein Amerikaner einen Terroristen schiesst, dann ist das Video überall, aber wenn eine CARE-Mitarbeiterin umgelegt wird, ist das Video plötzlich zu brutal.
Dasselbe gilt für Moral & Ethik. Wer bestimmt was Moral und Ethik ist? Nietzsche, Platon oder vielleicht doch Vater Marx? Ist es nicht unmoralisch, Terroristen, Aufständische oder Rebellen zu nennen? Kinderficker nicht zumindest Pädophile zu nennen?
Was soll eigentlich die gesellschaftliche Aufgabe der Medien sein? Bzw. inwiefern wird denn diese durch das kontinuierliche Verschweigen von einzelnen Ereignissen, und dem Insistieren auf Andere, erfüllt?

Der professionelle Zugucker spricht den Blogger alle drei Elemente ab. Sie sind also unmoralisch, notarische Lügner und sind unfähig sich auszudrücken. Danke für die lieben Worte, alter Beobachter. Man muss den Holgi aber auch verstehen, wenn man sich ansieht was die Amerikanischen Blogger mit der eigentlich schon lebenden Legende Dan Rather angestellt haben, dann wird jetzt wohl jeder Journalist seine »Quellen« genauso wie Blogger überprüfen müssen. Denn Blogs haben die dirkte Möglichkeit zur Interaktion mit dem Leser wodurch eine Lüge nie sonderlich weit kommen wird und extreme Ansichten relativiert werden können.

Beängstige Dinosaurier sind der beste Beweis, das etwas sich in die richtige Richtung entwickelt. Das ist wahr für Holgi, wie auch die Europäischen Intellektuellen welche um ihren Platz in der Welt zittern.

Ich habe zwar schon oft nach den Medien gerufen, aber ich tue es noch einmal, diesmal müsste gerade die dju reagieren. Im Iran sitzen zwei Journalistinnen im Gefängnis. Zumindest in den Pausen zwischen den schweren Misshandlungen. Muss tatsächlich ein Blogger darauf aufmerksam machen? Wäre es nicht die Aufgabe einer Union, sich für Berufskolleginnen (auch wenn diese nicht in ihrer Union sind) einzusetzen? Fällt dies nicht auch unter »Moral & Ethik«?

Mittwoch, 24. November 2004

War’s das, Sarkawi?

Während Aufständische ihr Leben im Kampf gegen die Truppen riskierten, kümmerten sich die Geistlichen lediglich um ihr Geld. Die muslimischen Kleriker hätten sich mit der Tyrannei im Irak abgefunden, kritisierte Sarkawi weiter.

Auf nichts mehr ist verlass seit die Amis mit ihren Dollarscheinen herinstolziert sind, echt ‘mal! Selbst die verlässlichsten Hassschnürer hören einfach auf Hass zu schnüren. Das Sarkawi dies nicht kapiert verstehe ich, aber der Zivilisation sollte dies ein Zeichen sein.

Sarkawi nennt es »Tyrannei«, in Wirklichkeit ist es nichts anderes als Demokratie und Freiheit. Wenn die Quadratfresse nicht lügt, heisst dies dass die Idee der Freiheit eben universell ist und sie selbst bei den Klerikern Freunde findet. Das kann nur ein gutes Zeichen für die Wahlen sein, wie auch die über 150 eingetragenen Parteien.

Natürlich gibt es noch Widerstandsnester, das grösste ist die NATO, aber das ist ein anderes Thema. Zumindest ist es wohl endgültig offiziell, das die Terroristen um Sarkawi wirklich nichts mit Befreiung zu tun haben, sondern eben dem sterbenden Dinosaurier der in die letzte Schlacht gezogen ist und diese verliert…

Still missing you!

Vor auf den Tag genau vor 13 Jahren verliess uns der einzigartigste Frontmann den eine Rock-Band je hatte. Freddie Mercury starb, von 6jähigem AIDS-Leiden geschwächt, an einer Lungenerzüngen.

Die Welt vorlor ihn einen grandiosen Musiker und eine der grössten Rock-Bands aller Zeiten: Queen. Er schrieb den Jahrhundertsong Bohemian Rhapsody wie auch einen der meist gespielten Songs aller Zeiten, We Are The Champions und jagte mit seinem atemberaubendem Duett Barcelona mit Opern-Diva Caballé jedem kalte Schauer über den Rücken!

Egal ob er am Klavier sass, oder die Stadien mit dem Rock-Teil von Bohemian Rhapsody zum beben brachte, eine solche »Publikumskontrolle« war einzigartig. Mit seinen Kollegen von Queen, stahlen sie eigenhändig die Show beim Live Aid wo sie sich entgültig in den Olymp musizierten.

Den wohl besten Tribute hat er sich mit Queen zusammen selbst geschrieben, The Show Must Go On:

Empty spaces - what are we living for?
Abandoned places - I guess we know the score..
On and on!
Does anybody know what we are looking for?

Another hero - another mindless crime.
Behind the curtain, in the pantomime.
Hold the line!
Does anybody want to take it anymore?

The show must go on!
The show must go on!
Inside my heart is breaking,
My make-up may be flaking,
But my smile, still, stays on!

Whatever happens, I’ll leave it all to chance.
Another heartache - another failed romance.
On and on!
Does anybody know what we are living for?
I guess I’m learning.
I must be warmer now..
I’ll soon be turning round the corner now.
Outside the dawn is breaking,
But inside in the dark I’m aching to be free!

The show must go on!
The show must go on! Yeah!
Ooh! Inside my heart is breaking!
My make-up may be flaking!
But my smile, still, stays on!
Yeah! oh oh oh

My soul is painted like the wings of butterflies,
Fairy tales of yesterday, will grow but never die,
I can fly, my friends!

The show must go on! Yeah!
The show must go on!
I’ll face it with a grin!
I’m never giving in!
On with the show!

I’ll top the bill!
I’ll overkill!
I have to find the will to carry on!
On with the,
On with the show!

The show must go on.

Freddie Mercury!

Dienstag, 23. November 2004

Der Kampf für das Gute III

Bei aller Opfergeilheit wurde im Kampf um Fallujah etwas essentielles vergessen: Der Feind! Auf die ungefähr 50 Toten der US-Armee und der Irakischen Streitkräfte kamen über 1200 tote Fanatiker. Das in einer Häuserschlacht und zwar einer, welche die UNO schon längst »untersuchen« müsste, wenn sie nicht so… Ja, was ist sie denn genau? Auf alle Fälle sollten sie den Helden der Europäischen Medienlandschaft, die »Widerstandskämpfer« (oder auf gut nichtmediadeutsch: Terroristen) die Leviten lesen. Denn ihr Krieg war so heilig, dass die die Körper ihrer toten Kameraden mit Sprengstoff füllten und Moscheen als Waffenlager brauchten.

Viel schlimmer war, was sie in 8 Monaten mit der Stadt angerichtet hatten. Es war eine pure Terrorherrschaft ganz im Stile der Taliban. Verkäufer hatten drei Tage um ihre Marktbuden vor der Stadtbiblothek zu entfernen. Sonst drohte der Tod. Frauen mussten sich von Kopf bis Fuss verhüllen. Sonst drohte der Tod. Leere Drohungen waren es nicht. Man fand eine nichtverschleierte Frau, in den Armen eines Mannes, beide durch Kopfschüsse ermordet. Man sah besser nicht leicht verdächtig aus. Sonst drohte der Tod. Auch Musik durfte nicht mehr gehört werden. Sonst drohte der Tod. Für Alkohol drohte ebenfalls der Tod. Wie auch für westliche Videos.

Ein Mann, verwundet durch Amerikanische Kugeln war war wütend auf die Amerikaner. Nicht weil sie kamen, sondern weil sie 8 Monate zu spät kamen! Ein andere beklagt die Bombardements, nicht ohne sofort hinzufügen, dass er dennoch glücklich ist, dass diese getan wurden, da die Mujahidin die Stadt »erstickt« haben.

Noch etwas findet keine Erwähnung. Es heisst, die Mission sei missglückt, da die Fanatiker (minus 1200) entkommen konnten. Dabei wird vergessen, dass ihr Operationszentrum Fallujah war und sie alles zurücklassen mussten. Es wurden PCs welche zur Erstellung von Hasstriaden dienten gefunden. Die Folter- und Ermordungskeller wurden gefunden. Die im Zarqawi-Headquater gefunden PCs enthielten auch alles nötige - und wurden auch dazu verwendet - das Hassan-Video zu verbreiten. Das Tape war übrigens selbst Al-Jazeera zu brutal und das will schon etwas heissen.

Die Befreiung geschah übrigens zum ersten Mal mit grösserer Beteiligung der Irakischen Truppen, die sehr viel Lob von den US-Kommandeuren ernteten. Speziell wenn es darum ging nichtirakische Kämpfer zu identifizieren, Häuser von Terroristen zu durchsuchen, im Aufspüren von Waffenverstecken und dem Nachschub der humanitären Hilfe.
Aber auf Lorbeeren werden sich die beiden Armeen jetzt nicht ausruhen. Sie sind schon dabei, einen weiteren, wenn auch viel kleineren, »Hot Spot« südlich Bagdads auszulöschen, der auch von Geiselnahmen und Autoentführungen geplagt wird. Nicht verwunderlich, denn dort sitzen die alten Saddam-Kämpfer, und die haben noch eine Rechnung offen. Doch auch dies wird wohl ähnlich schnell wie Fallujah fallen, sind diese Kämpfer ja schneller als ihre Unterhosen aus Bagdad geflüchtet als die Amerikaner vor den Toren Bagdads standen…

Schweine!

Eigentlich dachte ich, dass es genug wäre im Folter-Beitrag auf den UNO-Skandel im Kongo hinzuweisen, aber dieser scheint wesentlich grösser zu sein als zunächst einmal angenommen. Dies kann auch davon herrühren, dass die Medien zumindest in Europa nicht ihre heilige Kuh anfassen wollen.

Aus zwei Dutzend Vorfällen sind jetzt zumindest 150 geworden und die Offiziellen erwarten noch mehr. Eine satte Leistung! Die Art der Vergewaltigungen im Kongo humanisiert fast schon die Kinderficker von Teheran. So ist mindestens ein Dutzend von Fällen bekannt, bei welchem die UN-Angehörigen Mädchen im Alter von 12 bis 15 Jahren genagelt haben und diesen in einem noblen Gegenzug ‘ne Frucht oder ein Stück Kuchen gegeben haben. Herrlich, diese Helden der Menschheit, selbst nach dem Sex vergessen sie nicht, dass sie hierher kamen um der Bevölkerung zu helfen!

Die Art der Untersuchung nögt einem auch gehöriges Unverständnis ab, ist eigentlich schon ein Skandal für sich. Seit Mai weiss man, wie sich die Jungs auf Kosten kleiner, hungernder Mädchen vergnügen, dennoch wurde es versucht irgendwie geheim zu halten. Als es nicht mehr ging, erschien die schwarze Reinkarnation Jesu und Mohammeds in einer Person und verdammte die Vorfälle, entschuldigte sich und war wieder glücklich. Ganz so wie nach Ruanda, Serbenica oder wie er in ein paar Jahren sein Nichtstun im Sudan mit einer Entschuldigung wegtun wird.
Neu sind solche Vorfälle der UNO sowieso nicht. In Ost-Timor gab es ähnliche Vorfälle mit Jordanischen Soldaten, welche dann übrigens von einem Jordanier untersucht wurden. Im Kosovo eröffneten UN-Polizisten ein Bordell und einen Prostituiertenhandel.

Die Vorfälle im Kongo sind aber besonders gravierend, da sich der Skandel nicht nur durch die Soldaten zieht, sondern auch durch zivile Angestellte der UN bis hin zu einem Verantwortlichen für Sicherheit. Ein Mitglied der Untersuchungskomission wurde erwischt, als er sich an eine Prostituierte machte. Der grösste Witz ist aber, dass die UNO prinzipiell nicht mehr als die Soldaten und Angestellten vom Dienst suspendieren und nach Hause schicken kann. Dies passierte zum Beispiel mit einem Franzosen welcher zu Hause wegen Sextourismus angeklagt wurde. Das ist ‘mal eine Bezeichnung für die »Peacekeeper«: Sex-Touristen!

Es ist im Anbetracht dieses Skandels, aber auch des »Oil for Food« welcher nicht nur Franzosen, Deutsche, Russen und andere Mitglieder der »Anti-Kriegs-Koalition« sponserte, sondern auch Palästinensische Judenvernichter, kein Wunder dass sich in den USA Gruppierungen (Move America Forward, Get US out!) formieren, welche die USA aus den UN bekommen wollen. Es ist genau so wenig verwunderlich, dass wie Wolfgang berichtet die Medien in Europa damit nicht ganz klar kommen. Die UNO ist die letzte Chance der Europäer irgendwie am Weltgeschehen teilzunehmen, und diese Chance ist seit dem Irak-Krieg noch einmal minimalsiert worden. Es ist nur allzu verständlich, dass man hier so sehr an der UNO hängt, denn sie ist genauso wie Frankreich, die Nation welche Europa vorsteht: Aussen ist man Humanist Nummer Eins, innendrin fickt man Kinder, schaut Genoziden zu, besetzt die Elfenbeinküste und bereichert sich indem man das Irakische Volk verwungern lässt.

Es ist wirklich schwer Worte für das Vorgehen der Medien in diesem Falle zu finden. Denn das Kinderficken - welches, und das scheint eine weitverwbreitete Schwäche der Kranken zu sein, gefilmt und photographiert wurde - erregt überhaupt kein Aufsehen, keine Titelseiten mit eben diesen Bilder wie dies geschah als ein paar US-Soldaten prinzipiell Verbrecher getürmt oder ihnen Säcke auf den Kopf gesteckt haben. Was wurde da nicht philosophiert: Für einen muslimischen Mann sei es die grösste aller Demütigungen nackt vor einer westlichen Frau stehen zu müssen, was sollen die Araber denken wenn sie die Amerikaner dies tun sehen? Das mag richtig sein, aber was mögen dann die Afrikaner denken wenn angebliche Repräsentaten der Zivilisation ihre Töchter für eine Frucht nageln? Und ist es nicht wenigstens ein bisschen demütigend für die Mädchen selber?

Montag, 22. November 2004

Ein Grüner auf Abwegen

Es ist ja nicht so, als wäre Trittin plötzlich über Nacht vernünftig geworden, denn das ist er nicht. Aber als ich den Titel des Interviews - »Verniedlichende Sicht von Multi-Kulti habe ich abgelegt« - machte ich mir Sorgen über seinen Gesundheitszustand und las das Interview um euch die gute Nachricht zu überbringen können: Er ist noch ganz der Alte!
(weiterlesen…)

Sonntag, 21. November 2004

Kleine, schnuckelige Minderheit

Es gibt immer solche, die Verbrechen klein reden. Diplomaten sind Experten in dieser Disziplin und Mehmet Ali Irtemcelik ist wahrhaftig ein Meister in dieser Disziplin. In einer Lehrstunde in Rethorik erklärt er Isalmisten zu einem kleinen, gar nicht auffallendem Problem.

Es gibt Fundamentalismus, aber das Problem wird übertrieben. Es betrifft nach unseren Erkenntnissen nur eine sehr kleine Gruppe, höchstens drei bis vier Prozent der Türken in Deutschland. Über diese kleine Gruppe wird viel zu viel gesprochen. Das ist kontraproduktiv, weil die Türken, die mit dieser Gruppe nichts zu tun haben und sich von ihr distanzieren, sich dadurch diffamiert fühlen.

Ich finde es schon erstaunlich, wie man kleine Gruppen definieren kann. 3 Prozent der Türken sind also Fundis die schon kotzen müssen, wenn eine Frau aus dem Hause geht und beim Gedanken an Demokratie leben sie sich wahrscheinlich an eben dieser aus. Ich frage mich ernsthaft, ob der Mann jemals in einer Mathe-Stunde war. 3 Prozent, das sind über 50′000, das ist ein verdammter Riesenhaufen Leute die uns hassen! Kontraproduktiv ist hier höchstens das Tun als wäre nichts, anstatt zu versuchen das Problem zu lokalisieren und diese »Menschen« irgnendwie unschädlich zu machen, am besten ganz weit weg von hier. Denn wenn diese einmal weg sind, können sie auch nicht die restlichen Moslems und Türken durch den Kakao ziehen.

Ausserdem ist die Zahl von 3 Prozent ziemlich tief gegriffen. Der Niederlängische Staatsschutz schätzt die Anzahl Moslemischer Extremisten unter den Muslimen auf 5 bis 15 Prozent. Das heisst, vielleicht nur 3 Prozent der Türken, aber sie sind ja nicht die einzigen Muslime und die Helden Allahs die ins WTC flogen, lebten schliesslich auch in Deutschland und waren keine Türken…

Ungerechte Verallgemeinerungen beleidigen die Moslems und könnten wiederum Angriffe von marginalen und extremistischen Gruppen auslösen.

Das ist zwar richtig, aber er könnte vielleicht doch etwas zu tun, damit es die Möglichkeit zur Verallgemeinerung verkleinert wird. Die Verallgemeinerung kommen sowieso nur von Randgruppen, und es sei darauf hingewiesen, dass eine Randgruppe letzthin erklärte, dass alle Deutschen stinken würden. Sollten sich jetzt alle Deutschen beleidigt fühlen oder sind sie imstande die Gruppe als eine Freak-Show die man bekämpfen muss abzutun? Oder stinken vielleicht wirklich alle Deutschen?

Dann kommen wir auch ein weiteres Lieblingsthema der Gesellschaft, die Integration. Also die Kunst mit welcher sich ganz Europa für schuldig an allen Problemen mit allen Ausländern erklärt hat. Ali sagt auch etwas dazu, ohne aber gross etwas zu sagen:

Die Integration ist ein äußerst komplexes Thema. Sie muss mit Besonnenheit und Weitsichtigkeit behandelt werden und sollte nicht durch unüberlegte und fehlerhafte Äußerungen sabotiert werden.

Ihm wäre - Achtung, das hättet ihr nie erwartet - die Lektüre der letzten, ausgezeichneten Spiegel-Titelstory »Allahs rechtlose Töchter - Muslimische Frauen in Deutschland« zu empfehlen. Diese zeigt wie problemlos sich Türken, vor allem Türkische Frauen, integrieren. In die Familie des Mannes, aber niemand fragte ja nach der Art von Integration.
Türken sind ja kein neues Phänomen in Deutschland, wenn man nach all den Jahren immer noch nicht die Zeit gefunden hat, das Problem mit »Weitsicht« zu betrachten, stehen die Chancen hoch, das man dies nie tun wird…

Statt mit verantwortungslosen Zuspitzungen zu polarisieren, sollten die deutschen Gastgeber den integrationsbereiten Zuwanderern lieber eine Hand ausstrecken.

Ich wüsste gerne in welchem Punkt man die Türken sich nicht integrieren lässt. Verbietet man ihnen die Deutsche Sprache zu lernen? Verbietet man ihren Kindern mit Deutschen Kindern zu spielen? Lässt man ihre Kinder nicht in Deutsche Schulen? Bindet man ihnen vielleicht im guten, altem Stil eine rote Binde mit einem Halbmond auf den Arm und wirft Steine in ihre Döner-Buden?
Ich weiss ja nicht genau in wie fern die Schweiz sich von Deutschland unterscheidet, aber als wir hierher kamen, sprachen wir kein Wort Deutsch (wir lebten zuerst im deutschsprachigen Teil der Schweiz), lernten es aber und hatten fortan die Möglichkeit uns zu integrieren. Oder wie würde denn das »Hand ausstrecken« aussehen? Sollten Deutsche jetzt etwa Türkisch lernen, ihre Frauen verhüllen und 5 mal täglich zur Mekka beten?
Wirklich, wenn jemand integrationsbereit ist, dann wird er auch problemlos aufgenommen, es sei denn er will in die »Adolf Hitler, unserer Führer«-Gesellschaft integriert werden. Den Deutschen vorzuwerfen, die Integration zu erschweren, ist reiner Unsinn!

Ein Mann, der Probleme lösen kann!

Bushs Leibwächter wurden am Samstag von Sicherheitsleuten daran gehindert, ein Kulturzentrum in der Hauptstadt Santiago zu betreten, in dem der US-Präsident zu einem offiziellen Abendessen eingeladen war. Bush bemerkte das daraus resultierende Gerangel, als er sich mit seiner Frau Laura sowie dem chilenischen Präsidenten Ricardo Lagos und dessen Frau Luisa Duran vor dem Gebäude fotografieren ließ. Er trat hinzu und zog einen seiner Leibwächter aus dem Gerangel heraus. Für einen Moment sah es so aus, als wollten sich die chilenischen Sicherheitsleute dem US-Präsidenten widersetzen. Doch Bush ging kopfschüttelnd davon.

Bush holt sich seinen Leibwächter aus der Menge!

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