Montag, 27. September 2004
Ami, casse-toi!
Barnier, das Französische Pendant zu »not convinced«-Saddam-Liebhaber Fischer, verlangt einen Abzug der Soldaten Satans. Auf alle Fälle beweist er für einen Franzosen ziemlich viel Scharfsinn:
Im Irak herrsche derzeit Chaos und allgemeine Unsicherheit.
Jetzt ohne Scheiss, Monsieur, sind Sie sicher? Wie wäre es ‘mal mit nachdenken wer dieses Chaos verursacht? Die Amerikaner mit der Ausbildung von Irakischen Sicherheitskräften, Finanzierung von Schulen, Kraftwerken und fliessendem Wasser? Das ignoriert der Mann aus dem Land welches einmal sich für die Grande Nation halten durfte. Scheint so, meint er doch
Die Frage des Abzugs der ausländischen Soldaten stelle sich von selbst.
Natürlich, die Amis müssen da unbedingt weg. Schliesslich versuchen sie eine Demokratie gegen eine Islamistische Diktatur durchzusetzen und sowas geht nun wirklich nicht an! Nein, wir dürfen wie es Ulrich Wickert einmal so schön ausgedrückt hat, »dem Islam [in diesem Falle den Isalmischen Extremisten im Irak] nicht den westlichen Materialismus aufzwingen«. Sollen sie doch weiter Frauen prügeln, Kinder ficken und so oft wie möglich Menschenrechte mit den Füssen treten.
Es müsse gelingen, aus dem Teufelskreis der Gewalt auszubrechen.
Ich peil das irgendwie nicht ganz. Welcher Teufelkreis? Da wird alles was nach Westen aussieht geköpft, alles was den Irak demokratisch machen will weggebombt! Das ist eine One-Way-Street, nicht ein Kreis. Aber fahrt ‘mal nach Frankreich, dann werdet ihr sehen wie geil sie die Kreise finden und dass Einbahnstrassen getrost ignoriert werden können.
Selbst den Tagungsort hat Barnier schon ausgemacht: Der einzig mögliche Ort ist New York, die Vereinten Nationen, sagte Barnier. Bei der Konferenz müßten die benachbarten Staaten sowie alle politischen Kräfte Iraks, einschließlich derjenigen, die sich für den bewaffneten Widerstand entschieden haben, vertreten sein.
Eigentlich disqualifiziert er sich ja schon damit, dass er das Ganze von den UN leiten lassen will, aber dann meint er tatsächlich, man solle auch den sogenannten Widerstand miteinbeziehen. Und eigentlich unterstütze ich nun mit seinem Vorschlag, denn ein Bild von Franzosen und Terroristen an einem Tisch dürfte wohl das Prädikat »priceless« verdienen. Aber zurück zur Realität: Die Terroristen verhandeln nicht, entweder man macht es so wie sie es wollen, oder es wird eben gemordet. It’s so easy! Aber hey, Freund Barnier, flieg in den Irak, verhandle ein wenig, mach ‘mal…
Ein Artikel (auf englisch) vertritt auch die Meinung, dass die Amerikaner unter keinen Umständen abziehen dürfen! Ja aber gut, er ist keine Baguette, als kann er unmöglich Recht haben…
